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epa08027560 Demonstrators protest outside Malta's House of Parliament in Valletta, Malta, 26 November 2019 following the resignations of Minister Konrad Mizzi and Prime Minister Joseph Muscat's Head of Staff Keith Schembri and  Minister Chris Cardona suspending himself from any activities of his party (Partit Laburista) as Malta police investigations into the murder of late journalist Daphne Caruana Galizia in 2017 continue.  EPA/DOMENIC AQUILINA

Der Mord an einer Journalistin führte zu Protesten gegen die Regierung Maltas. Bild: EPA

Maltas Albtraum – ein Politthriller, wie ihn selbst Hollywood nicht inszenieren könnte

Seit Wochen befindet sich die Mittelmeerinsel im Ausnahmezustand: Der Mord an einer Journalistin soll von höchsten Regierungskreisen gedeckt worden sein.

Dominik Straub aus La Valletta / ch media



Auf der Pjazza Jean De Vallette, wenige Schritte vom prächtigen barocken Parlamentsgebäude in der Altstadt entfernt, steht eine Weihnachtskrippe mit lebensgrossen Figuren. Die Strassen und Plätze sind mit Lichterketten und Weihnachtsbäumen geschmückt. Aber Weihnachtsstimmung will in La Valletta in diesen Tagen keine aufkommen. Malta befindet sich seit drei Wochen im Ausnahmezustand. Es vergeht auf der Insel kaum ein Tag, an dem nicht Tausende Malteser auf die Strasse gehen, um Premierminister Joseph Muscat zum Rücktritt aufzufordern.

«Ich bin seit 23 Jahren Journalist, aber so viel Wut habe ich noch nie gesehen», sagt Herman Grech, Chefredaktor der «Times of Malta», der wichtigsten Zeitung des Landes. Tatsächlich ist die Spannung in La Valletta in diesen Tagen mit den Händen zu greifen: Egal wo man hingeht, die Leute reden von nichts anderem als von dem Auftragsmord an Daphne Caruana Galizia. «Was da täglich zum Vorschein kommt, nach einer zweijährigen gerichtlichen Untersuchung, ist einfach zu schockierend. Das übersteigt jedes Vorstellungsvermögen», sagt Grech.

Protestors shout slogans on the second day of a demonstration outside Malta's prime minister's office in Valletta, Malta, Tuesday, Nov. 26, 2019. On Wednesday, Nov. 28, 2019 Maltese police arrested Prime Minister Joseph Muscat’s former chief of staff Keith Schembri for questioning as a person of interest in the murder of journalist Daphne Caruana Galizia. (AP Photo/Str)

Die Wut ist diesen Demonstrantinnen ins Gesicht geschrieben. Bild: AP

Drei Auftragskiller angeheuert

Malta erlebt in diesen Tagen einen Politthriller, wie ihn das Land noch nie gesehen hat. Dass in einem EU-Staat eine missliebige Journalistin einfach so umgebracht wird – Daphne Caruana Galizia wurde am 16. Oktober 2017 mit einer in ihrem Auto versteckten, ferngezündeten Bombe getötet –, war schon schockierend genug. Doch seit sich herausstellt, dass höchste Regierungskreise in den Mord verwickelt sind oder diesen zumindest gedeckt haben, ist die Bevölkerung fassungslos. Jeden Tag befeuern neue Enthüllungen die Empörung: Am Donnerstag wurde bekannt, dass Keith Schembri, der Stabschef von Premierminister Joseph Muscat, den mutmasslichen Mord-Auftraggeber Yorgen Fenech während der Ermittlungen gewarnt hatte, dass sein Telefon abgehört werde.

Keith Schembri, der Ex-Stabschef von Ministerpräsident Joseph Muskat, war von der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia der Korruption beschuldigt worden. (Archivbild)

Keith Schembri soll den Mord-Auftraggeber gewarnt haben. Bild: EPA

Für viele Malteser hat eine Kombination von Korruption und Profitgier letztlich zum Mord und zur politische Krise geführt. «Es ist einfach viel zu viel dubioses Geld auf unsere Insel geflossen in den letzten Jahren», sagt der 75-jährige Rentner Brian Micallef, der auf einer Steinbank vor dem Parlament sitzt. Die Geldschwemme lässt sich am besten an der fieberhaften Bautätigkeit ablesen: Malta gleicht einer riesigen Baustelle. Zwischen den alten Häusern aus ockerfarbenem, maltesischem Kalkstein ragen überall Baukräne in den Himmel. «Sie zerstören unsere Geschichte», sagt Micallef. «Und für die einfachen Leute wie mich sind die Mieten und die Immobilienpreise in die Höhe geschossen.»

