Deutschland
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Die deutsche Teilung und Einheit in 10 faszinierenden Vorher-nachher-Fotos



Während sich viele Menschen in der BRD mit der Mauer abgefunden hatten, weigerte sich Jürgen Ritter eben dies zu tun. Der Fotojournalist (Jahrgang 1949) beschloss Anfang der 1980er Jahre, die Teilung Deutschlands zu dokumentieren und schoss zehntausende Bilder der Grenzanlagen in Berlin und an der Staatsgrenze.

Dieser Artikel erschien erstmals im November 2014.

Das grosse Publikumsinteresse an seinen Ausstellungen sowie die Gründung eines Vereins zur Unterstützung von bei der Flucht verletzten DDR-Bürgern riefen schliesslich die Stasi auf den Plan, die westdeutsche Spitzel auf ihn ansetzten.

Auch einige BRD-Politiker störte, dass Ritter dauernd den Finger in die innerdeutsche Wunde legte. Gerhard Schröder, damals Oppositionsführer im niedersächsischen Landtag, sagte im Sommer 1989, wenige Monate vor dem Mauerfall: «Nach 40 Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chancen einer Wiedervereinigung belügen.»

Der spätere Kanzler irrte sich. Der Grenzfotograf machte sich am Tag nach dem Mauerfall auf den Weg nach Berlin und fotografierte die Ereignisse und in den Wochen und Monaten danach die Veränderungen an der innerdeutschen Grenze. Auch und gerade an jenen Stellen, die er zuvor während der Zeit der Teilung abgelichtet hatte. Daraus entstanden Bücher und die Website grenzbilder.de.

watson präsentiert hier eine Auswahl von zehn Vorher-nachher-Bildpaaren von Jürgen Ritter. Mit dem Schieber nach rechts kommt die Teilung, nach links die Einheit.

Berlin

Das Brandenburger Tor an der Ebertstrasse 1984 und 2012.

Das Brandenburger Tor an der Ebertstrasse 1984 und 2012.

DDR-Soldaten vor der Ostseite des Brandenburger Tors 1989 und 2013.

Aussichtsplattform an der Kreuzung Zimmerstrasse Friedrichstrasse in der Nähe des Checkpoint Charlie 1982 und 2012.

Gedenktafeln für Maueropfer an der Spree 1982 und 2012.

Kreuzung Köthener Strasse Stresemannstrasse 1982 und 2013 mit Umweltministerium.

Innerdeutsche Grenze

Aussicht von Zasenbeck (Niedersachsen) nach Hanum (Sachsen-Anhalt) 1982 und 2013.

Elbebrücke in der Nähe von Dömitz zwischen Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern 1982 und 2011.

Werrabrücke (später Brücke der Einheit) bei Phillipsthal (Hessen) und Vacha (Thüringen) 1982 und 2009.

Ehemaliger Grenzübergang Helmstedt-Marienborn zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 1982 und 2013.

30 Jahre Mauerfall – die Bilder

Eisenhüttenstadt 30 Jahre nach dem Mauerfall

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47
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Poulchen 08.11.2019 08:32
    Highlight Highlight Beidrücklech!
  • ändu aus B (weder Bärn noch Basel) 08.11.2019 08:03
    Highlight Highlight Weiss jemand, was mit den Gedenktafeln der Maueropfer an der Spree passiert ist? Wurden die versetzt oder entsorgt?
  • Glenn Quagmire 08.11.2019 05:54
    Highlight Highlight Wie können Menschen, die dort gelebt haben, nur AFD wählen?
    • Antinatalist 08.11.2019 08:29
      Highlight Highlight Der Mensch vergisst schnell. Und der Mensch wiederholt die immer gleichen Fehler. Antinatalisten natürlich nicht. 😋
  • Bartli, grad am moscht holä.. 07.11.2019 19:28
    Highlight Highlight Wenn man die bilder im halb/halb anblick lässt wird die anlehnung von the city and the city an ddr/brd sehr deutlich.
  • Hollda von Quorn 07.11.2019 19:16
    Highlight Highlight Was mich immer wieder erstaunt: wie die wieder freigewordenen Flächen dem Autoverkehr "geopfert" wurden, insbesondere vor dem Brandenburger Tor ist das frappant.
    • maljian 07.11.2019 21:00
      Highlight Highlight Dort war auch vor der Teilung schon eine Strasse.
    • Hollda von Quorn 07.11.2019 22:34
      Highlight Highlight Es wäre aber eine Chance gewesen - immerhin hat man ja alles neu planen können.
      Aber egal: ich sehe ihr liebt Autos, Verkehr und Stau.
    • maljian 07.11.2019 22:58
      Highlight Highlight Das Bild ist von 1933.

