DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bon Jovi im Letzigrund

So günstig gibt es selten einen Stehplatz im Letzigrund. Bild: keystone/watson

Bon Jovi gab's gestern zum Spottpreis – Tickets kosteten plötzlich nur noch die Hälfte

Bon Jovi Fans sind sauer: Ein Ticket für die Rock-Legende gestern Abend im Letzigrund kostete kurzfristig nur noch die Hälfte. Immer mehr Konzertveranstalter setzen flexible Preise.

jara helmi



Sie brachten die Menge zum Toben: Gestern Abend spielten Bon Jovi das erste Mal nach sechs Jahren in der Schweiz im Zürcher Letzigrund Stadion.

watson-User Marco Mächler ist grosser Bon Jovi Fan und hatte sich deshalb bereits im März ein Tickets für die Show gekauft. Für einen Stehplatz hat er 93.90 Franken bezahlt. Als er kürzlich die Ticketpreise überprüfte, traute er seinen Augen kaum: Das Billett kostete nur noch 49.85 Franken.

epa07708747 (L-R) John Shanks, Jon Bon Jovi and Phil X of US rock band Bon Jovi perform on stage during 'This house is not for sale' tour concert at the Letzigrund stadium in Zurich, Switzerland, 10 July 2019.  EPA/WALTER BIERI

Bon Jovi gestern Abend im Letzigrund. Bild: EPA

«Das hat mich richtig sauer gemacht», sagt Mächler. Es sei unfair gegenüber den Leuten, die früh ein Ticket gekauft hätten. Kurzerhand schrieb er dem Konzert-Veranstalter «Live Nation», um die Preisdifferenz zurückzufordern.

In einem Antwort-Mail, die watson vorliegt, erklärt der Veranstalter: «Inzwischen ist es auch bei Tickets üblich, diese über ein flexibles Preissystem anzubieten. Dies ist ähnlich wie bei Flugreisen. Daher kann es zu Schwankungen im Preis kommen.»

Auf Anfrage von watson bestätigt eine «Live Nation»-Sprecherin die gegenüber Mächler getätigte Aussage. Und fügt an: «Der Kunde hat keinen Anspruch auf eine Rückerstattung, wenn sich eine Differenz ergibt.»

Dafür hat der Bon-Jovi-Fan wenig Verständnis: «Wenn das Preisregime von Anfang an so kommuniziert worden wäre, würde ich es verstehen. Aber so geht das gar nicht.» Er vermutet, dass der Vorverkauf schlecht gelaufen sei. Gemäss Konzertveranstalter hat aber ein kurzfristiges zusätzliches Ticket-Kontingent dazu geführt.

Bislang war es genau umgekehrt: Die, die früh ein Ticket kaufen, bezahlen weniger. Besonders bei Festivals profitieren die «Early Birds» im Vorverkauf von günstigeren Preisen.

Doch immer mehr setzen die Konzert-Veranstalter auf flexible Preismodelle. Erst kürzlich wandte das «Vibez Openair» die gleiche Strategie an. Kurz vor dem Festivalstart verkauften sie die Tickets zum halben Preis.

Auch bei etablierten Festivals wie dem «Moon and Stars» in Locarno bestimmt neu die Nachfrage die Preise. Auf ihrer Webseite heisst es: «Bei dem Moon and Stars Festival werden dynamische Preise angewendet.»

Obwohl sich der watson-User Marco Mächler ärgerte, freute er sich auf das langersehnte Konzert: «So etwas kann mir das Erlebnis nicht versauen.»

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

AC/DC im Letzigrund

1 / 12
AC/DC im Letzigrund
quelle: epa/keystone / ennio leanza
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Gehörlos und Konzertgänger - ja, das geht!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«FCK off CO2-Gesetz»: Wie der SVP-Hauswerber Linke verführen will

Das SVP-nahe PR-Büro Goal AG betreibt auf Facebook eine Seite, die mit linkspopulistischen Parolen gegen das CO2-Gesetz wirbt: «FCK off CO2-Gesetz».

Im Abstimmungskampf um das CO2-Gesetz sorgt eine ungewöhnliche Facebook-Seite für Verärgerung: Mit provokant links-populistisch formulierten Beiträgen wirbt sie für ein Nein – und suggeriert so, dass Klimaaktivistinnen und -aktivisten hinter der Kampagne stecken. Was angesichts ihrer kritischen bis teils ablehnenden Haltung zum CO2-Gesetz nicht überraschen würde.

Auf der Seite liest sich etwa der Satz: «Wir lassen uns mit dem CO2-Gesetz nicht für dumm verkaufen. Es ist ein fauler Kompromiss, …

Artikel lesen
Link zum Artikel