Der Mord an Daphne Caruana Galicia hat in der Tat viel mit diesem Geldfluss zu tun: Der Geschäftsmann und Millionär Yorgen Fenech war wegen undurchsichtiger Transaktionen seines Firmengeflechts ins Visier der Journalistin geraten. Fenech war an der Firma Electrogas beteiligt, die von der maltesischen Regierung den Auftrag zum Bau eines Gaskraftwerks erhalten hatte. Bei der Vergabe waren wohl hohe Schmiergeldsummen unter anderem an Stabschef Schembri geflossen – zumindest hatte dies Caruano Galizia nachweisen wollen. Fenech, der am 20. November 2019 verhaftet wurde, wollte dies offenbar verhindern: Er hat laut den Aussagen eines Kronzeugen drei inzwischen gefassten Auftragskillern je 50000 Euro für die Ermordung der lästigen Journalistin gezahlt.

Beteuert seine Unschuld: Unternehmer Yorgen Fenech bestreitet, den Mord an Maltas Journalistin Daphne Caruana Galizia in Auftrag gegeben zu haben.

Beteuert seine Unschuld: Unternehmer Yorgen Fenech bestreitet, den Mord an Maltas Journalistin Daphne Caruana Galizia in Auftrag gegeben zu haben. Bild: EPA

Premierminister unter Druck

Zweifel am «Geschäftsmodell» Maltas bestanden schon vor dem Mord. Und spätestens seit der Veröffentlichung der «Panama Papers», an deren Auswertung die ermordete Journalistin massgeblich beteiligt war, stand fest, dass der kleinste Mitgliedstaat der EU zu einem Paradies für Steueroptimierer und Geldwäscher geworden ist. Extrem tiefe Steuersätze und 70000 Briefkastenfirmen bei 450000 Einwohnern zeugen davon. Gleichzeitig wurde Malta zu einem Zufluchtsort für alle möglichen Halb- und Unterweltgestalten: für Drogenbosse der kalabrischen ‘Ndrangheta, für Schlepperbanden, für libysche Milizenführer, für zweifelhafte Öl- und Gashändler aus Afrika und dem Nahen Osten, für Oligarchen aus Russland und neureiche Milliardäre aus China. Dass der Sprengstoff, der für die tödliche Autobombe verwendet wurde, aus den Arsenalen der kalabrischen Mafia stammte, passt in das Bild.

Premierminister Joseph Muscat, der unter dem massiven öffentlichen Druck vor einigen Tagen seinen Rücktritt für den 12. Januar angekündigt hat, ist ein Vertreter dieses Systems. Dass er persönlich am Mord oder dessen Vertuschung beteiligt gewesen sei, glauben dennoch die allerwenigsten Malteser.

Rose Vella, center left, mother of late Daphne Caruana Galizia, and father of Daphne, Michael Vella, attend a protest in La Valletta, Malta, Sunday, Dec. 1, 2019. Malta's embattled prime minister has received a pledge of confidence from Labor Party lawmakers amid demands for his resignation by citizens angry over alleged links of his former top aide to the car bomb killing of a Maltese anti-corruption journalist. Hours later, thousands of Maltese protested outside a courthouse demanding that Joseph Muscat step down. (AP Photo)

Demonstranten bezeichnen die maltesische Regierung als Mafia. Bild: AP

Dennoch ist fraglich, ob sich Muscat bis zum 12. Januar im Amt wird halten können. «Seine persönliche Nähe zu Keith Schembri und anderen in den Skandal verwickelten Personen ist einfach zu gross», sagt Herman Grech. Auch die zuvor sehr regierungsfreundliche Handels- und Gewerbekammer ist vom Premierminister abgerückt: «Muscat muss jetzt das einzig Ehrenhafte tun, was noch bleibt – nämlich sofort zurücktreten», sagt deren Generaldirektor, Kevin J. Borg. Er sei der Einzige, der die Lähmung und die Konfusion, in die das Land gestürzt sei, beenden könne. «Jede Minute, die der Premierminister länger im Amt verbleibt, schadet den hart arbeitenden Maltesern und den Unternehmen.»

Vater fordert Gerechtigkeit

Die Demonstranten sehen das ähnlich: «Muscat hat zugelassen, dass die höchsten Ämter zu einem moralischen Abfallkübel wurden, in welchem Mordkomplotte nach Art der Mafia geschmiedet werden. Es ist völlig inakzeptabel, dass er noch im Amt ist», sagt der Student Gilbert Tanti.

«Wir müssen Malta neu gründen.»

Auch der Vater von Daphne Caruana Galizia, Michael Vella, hat an einigen Demonstrationen teilgenommen. «Es gibt Beweise dafür, dass höchste Exponenten dieser Regierung die Tat gedeckt oder sogar aktiv gewollt haben», sagt der 81-Jährige. Er und seine Ehefrau Rose-Marie haben sich darüber gefreut, dass so viele junge Menschen auf die Strasse gegangen sind. Michael Vella hofft, dass die Proteste weitergehen: «Der Tod unserer Tochter hat uns traumatisiert; was passiert ist, kann nicht hingenommen werden.» Jetzt müsse man insistieren, die Justiz müsse endlich ernsthaft ihre Arbeit machen. «Wir müssen Malta neu gründen», betont Vella.