      Zu dem Zeitpunkt konnte man nicht nur durch das Tor mit dem Auto fahren, der Platz auf der Ostseite konnte vom normalen Verkehr befahren werden. Das ist heute so alles nicht mehr möglich.

      Zudem hat es den Tiergarten direkt gegenüber vom Tor.
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Huckleberry 07.11.2019 18:05
    Highlight Highlight Kann mich noch sehr gut an meinen Besuch in Berlin erinnern. Was mir damals als 14 Jähriger am meisten beeindruckt hat, war das Museum am Checkpoint Charli und die Gedächtnis Kirche. Speziell die Zeichnung der Maria die ein Deutscher Soldat an Weihnachten in Stalingrad angefertigt hatte. Das ging mir schon sehr unter die Haut.
  • Garp 07.11.2019 17:48
    Highlight Highlight Und ich dachte schon Kian ist zurück. 😐
    • Kian Ramezani 08.11.2019 08:55
      Highlight Highlight Es ist schön, für einen Tag zurück zu sein. Vor allem gleich gut wie damals.😉
  • wydy 07.11.2019 16:49
    Highlight Highlight Es gibt Bilder von Berlin in Vogelperspektive in der Nacht. Hier sieht man noch eindrücklich wie Berlin getrennt war. Die Beleuchtung von Ost und West unterscheidet sich heute immer noch, wodurch man die Grenze sehr gut sieht
  • Turicum04 07.11.2019 15:48
    Highlight Highlight Leider wurde die BRD nicht in die DDR einverleibt. Allen würde es sozial besser gehen.
    • anundpfirsich 07.11.2019 16:12
      Highlight Highlight Das wage ich zu bezweifeln.
    • TingelTangel 07.11.2019 16:28
      Highlight Highlight Haben sie in der DDR gelebt ?
    • El Vals del Obrero 07.11.2019 19:03
      Highlight Highlight Ein kleines Körnchen Wahrheit hat das schon auch.

      Nein, wenn die DDR die BRD einverleibt hätte, wäre es sicher nicht besser gekommen als umgekehrt. Aber ein Mittelweg ohne "Einverleiben" in irgendeine Richtung wäre vielleicht besser gewesen.

      Es gibt sicher einige (klischeemässig ausgedrückt der ungebildete Mann vom Land) die in der DDR eine sichere Stelle und eine sichere bescheidene Rente gehabt hätten, sofern sie nicht reisen wollen und politisch die Fresse halten. Und die Propaganda hätte ihnen jeden Tag gesagt,wie wichtig sie doch seien.

