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«Dies ist unsere letzte Chance»: Wikipedia ist abgeschaltet – das musst du wissen

Die deutsche Ausgabe der Wissensdatenbank streikt für 24 Stunden.



Bild

Was ist passiert?

Wikipedia streikt. Also de.wikipedia.org.

«Zum aller­ersten Mal wird die deutsch­spra­chige Commu­nity von Autorinnen und Autoren eine Komplett­ab­schal­tung durch­führen.»

Was heisst das?

Laut Vorankündigung sind auf der deutschsprachigen Website am 21. März 2019 keine Inhalte verfügbar.

Die deutschsprachigen Wikipedia-Autoren haben basisdemokratisch entschieden, dass die von ihnen verfassten und betreuten Inhalte vorübergehend nicht verfügbar sein sollen.

Andere Sprach­ver­sionen von Wikipedia wollten sich dem deutschen Beispiel anschliessen oder zumindest entsprechende Banner auf ihrer Haupt­seite anzeigen.

Freitag, 00.00 Uhr, soll der Streik beendet sein.

Die Aktion ist allerdings in der Wikipedia-Community umstritten, auch weil die Wahlbeteiligung an der Streikabstimmung äusserst gering ausfiel. Von den 4931 abstimmungsberechtigten Autoren haben sich nur 215 an dem «Meinungsbild» beteiligt. 146 stimmten für die Blockade, 69 dagegen.

Warum tun die das?

Aus Protest gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform und den umstrittenen Artikel 13. Hier geht's direkt zum Beitrag bei wikipedia.de.

Die Wiki­pedia-Autoren befürchten erheb­liche Einschrän­kungen durch die geplante Gesetzesreform. Wobei Wikipedia selbst von Artikel 13 ausge­nommen wäre. Dennoch, so die Befürch­tung der deutschsprachigen Commu­nity, «wird das freie Wissen selbst dann leiden, wenn Wiki­pedia eine Oase in der gefil­terten Wüste des Inter­nets bleibt.»

Weltweit auf Platz 5

«Selbst kleinste Internetplattformen müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden, was in der Praxis nur mittels fehler- und missbrauchsanfälliger Upload-Filter umsetzbar wäre», heisst es in einem Text, der auf der Wikipedia-Seite veröffentlicht wurde.

«Zudem müssten alle Webseiten für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten», hiess es weiter. «Beides zusammen könnte die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit erheblich beeinträchtigen.»

Die deutschsprachige Wikipedia umfasst aktuell knapp 2,3 Millionen Artikel und wird etwa 30 Millionen Mal am Tag abgerufen. Weltweit steht Wikipedia laut eigener Angaben auf Platz 5 der meistaufgerufenen Webseiten

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

(dsc)

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59
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    Alle Leser-Kommentare
  • MadlenM 21.03.2019 13:21
    Highlight Highlight https://www.wikiwand.com/ funktioniert übrigens, ist auch viel angenehmer zum Lesen.
  • Jute-statt-Plastik-Tagträumer 21.03.2019 11:33
    Highlight Highlight Tolle Aktion, Wikipedia, aber stellt euch mal vor, Youporn und Co. würden das am 23. machen ;) dann sind die Demos aber voll mit Menschen ;)
  • Triple A 21.03.2019 10:30
    Highlight Highlight Mist, mein Gedächtnis ist weg!
  • Der Kaktuszüchter 21.03.2019 10:15
    Highlight Highlight Meine App in Österreich ist online .
    Nur der Artikel des Tages ist offline .
  • Pointer 21.03.2019 09:59
    Highlight Highlight via Leseansicht, kann man die Artikel im Browser auch noch lesen.
  • leu84 21.03.2019 08:36
    Highlight Highlight Die englische Wikipedia-Seite ist wohl keine Alternative? ;)
    Wer ohne Wikipedia im Internet surfen kann, der hat das Internet noch nie gelebt.
    • bansaighdear 21.03.2019 08:54
      Highlight Highlight Hä? Wieso? Ich verzichte wo ich nur kann auf Wikipedia und glaub mir, dafür komme ich im Netz ganz schön herum, denn richtige Recherche ist mehr als Wikipedia und mehr als ein Lexikon.
  • Blitzsammler (formerly unknown as xilef) 21.03.2019 08:14
    Highlight Highlight Gegen die heutigen Entzugssymptome: http://de.uncyclopedia.wikia.com/wiki/Hauptseite
  • Der Rückbauer 21.03.2019 08:14
    Highlight Highlight Wehe, die letzte Oase in der Manipulations- und Verblödungswüste vertrocknet!
  • bansaighdear 21.03.2019 07:51
    Highlight Highlight Na ja, dass Wikipedia mal offline ist, wäre eine gute Sache. Dann müssten sich viele Leute wieder richtig informieren. Die Sache mit Artikel 13 ist so eine Sache .... ich habe den Gesetzestext tatsächlich gelesen, und da gäbe es schon Lösungen, das Ganze zu umgehen. Bringt doch mal einen Artikel, wo der Gesetzestext drin ist, denn wahrlich, ich brauchte fast 30 Minuten bis ich den Text fand und nicht ein Mimimi-Manifest über Artikel 13.
    • jimknopf 21.03.2019 08:11
      Highlight Highlight Sich darüber ergötzen, dass sich Leute wieder richtig informieren müssen aber einen Satz später sich darüber beklagen, dass Sie 30 Minuten suchen müssen für den Gesetzestext.

