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Brazil's Neymar prepares for his penalty during the penalty shootout between Brazil and Chile in their 2014 World Cup round of 16 game at the Mineirao stadium in Belo Horizonte June 28, 2014.                REUTERS/Dylan Martinez (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP TPX IMAGES OF THE DAY)

Was geht während den Spielen bloss in Neymars Kopf vor? Japanische Forscher wollen es herausgefunden haben. Bild: DYLAN MARTINEZ/REUTERS

Das Geheimnis seines Erfolgs

Neymar braucht nicht viel Grips für seine Dribblings – sein Gehirn läuft beim Fussballspielen auf Sparflamme

Wenn Neymar seine Gegner ausdribbelt, beträgt seine Gehirnaktivität weniger als zehn Prozent der eines Amateur-Fussballers. Ist der Brasilianer deshalb so stark am Ball?



Jeder, der die WM verfolgt hat, kennt seine Genialität: Leichtfüssig und technisch brillant spielte der brasilianische Superstar Neymar seine Gegner schwindlig. Japanische Neurologen wollen jetzt das Geheimnis dieses aussergewöhnlichen Talents herausgefunden haben. 

Nach Angaben des Wissenschaftlers Eiichi Naito funktioniert Neymar während Fussballspielen wie auf Autopilot. Eine Erklärung dafür könnten genetische Faktoren oder die Art des Trainings sein, sagte der Japaner der Nachrichtenagentur AFP.

Brazil's Neymar (C) is challenged for the ball by Mexico's Jose Juan Vazquez (L), Paul Aguilar (top) and Francisco Rodriguez during their 2014 World Cup Group A soccer match at the Castelao arena in Fortaleza, June 17, 2014. REUTERS/Mike Blake  (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Dank seinen technischen Fähigkeiten ist Neymar oft nur schwer vom Ball zu trennen. Bild: MIKE BLAKE/REUTERS

Im Februar vorgenommene Gehirn-Scans ergaben, dass die Gehirnaktivität bei Neymar beim Dribbeln und Umtänzeln seiner Gegner weniger als zehn Prozent der Aktivität beträgt, die ein Amateur-Kicker in ähnlichen Situationen zeigen würde.

Für ihre in der Fachzeitschrift «Frontiers in Human Neuroscience» veröffentlichte Studie massen Naito und sein Team im Februar die Gehirnaktivität von Neymar sowie anderer Sportler bei verschiedenen körperlichen Tests. Die Ergebnisse zeigten, dass der 22-jährige Brasilianer beim Fussballspielen nur «sehr geringe neuronale Ressourcen» in den für die Fussbewegungen zuständigen Hirnregionen beanspruche.

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Neymar-Höhepunkte aus der Saison 2013/14. Video: Youtube/Fibrafootballvideos

Der Zeitung «Mainichi Shimbun» sagte der Neurologe, eine reduzierte Gehirnaktivität bedeute eine geringere Belastung des Gehirns. Dem Fussballspieler sei es dadurch möglich, gleichzeitig verschiedene komplexe Bewegungen zu vollführen. «Wir glauben, dass ihm das die Fähigkeit zu seinen Tricks verleiht», erklärte er mit Blick auf Neymar. (pre/sda/afp)

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