DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

TV-Prognose: Rebelo de Sousa gewinnt Präsidentenwahl in Portugal

24.01.2016, 21:1725.01.2016, 07:58
Hat allen Grund zur Freude:&nbsp;Rebelo de Sousa.<br data-editable="remove">
Hat allen Grund zur Freude: Rebelo de Sousa.
Bild: Armando Franca/AP/KEYSTONE

Unter reger Beteiligung haben die Wahlberechtigten in Portugal am Sonntag den Nachfolger von Präsident Aníbal Cavaco Silva gewählt. Nach allen Umfragen wird der konservative Politiker und Rechtsprofessor Marcelo Rebelo de Sousa einen deutlichen Erfolg feiern. Unklar blieb am Abend, ob eine Stichwahl gegen den Zweitplatzierten noch nötig ist.

Möglicherweise kann der 67-Jährige nämlich bereits in der ersten Runde die nötige absolute Mehrheit erringen. Laut den Befragungen für verschiedene Fernsehsender wählten zwischen 49 und 55,7 Prozent den Fernsehkommentator.

Für den Wahlsieg in der ersten Runde ist ein Stimmenanteil von mindestens 50 Prozent erforderlich. Die Stichwahl am 14. Februar wäre dann nicht nötig. Aussagekräftige amtliche Ergebnisse werden vor Mitternacht (MEZ) erwartet.

Im Rennen um die Nachfolge des nach zwei Amtsperioden am 9. März abtretenden konservativen Amtsinhabers Aníbal Cavaco Silva kam António Sampaio da Nóvoa nach der Prognose auf Platz zwei. Der sozialistisch orientierte langjährige Rektor der Universität Lissabon soll zwischen 22 bis 25 Prozent erhalten haben.

Das Staatsoberhaupt hat in Portugal relativ viel Macht. Der Präsident, der für fünf Jahre gewählt wird, kann sowohl sein Veto gegen Gesetze einlegen als auch das Parlament auflösen und Neuwahlen ausrufen.

Für Portugal ist es die neunte Präsidentenwahl seit der Nelkenrevolution von 1974. Mit zehn Bewerbern traten so viele Kandidaten wie noch nie zuvor bei Präsidentenwahlen in Portugal an.

Volksnaher Stil

Rebelo de Sousa hatte im Wahlkampf mit seinem volksnahen Stil für viel Aufsehen gesorgt und seine Gegner auch in den Umfragen bald in den Schatten gestellt. Obwohl er der liberalen oppositionellen Sozialdemokratischen Partei (PSD) angehört, versicherte er mehrfach, er werde der noch jungen Linksregierung des sozialistischen Ministerpräsidenten António Costa Beistand leisten.

Die geplante Abschwächung des Reform- und Sparprogramms dürfe allerdings nicht zu Lasten der Budgetdisziplin gehen, warnte der Kandidat. Der über Jahre mit internationalen Hilfskrediten unterstützte EU-Staat mit gut zehn Millionen Einwohnern hat noch keinen Haushalt für 2016. Die Regierung von Costa versprach aber, dass man mit einem Defizit von 2,6 Prozent der Wirtschaftsleistung die Auflagen aus Brüssel auf jeden Fall einhalten wolle. (sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Tausende protestieren in Polen gegen Urteil des Verfassungsgerichts

In Polen haben landesweit Tausende von Menschen gegen ein umstrittenes Urteil des Verfassungsgerichts und für den Verbleib ihres Landes in der EU demonstriert. In Warschau versammelten sich die Demonstranten auf dem Schlossplatz. Sie schwenkten polnische und Europa-Flaggen und riefen: «Wir bleiben» und «Wir sind Europa!». Auch in Danzig, Posen, Stettin, Krakau und vielen weiteren Städten gab es Proteste.

Das Verfassungsgericht des Landes hatte kürzlich geurteilt, dass bestimmte Elemente des …

Artikel lesen
Link zum Artikel