      Genau mein Humor!
    • bansaighdear 21.03.2019 08:52
      Highlight Highlight @jimknopf
      Danke. 😁 Aber jetzt mal ehrlich, es geht mir darum dass sich alle darüber enervieren, aber den Text selber kaum irgendwo hinterlegen oder verlinken. Oder hab ich den Link nur übersehen?
    • jimknopf 21.03.2019 09:42
      Highlight Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Urheberrechtsreform_der_Europ%C3%A4ischen_Union

      Hier ist der Link.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lörrlee 21.03.2019 07:49
    Highlight Highlight Zum Glück gibt's ja noch www.stupidedia.org

    Auf jede Fall blöd für jeden Schüler, der für seinen morgigen Vortrag 2 Monate prokrastiniert hat.
    • em0 21.03.2019 08:03
      Highlight Highlight Was bedeutet „prokrastiniert“? Mist, genau jetzt ist Wiki nicht erreichbar...
    • Calvin Whatison 21.03.2019 08:41
      Highlight Highlight Em0: das können Sie aufschieben oder auf Eis legen bis morgen, dann ist Wiki ja wieder abrufbar... 🤣🤣🤣
    • qolume 21.03.2019 14:25
      Highlight Highlight Herrlich, Herr Meta-Calvin 😂
  • koks 21.03.2019 07:43
    Highlight Highlight 5 Mio Bürger haben mit ihren gesammelten und bei der EU deponierten Unterschrift gegen dieses neue Gesetz protestiert. Und fast keine Zeitung hat darüber berichtet. Offenbar kein Lieblingsthema der Zeitungen, weil...
    mh, die würden ja mitverdienen am neuen Gesetz.
    • JonahI 21.03.2019 09:20
      Highlight Highlight Genau, aber wenn sich eine (mehrheitlich deutsche) Mehrheit bei einer unverbindlichen Umfrage gegen die Zeitumstellung ausspricht, ist ein riesiges Medien-Echo und die EU will das sofort umsetzen.
  • Caturix 21.03.2019 07:19
    Highlight Highlight Klar ist es gut, aber aus Schweizer Sicht bringt es nichts, da wir fast null Einfluss haben, was die EU entscheidet.
    • El Vals del Obrero 21.03.2019 08:37
      Highlight Highlight Die allemanische (dazu gehört auch Schweizerdeutsch) Wikipedia streikt ja auch nicht:

      https://als.wikipedia.org
  • Don Huber 21.03.2019 07:12
    Highlight Highlight Die EU mit ihren geilen Gesetze die sie immer wieder einführen. Ein Verein den man nicht braucht. Mann ich hasse die EU so fest.
    • Utschli 21.03.2019 07:17
      Highlight Highlight Wow, sehr differenziert und sachlich, was du hier schreibst.
    • Ton 21.03.2019 07:41
      Highlight Highlight Ich profitiere im Alltag sehr von der EU. Ich darf ohne Aufwand ins Ausland arbeiten gehen, ich kann ohne Personenkontrolle über unsere Grenzen, ich kann studieren wo ich will oder unbürokratisch Auslandsemester machen, ich muss nicht zig Währungen auf Reisen haben, usw. usf.

