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Neue Serie «The Samaritans»

Wenn du «Stromberg» magst, wirst du diese kenianische Serie lieben

08.02.2015, 16:2108.02.2015, 16:32
Mehr «Panorama»
Bild: screenshot/youtube

«Bist du auf der Suche nach einer TV-Serie mit Moral, Werten, Bescheidenheit, Ethik und Respekt? Dann halte dich besser fern von The Samaritans»! Mit diesen Worten beginnt der Trailer der kenianischen Fernsehserie «The Samaritans».   

«The Samaritans»: Das erwartet den Zuschauer

«The Samaritans» ist eine Serie über den Alltag in einer Entwicklungshilfe-NGO in Kenia, gedreht im Mockumentary-Stil. Die Ähnlichkeiten zum grossen Vorbild «The Office» sind unübersehbar. Büromitarbeiter, die während wichtigen Sitzungen eine modifizierte Variante von «Schere, Stein, Papier» spielen (Schere, Stein, Wind, Maschinengewehr, undeutliches Gestikulieren, Papier), wildes Herumfummeln im Kopierraum, versuchte und abgewehrte Avancen von Arbeitskollegen, dumme Sprüche zum falschen Zeitpunkt und eine wacklige Kamera, die alles festhält. 

Das Vorbild: Die besten Szenen aus «The Office»

Und hier noch die deutsche Variante im selben Stil: «Stromberg»

Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist die kenianische Regionalabteilung der Hilfsorganisation mit dem bezeichnenden Namen «Aid for Aid». Scott Bartley (gespielt von Liam Acton), ein knapp dem College entwachsener Grünschnabel, wird der designierten Nachfolgerin vor die Nase gesetzt. Und der neue Chef weiss um seine Qualitäten:

«Ich habe einen Master in Politikwissenschaft, arbeitete mit sechs Jahren in der NGO meiner Mutter und habe ein sechsmonatiges Praktikum bei einer Entwicklungshilfe in Marokko absolviert.»
Scott Bartley
Stimmungslage während der Teamsitzung? Ausgezeichnet!
Bild: screenshot/youtube

Voller Elan und mit bisweilen überbordendem Selbstbewusstsein versucht Scott seine Abteilung zusammenzuhalten, setzt sich dabei aber regelmässig in die Nesseln.

«Entschuldigen Sie, Sir, aber ich kenne Ihren Namen nicht.» – «Breva, ich habe Sie heute vom Flughafen abgeholt.» – «Aah, der Fahrer! Entschuldigung, aber ihr Leute seht, äh, einfach alle gleich aus ...»
Nur eine kleine Kostprobe aus Scotts zwischenmenschlichen Defiziten.

«The Samaritans» entlarvt die Slogans und hochfliegenden Versprechungen von Entwicklungshilfe-Organisationen, die zwar oftmals mit hehren Absichten antreten, aber bei ihrer Arbeit an den realen Nöten und Bedürfnissen der Menschen vorbeiwerkeln.

«Überleg doch mal, was ist unsere eigentliche Aufgabe hier» – «Wir retten Afrika?» – «Nein, wir müssen schauen, dass wir weiterhin eine effektive Hilfsorganisation sind. Und wir müssen diese Typen von der Konkurrenz irgendwie abhängen.»
Scott weiss, was wichtig ist! Nein, nicht die Menschen – das Budget!​

Bei Sushi, Pizza und Rotwein diskutieren die Entwicklungshelfer stundenlang über ein geeignetes Akronym für die neue Fundraising-Kampagne. Nach einem ausgedehnten Toilettengang kommt dem trottligen Finanzchef schliesslich die zündende Idee: «FEED» (Food Efficiency and Economic Development).

Zwei Episoden gibt es schon, werden weitere folgen?

Der Regisseur Hussein Kurji, selbst Kenianer, betont, dass «Aid for Aid» an reale Begebenheiten angelehnt sei. Berichte von Bekannten, die in der Entwicklungshilfe-Branche arbeiten, hätten ihn zu der Serie inspiriert.

Bis jetzt existieren zwei Folgen von «The Samaritans». Ob weitere Episoden gedreht werden, ist nicht bekannt. Auf der Website der Entwickler heisst es: «Wir arbeiten hart daran, die erste Staffel ins Leben zu bringen.»

«The Samaritans» kann hier gegen ein kleines Entgelt online angeschaut werden.

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