Panorama
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Neue Serie «The Samaritans»

Wenn du «Stromberg» magst, wirst du diese kenianische Serie lieben



The Samaritans

Bild: screenshot/youtube

«Bist du auf der Suche nach einer TV-Serie mit Moral, Werten, Bescheidenheit, Ethik und Respekt? Dann halte dich besser fern von The Samaritans»! Mit diesen Worten beginnt der Trailer der kenianischen Fernsehserie «The Samaritans».   

«The Samaritans»: Das erwartet den Zuschauer

abspielen

video: youtube/xeinium productions

«The Samaritans» ist eine Serie über den Alltag in einer Entwicklungshilfe-NGO in Kenia, gedreht im Mockumentary-Stil. Die Ähnlichkeiten zum grossen Vorbild «The Office» sind unübersehbar. Büromitarbeiter, die während wichtigen Sitzungen eine modifizierte Variante von «Schere, Stein, Papier» spielen (Schere, Stein, Wind, Maschinengewehr, undeutliches Gestikulieren, Papier), wildes Herumfummeln im Kopierraum, versuchte und abgewehrte Avancen von Arbeitskollegen, dumme Sprüche zum falschen Zeitpunkt und eine wacklige Kamera, die alles festhält. 

Das Vorbild: Die besten Szenen aus «The Office»

abspielen

youtube/vijay Sridharan

Und hier noch die deutsche Variante im selben Stil: «Stromberg»

abspielen

youtube/myspassde

Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist die kenianische Regionalabteilung der Hilfsorganisation mit dem bezeichnenden Namen «Aid for Aid». Scott Bartley (gespielt von Liam Acton), ein knapp dem College entwachsener Grünschnabel, wird der designierten Nachfolgerin vor die Nase gesetzt. Und der neue Chef weiss um seine Qualitäten:

«Ich habe einen Master in Politikwissenschaft, arbeitete mit sechs Jahren in der NGO meiner Mutter und habe ein sechsmonatiges Praktikum bei einer Entwicklungshilfe in Marokko absolviert.»

Scott Bartley

Stimmungslage während der Teamsitzung? Ausgezeichnet! Bild: screenshot/youtube

Voller Elan und mit bisweilen überbordendem Selbstbewusstsein versucht Scott seine Abteilung zusammenzuhalten, setzt sich dabei aber regelmässig in die Nesseln.

«Entschuldigen Sie, Sir, aber ich kenne Ihren Namen nicht.» – «Breva, ich habe Sie heute vom Flughafen abgeholt.» – «Aah, der Fahrer! Entschuldigung, aber ihr Leute seht, äh, einfach alle gleich aus ...»

Nur eine kleine Kostprobe aus Scotts zwischenmenschlichen Defiziten.

«The Samaritans» entlarvt die Slogans und hochfliegenden Versprechungen von Entwicklungshilfe-Organisationen, die zwar oftmals mit hehren Absichten antreten, aber bei ihrer Arbeit an den realen Nöten und Bedürfnissen der Menschen vorbeiwerkeln.

«Überleg doch mal, was ist unsere eigentliche Aufgabe hier» – «Wir retten Afrika?» – «Nein, wir müssen schauen, dass wir weiterhin eine effektive Hilfsorganisation sind. Und wir müssen diese Typen von der Konkurrenz irgendwie abhängen.»

Scott weiss, was wichtig ist! Nein, nicht die Menschen – das Budget!​

Bei Sushi, Pizza und Rotwein diskutieren die Entwicklungshelfer stundenlang über ein geeignetes Akronym für die neue Fundraising-Kampagne. Nach einem ausgedehnten Toilettengang kommt dem trottligen Finanzchef schliesslich die zündende Idee: «FEED» (Food Efficiency and Economic Development).

Zwei Episoden gibt es schon, werden weitere folgen?

Der Regisseur Hussein Kurji, selbst Kenianer, betont, dass «Aid for Aid» an reale Begebenheiten angelehnt sei. Berichte von Bekannten, die in der Entwicklungshilfe-Branche arbeiten, hätten ihn zu der Serie inspiriert.

Bis jetzt existieren zwei Folgen von «The Samaritans». Ob weitere Episoden gedreht werden, ist nicht bekannt. Auf der Website der Entwickler heisst es: «Wir arbeiten hart daran, die erste Staffel ins Leben zu bringen.»

«The Samaritans» kann hier gegen ein kleines Entgelt online angeschaut werden.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

9 Beweise, dass dein ganzes Leben eine Lüge ist

Mach dich bereit, an deinem Verstand zu verzweifeln ...

Konfabulation nennt es die Psychopathologie, wenn aufgrund von falschen Wahrnehmungen und/oder lückenhaftem Gedächtnis falsche Aussagen produziert werden.

Aber das Internet wäre ja nicht das Internet, wenn sie nicht sofort einen cooleren Namen und eine passende Verschwörungstheorie ausgearbeitet hätten. Wir präsentieren:

So benannt nach Nelson Mandela, südafrikanischer Aktivist und erster schwarzer Präsident des Landes, der am 5. Dezember 2013 an einer Lungenentzündung verstorben ist.

Die traurige …

Artikel lesen
Link zum Artikel