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UV-Licht wie im Solarium: Forschende empfehlen Sonnencreme im Flugzeug

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Die Sonnenstrahlung im Flugzeug ist nicht zu unterschätzen.Bild: www.imago-images.de

UV-Licht über den Wolken: Warum Sonnencreme im Flugzeug so wichtig ist

Reisen mit dem Flugzeug gehört für viele Menschen längst zum Alltag. Auf Sonnenschutz sollten Reisende auch im Flugzeug auf keinen Fall verzichten. watson erklärt dir, warum das so ist.
25.05.2026, 14:3325.05.2026, 15:04
Leonie Daumer / watson.de

Ob beruflich oder privat, ob Lang- oder Kurzstrecke – viele Gedanken darüber, dass man sich beim Fliegen 10'000 Meter über dem Boden und damit 10'000 Meter näher an der Sonne befindet, machen sich wohl die Wenigsten. Zu verlockend ist das Angebot aus Bordunterhaltung, Snacks und Nackenkissen, das die Zeit in der Luft buchstäblich wie im Flug vergehen lässt.

Dabei birgt die Nähe zur Sonne tatsächlich einige altbekannte Gefahren, die es im Flugzeug besonders zu beachten gilt.

Strahlenbelastung im Flugzeug ist deutlich höher

Die Strahlung der Sonne in den 10'000 Metern Höhe, in der sich Flugzeuge normalerweise bewegen, ist deutlich höher als auf dem Boden. Eine Studie der American Medical Association (AMA) von 2015 stellte fest, dass es dadurch ein Gesundheitsrisiko für Pilotinnen und Vielflieger gibt.

Entscheidend ist dabei die Beschaffenheit der Fenster. Denn Plastikfenster, beispielsweise aus Polycarbonat, filtern in Flugzeugen die meiste Strahlung. Glasfenster hingegen lassen langwellige und damit besonders tief in die Haut eindringende UV-A-Strahlung durch. Eine Studie von 2022 belegt, dass diese Strahlen die DNA schädigen und Hautkrebs auslösen können.

Schädliche Strahlen gelangen durch Fenster ins Innere des Flugzeugs

Die Forschenden der AMA-Studie konnten nachweisen, dass Flugzeugfenster aus Glas oder Plastik die kurzwellige und weniger schädliche UV-B-Strahlung abschirmen können. UV-A-Strahlen haben dagegen eine Chance, zu bis zu 53 Prozent durch die Fenster ins Flugzeug zu geraten, wobei Plastikfenster die Strahlung in der Tat mehr abschwächen als jene aus Glas.

Ein Test ergab, dass die Strahlungsbelastung, der Piloten und Passagierinnen am Fenster auf einer Höhe von 9000 Metern eine Stunde lang ausgesetzt sind, etwa 20 Minuten auf der Sonnenbank entspricht. Die Strahlung kann sich auf Flügen durch eine Schneelandschaft oder weisse Wolken verstärken, da sie an hellen Oberflächen reflektiert und damit verstärkt wird.

Modern sunbed in beauty salon
tanning booth uv solarium sonnenbank
Eine Flugreise ist bezüglich UV-Strahlung vergleichbar mit einem Besuch im Solarium.Bild: www.imago-images.de

Hautarzt warnt vor Sonnenstrahlung im Flugzeug

Auch der Münchener Dermatologe Dr. Timm Golüke bestätigte gegenüber Travelbook, dass Pilotinnen und Piloten, die der Strahlung häufig ausgesetzt sind, ein erhöhtes Hautkrebsrisiko haben: «Sie laufen Gefahr, vor allem Basaliome zu bekommen, sogenannten weissen Hautkrebs, der sich trotz des Namens genauso wie der schwarze Hautkrebs mit dunkler Pigmentierung auf der Haut zeigt.» Der Arzt rät sowohl Flugzeugpersonal als auch Fluggästen deshalb zu Sonnenschutz.

Natürlich ist nicht jeder Flug sofort gefährlich für die Haut. Pilotinnen und Piloten sind deutlich häufiger der Strahlung ausgesetzt als der oder die durchschnittliche Reisende. Trotzdem sollten Flugreisende unbedingt Sonnencreme auftragen, besonders wenn sie viel fliegen und gerne am Fenster sitzen. Denn der Schaden für die Haut hängt sowohl von der Dauer ab, die sie der Strahlung ausgesetzt ist, als auch davon, wie tief die Strahlen in die Haut eindringen.

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Flint
25.05.2026 15:27registriert März 2014
Das wurde mit einer Socata TBM850 ermittelt, ein Flugzeugtyp weit weg von dem, was man als Flugpassagier normalerweise antrifft. Passagierfenster von Verkehrsflugzeugen sind normalerweise aus Kunststoff und filtern UV effektiv. Ausserdem schliessen ohnehin die meisten Leute die Sonnenblende, wenn die Sonne ins Innere scheint.
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Maurmer
25.05.2026 17:00registriert Juni 2021
„10'000 Meter näher an der Sonne“ also 149,6 Mio km statt 149,6 Mio km…
Abstand spielt absolut keine Rolle, sondern dass die filternde Wirkung der Atmosphäre reduziert ist.
„UV-A-Strahlen haben dagegen eine Chance, zu bis zu 53 % durch die Fenster…“ uhhh für einzelne Photonen mag das ja gelten aber in diesem Falle ist die Transmission 0.53, d.h. 53% gehen durch 47% werden reflektiert oder absorbiert.

Jedes LLM würde das korrekter formulieren, wenn man freundlich um Korrektur bitten würde…
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critico1
25.05.2026 17:08registriert Mai 2025
das ist irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Wenn schon, dann betrifft das das Personal. Übrigens sind in diesen Höhen auch kosmische Strahlen vorhanden. Warum wird von diesen nicht auch gewarnt? wohl weil sie genauso irrelevant sind.
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