      Ich finde es gefährlich, dass wir Schweizer teilweise vergessen was alles Positives aus der EU und den Bilateralen entstanden ist. Genau so steuern wir sonst auf unseren eigenen Brexit zu.
    • illoOminated 21.03.2019 07:47
      Highlight Highlight @Don Huber
      Dieselben lobbyistischen Kräfte, die in der EU solch "geile" Gesetze durchboxen, existieren in der Schweiz genauso.
      Wenn Sie die EU hassen ist die Wahrscheinlichkeit sogar gross, dass Sie genau diesen Kräften ihre Stimme geben - nur wissen Sie's wahrscheinlich nicht, da die Schweizer Politik (ich hätte nie gedacht das mal so zu sagen) genauso intransparent ist wie jene der EU.
    Weitere Antworten anzeigen
  • franzfifty 21.03.2019 06:58
    Highlight Highlight Alle Sprachen sollen da mitmachen. Denn man soll die Leute darauf hinweisen, was sich die EU da erlaubt. Noch besser wäre es, alle Einträge zur EU zu löschen und entsprechend Hinweise dazu.
  • Natürlich 21.03.2019 06:23
    Highlight Highlight Gute Aktion, hoffentlich nützt es etwas!
  • katerli 21.03.2019 06:21
    Highlight Highlight Halb so schlimm. Es gab ein Leben vor Wikipedia, eines danach sowieso. Abgesehen davon ist die Plattform auch nur eine von vielen Wildereien im Internet. So als „fastinfo“ super, aber wer ernsthaft recherchieren will sollte das selbst tun und nicht Wikipedia nachplapern und dann meinen er/sie habe unwiederlegbares Wissen. Je länger ich über „Artikel 13“ nachdenke desto sinvoller finde ich diesen Versuch die Internet Wilderei ein wenig einzudämmen. Am Ende ist Wikipedia auch nur eine Meinungsbilderin die grossen Einfluss auf den Mainstream hat. Ich persönlich könnte sehr gut ohni Sie leben.
    • Pius C. Bünzli 21.03.2019 06:45
      Highlight Highlight Internet-Zensur sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen..
    • Scipia della Rovere 21.03.2019 06:49
      Highlight Highlight Es gibt ein Leben vor der Demokratie und es gibt ein Leben danach. Sicherlich. Aber wollen wir ein solches Leben? Wollen wir Freiheiten eingeschränkt sehen? Es geht hier nicht um die Plattform Wikipedia, sondern um ein Prinzip. Wie weit darf die Politik den freien Zugriff und den freien Austausch von Wissen im Netz verhindern?
    • Miikee 21.03.2019 06:50
      Highlight Highlight Man nehme einen Wikipedia-Artikel auf Deutsch und liest in danach noch auf Englisch. Es gibt teils erhebliche Unterschiede. Schon gesehen, dass Höhenangaben von Bergen variieren je nach Sprache.

      Von dem her, wer wirklich sicher sein möchte, muss zwingend selber recherchieren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • phipug93@gmail.com 21.03.2019 06:20
    Highlight Highlight Via Wikipanion-App ist der Zugang immer noch möglich 😁
    • @schurt3r 21.03.2019 06:51
      Highlight Highlight Sie lebe hoch, die App! 😉

      https://www.watson.ch/!572765889
    • remim 21.03.2019 07:21
      Highlight Highlight Wer Wikipedia auch in Funklöchern und am Ende der Welt benutzen möchte, dem sei auch die offline Version (kiwix.org) empfohlen.
    • Pius C. Bünzli 21.03.2019 08:01
      Highlight Highlight Oder einfach die CDs mit dem Lexikon drauf aus dem Keller holen..
    Weitere Antworten anzeigen
  • McStem 21.03.2019 06:12
    Highlight Highlight Über die Android-App funktioniert es übrigens. Gilt also wahrscheinlich nur für Browserzugriffe.
  • tzhkuda7 21.03.2019 01:33
    Highlight Highlight Das müssten die mal zwei Wochen machen, dann wär was los an den Schulen ;D
    • chnobli1896 21.03.2019 07:10
      Highlight Highlight Dann gäbs nur noch Fridays for Wikipedia Demos ;-)
    • Chriguchris 21.03.2019 08:54
      Highlight Highlight Nicht die Unis vergessen, recht hast du^^
  • Billy Meier 21.03.2019 01:04
    Highlight Highlight Kein Problem, Watson-User können auf Huberpedia zurückgreifen!
  • Korrekt 21.03.2019 00:23
    Highlight Highlight Unglaublich. Und das von der EU. Als fleissiger Kommentarleser auf Watson, habe ich gedacht, das sei eine coole Organisation.
    • @schurt3r 21.03.2019 06:00
      Highlight Highlight ...
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    • Blister 21.03.2019 06:42
      Highlight Highlight Das beste ist, dass man mit Schweizer IP auf die Webseite des Europaparlaments umgeleitet wird... Würde Wikipedia nicht offline sein, könnte man dort nachlesen, dass die Schweiz NICHT in der EU ist.
    • The Count 21.03.2019 06:58
      Highlight Highlight Hoi, i bims der Schurter. Da es gif hihi.... 🙄
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