Sport
Velo

Da hätte Fabian Cancellara keinen Stich: Ösi schraubt 24-Stunden-Weltrekord auf fast 900 Kilometer hoch

Abendrot? Morgenrot? Strasser ist's wurst: Er dreht einsam seine Runden.
Abendrot? Morgenrot? Strasser ist's wurst: Er dreht einsam seine Runden.Bild: ChristophStrasser.at

Da hätte Fabian Cancellara keinen Stich: Ösi schraubt 24-Stunden-Weltrekord auf fast 900 Kilometer hoch

Christoph Strasser gehört seit Jahren zu den besten Extremradsportlern der Welt. Nun hat der Österreicher einen neuen 24-Stunden-Weltrekord aufgestellt – seine Durchschnitts-Geschwindigkeit betrug mehr als 37 km/h.
21.03.2015, 19:4021.03.2015, 19:40
ralf meile

Die Fakten zum Rekord

  • 896,173 km legte Christoph Strasser in 24 Stunden zurück.
  • Um 56 Kilometer verbesserte der Österreicher den alten Weltrekord von Jure Robic.
  • Sein Schnitt betrug am Ende mehr als 37 km/h, wobei Strasser die ersten acht Stunden mit über 40 km/h unterwegs war.
  • Strasser stellte seinen Rekord auf dem Berliner Flughafen Tempelhof, auf einer elf Kilometer langen Runde, auf.
  • In 24 Stunden stieg der 32-jährige Ausdauerathlet nur zehn Mal vom Velo: Um zu pinkeln, um die Kleidung zu wechseln und einmal, um nach einem Platten ein Rad zu wechseln.
  • Für Freaks: Hier gibt's die detaillierten Daten, Runde für Runde
Tag und Nacht unterwegs zum Weltrekord.
Tag und Nacht unterwegs zum Weltrekord.Bild: Christophstrasser.at
Velo

Das nächste Ziel ist der vierte Sieg am RAAM

Drei Mal gelang es Christoph Strasser bereits, das Race Across America (RAAM) zu gewinnen. Der Nonstop-Wettkampf von der West- an die Ostküste der USA gilt als härtestes Velorennen der Welt. 2013 gelang es Strasser als erstem Sieger, die rund 5000 Kilometer in weniger als acht Tagen zurückzulegen. Im letzten Jahr verbesserte er seinen Rekord auf 7 Tage, 15 Stunden und 56 Minuten.

Das RAAM ist auch sein nächstes Ziel. Ab dem 16. Juni will Strasser das Rennen zum vierten Mal für sich entscheiden.

Veloprofis im Schneesturm: Die 5. Etappe von Tirreno–Adriatico 2015

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Doping-Zweifel machen Marathon-Star Sawe traurig – weil er mit aller Macht dagegen kämpft
Mit seinem historischen Lauf in London unter zwei Stunden prägt Sabastian Sawe eine neue Ära im Marathon. Zugleich stellt er sich mit freiwilligen Dopingkontrollen offensiv gegen Zweifel.
Der Kenianer Sawe definiert seine Rolle nicht nur über Zeiten (1:59:30 am vergangenen Sonntag), sondern auch über Transparenz, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Sein Heimatland wird immer wieder von Dopingaffären in der Leichtathletik erschüttert, insbesondere im vergangenen Frühling durch den positiven Befund bei Ruth Chepngetich, nur wenige Monate nachdem sie in Chicago den Weltrekord pulverisiert und die 2:10-Stundenmarke durchbrochen hatte (2:09:56). Auch Sawes Trainer Claudio Berardelli, stand in Nairobi schon vor Gericht, weil er Marathon-Legende Rita Jeptoo mit EPO versorgt haben soll.
Zur Story