      Diese emotionale Lücke nutzen nun AfD und Co aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Name_nicht_relevant 07.11.2019 15:26
    Highlight Highlight Beeindruckend wie viel Gebäude noch geblieben sind und Renoviert oder sogar schöner wirken, wie damals. Ebenfalls ist es intressant zu sehen wie trist und leer die einen Ortschaften waren und heute so Lebendiger wirken. Sicher hat es auch mit den Farben zu tun, jedoch ist die Stimmung trotzdem zu spühren. Wir Menschen sollten weniger Mauern und mehr Brücken zueinander bauen.
  • Auric 07.11.2019 15:19
    Highlight Highlight Hätte man diese Bilder nicht vor der Wahl in Thüringen dort verbreiten können?
  • Peter R. 07.11.2019 15:18
    Highlight Highlight Ich war 1982 das erste Mal in Berlin - wagte mich damals über die Grenze nach Ostberlin. Die Friedrichstrasse war in einem jämmerlichen Zustand.
    Nach der Wende in den frühen 90erJahren waren diese Orte (Friedrichstrasse, Unter den Linden etc.) wie verwandelt und man fühlte sich auch im Osten der Stadt sicher - Hotels, Restaurants alles neu.
  • Hobo 07.11.2019 15:06
    Highlight Highlight Ich habe es noch erlebt ... und am Samstag die Party in Berlin, nix wie hin ...
  • atomschlaf 03.10.2015 14:00
    Highlight Highlight Schöne und eindrückliche Bilder. Fehlt nur noch was vom Potsdamer Platz. Der Unterschied DDR zu heute ist wohl fast nirgends so krass wie dort.
  • Diva65 09.11.2014 08:11
    Highlight Highlight Die Fotos sind sehr ergreifend. Meine Westberliner Zeit kommt wieder in den Vordergrund. Damals habe ich den Mauerfall live erlebt. Es war unglaublich überwältigend. Ich kann mich auch noch an die Schlangen vor den Banken erinnern, als es für jeden DDR-Bürger ein "Startgeld" gab. Ich fand das unwürdig, denn der Betrag war lächerlich klein. Die Bilder sind so gut gemacht, dass man beide Zeitpunkte gut miteinander vergleichen kann.
    • henkos 07.11.2019 14:50
      Highlight Highlight Die Menschen haben neben dem 100er „Startgeld“ (auch Begrüssungsgeld genannt) ja auch ihre eigenen Ersparnisse gehabt, die in D-Mark konvertiert wurden. Sie waren ja nicht mittellos und mussten mit 0 anfangen.
    • Flötist 07.11.2019 15:26
      Highlight Highlight Sehr interessant. Habs gegooglet, hier gibts mehr Infos zum Begrüssungsgeld: https://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BC%C3%9Fungsgeld
    • Auric 07.11.2019 15:29
      Highlight Highlight unwürdig?

      Du meinst die Wessis hätten auch x-tausend pro Nase abdrücken sollen, und das wechseln der 6000 Schrottgeld zu DM für Rentner 4000 Aluchips zu DM für Erwachsen und 2000 öhre für Kinder hätten die Wessis auch großzügig Aufrunden sollen?

      Schon möglich, dann kannst du dich ja sicher noch an die diskussionen erinnern in denen es um die verteilung des Volksvermögens an die Ossis ging..

      Ja der Burnout war da drüben nur bekannt wenn es um die Kamine der Kohleheizungen ging.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thömy 06.11.2014 18:09
    Highlight Highlight Grossartig!
    • Don Huber 08.11.2014 17:46
      Highlight Highlight Ja finde ich auch. Unglaublich was so eine scheiss Mauer bewerkstelligen kann.
    • 7immi 07.11.2019 15:36
      Highlight Highlight @Thömy
      Nicht die Mauer war das Problem, sondern die Ideologie und Diktatur, die eine Mauer erst „nötig“ machen. Man lernt heute in der Schule wenns gut geht alles bis und mit zweiter Weltkrieg. Die DDR (und Sowjetunion) werden ausgeblendet. Das Leid im zweiten Weltkrieg ist allen bekannt, was DDR und Sowjetunion anrichteten nicht. Nicht dass ich das vergleichen oder werten will, das soll und kann man nicht. Man muss sich einfach bewusst sein, dass da nicht nur eine Mauer war, sondern ein Regime, das mit Willkür Terror verbreitete, gegen Völkerrecht verstiess und Greueltaten verübte...
  • goschi 06.11.2014 17:33
    Highlight Highlight Sehr beeindruckende Bilder, vor allem auch gerade denen von ausserhalb Berlins, denn dass dort die Teilung ebenso massiv und deutlich sicht- und spürbar war, wird Heute gerne vergessen, der Fokus liegt in Berlin.
  • TomZH 06.11.2014 16:25
    Highlight Highlight Faszinierende Bilder. Ich war kürzlich in Berlin und "liebe" diese Stadt. Soviel Geschichte an einem Ort. Ausserdem fand ich die Stimmung in der Stadt sehr angenehm. Auch die vielen Neubauten sind sehr beeindruckend. Ich werde sicher bald wieder nach Berlin reisen.
    • Snowy 07.11.2019 17:11
      Highlight Highlight Ich liebe die Stadt auch.

      Muss da auch mal tagsüber hingehen. 😎

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

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