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Devilduck 08.12.2019 17:05
    Highlight Highlight Dasselbe Malta entblödete gleichzeitig nicht, Touristen mit Hanfsamen in den Tiefen der Hosentasche zu verhaften und mit absurd hohen Geldstrafen zu belegen.
  • wolge 08.12.2019 11:07
    Highlight Highlight Mal ezwas anderes: Wir wäre es wenn sich Malta der Schweiz anschliessen würde?

    So eine schmucke Insel im Meer würde uns noch fehlen oder?
    • wasps 08.12.2019 11:51
      Highlight Highlight Ansonsten fällt Dir nichts besseres ein beim Lesen dieses Trauerstückes?
    • wolge 08.12.2019 12:38
      Highlight Highlight @ wasps: Nun... Nicht das unsere Politik frei von Korruption wäre... Doch das Schweizer Modell könnte Malta helfen die Korruption zu reduzieren und uns eine Schöne Insel bescheren.

      Bitt ein bisschen mehr Fantasie bei der Lösungsfindung.

      Ich hätte zumindest nichts dagegen gehabt meine RS in def Schweizer Marine auf Malta zu verbringen... 😉
    • Silent_Revolution 08.12.2019 14:00
      Highlight Highlight Ist es die übliche Gehirnwäsche aus der Armee oder weshalb denkst du, die Schweiz sei in Sachen Korruptionsbekämpfung Malta irgendwie überlegen?
  • MeinAluhutBrennt 08.12.2019 09:55
    Highlight Highlight Es sei hier der Arte Doku wärmsten zu empfehlen, auch wenn es einem ziemlich fassunglos macht.

    Play Icon
  • N. Y. P. 08.12.2019 09:32
    Highlight Highlight Schlimm, was langsam überall abgeht. In den Vereingten Staaten hockt so eine korrupte Verbrecherbande sogar an den Schalthebeln der Macht.

    Und wir in der Schweiz ? Alle dubiosen Firmen haben ihre Hauptsitze in Zug und am Genfersee. Wir sollten auf keinen Fall mit dem Finger auf Malta zeigen.
  • MaDGin 08.12.2019 09:30
    Highlight Highlight Man fragt sich wie lange so ein Konstrukt, wie eine Regierung, welche von uns Menschen geschaffen und gewählt wurde, braucht um die Menschlichkeit zu verlieren. Solange etwas von uns aufgebaut wird ist die Chance sehr gross, dass sich jeder darauf bedacht ist, sich Vorteil zu verschaffen, wenn er an dem Aufbau ebendiesem Konstrukts beteiligt ist.
    Somit, solang es Menschen gibt, die nicht an Ihre nächsten denken und nur an ihren eigenen Reichtum und ihr wohl, wird es solche Missstände und Korruption geben.
    Sad true, MaDGin out (Micedrop)
  • Auric 08.12.2019 09:10
    Highlight Highlight Zum Glück ist die Schweiz kein Zufluchtsort für die genannten....
  • Walser 08.12.2019 08:52
    Highlight Highlight Ob solche Dinge geschehen, hat vorallem damit zu tun, ob das politische System demokratisch ist und die Gewalten unabhängig und getrennt sind. Ist dies nicht der Fall, ziehen solche Länder das skrupellose Verbrechertum an wie Mist die Fliegen. Die normalen Bürger zahlen die Zeche. In der EU gibts Zustände wie in Lateinamerika.
    • jinglejanglee 08.12.2019 12:21
      Highlight Highlight halt mal,
      was ist mit dem fall von korruption in der schweiz?
      zugegeben, ein auftragsmord kann ich nicht nennen, jedoch genügend andere Bespiele, wo wirtschaftlich orientierte korruptionsvorwürfe in millionenhöhe (stichwort rohstoffhandel und auch vetterliwirtschaft zähle ich dazu), preisabsprachen (siehe baukartell in GR und der miese umgang mit dem whistleblower) und mafia-treffen im tessin und sicher auch der deutschschweiz...
      lateinamerika hat die offene korruption, die schweiz die verdeckte aber ebenso!
    • Corto Maltese 08.12.2019 12:35
      Highlight Highlight Je besser ein Land organisiert und zivilisiert ist, umso effizienter lassen sich Greueltaten umsetzen. Massenmord setzt grosse Disziplin und Intelligenz voraus. Siehe Deutschland im 2. Weltkrieg, Ex Jugoslawien und Ruanda.
    • Lokutus 08.12.2019 13:26
      Highlight Highlight Was für ein Unsinn!!! Honestly! Es gibt kein fragileres und anfälligeres System als die Demokratie. Hier ein paar Beispiele: gestern: Nazi Deutschland, neu: sitzen wieder Nazis im Bundestag; USA ist schon lange kein Demokratie mehr, Polen wird auch gerade entdemokratisiert, Italien, Spanien und und und. Und bei der Schweiz reicht der Bevölkerung die Menge an Sand (Geld), die ihr euch in Augen streuen lasst, Ruhe zu geben und zu glauben, dass sich das niemals ändern wird.



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