SRF-Arena
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organspende

«I schänke dir mis Herz» – das Motto der jüngsten SRF-Arena zum Thema Organspenden. Bild: shutterstock

Comedian Büssi teilt in der Organspenden-«Arena» gegen alle aus

Sollen wir alle automatisch zu Organspendern werden? Darüber wurde in der jüngsten Arena diskutiert. Geladen war unter anderem Comedian und SRF-3 Moderator Stefan Büsser. Doch zum Lachen zu Mute war es dem 34-Jährigen nicht einmal ansatzweise.



Mit 113'000 Unterschriften wurde die Volksinitiative «Organspende fördern – Leben retten» diesen Freitag bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Für Moderator Jonas Projer Anlass, das Thema Organspende im «Arena»-Studio zu diskutieren.

Die sogenannte «Widerspruchsinitiative» sieht eine Verfassungsänderung vor, die auf dem Grundsatz einer «vermuteten Zustimmung» beruht. Damit würden alle Menschen zu Organspendern, sofern sie dem zu Lebzeiten nicht explizit widersprochen haben oder die Angehörigen nicht wissen, ob sich die verstorbene Person gegen eine Organspende ausgesprochen hat.

Von Projer geladen waren illustre Gäste, darunter der Comedian und SRF 3-Moderator Stefan Büsser oder alt National- und Ständerat Felix Gutzwiller. Büsser kämpft an vorderster Front für die Organspende. Das, weil der Comedian selbst bald auf eine neue Lunge angewiesen sein könnte. Der 34-Jährige leidet an der Erbkrankheit Cystische Fibrose. Wegen eines Zelldefekts bilden sich in seinem Körper zähflüssige Sekrete, die allen voran die Lunge angreifen. Entsprechend emotional beteiligte sich Büsser auch an der Diskussion.

Überraschend war die Position der alt Grünen-Nationalrätin Yvonne Gilli. Während meist die bürgerliche Seite die Rolle des Nein-Sagens übernimmt, kämpfte Gilli vehement gegen die geforderte Widerspruchslösung. Sie selbst habe sich zwar für eine Organspende entschieden, sei aber gegen die lancierte Initiative. Der Sterbeprozess sei eine sehr heikle Phase, die allen voran die Angehörigen betreffe. «Hier reicht eine Widerspruchslösung nicht. Es braucht eine viel sorgfältigere Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende.» Gilli appelliert an die Bildung. «In der Schule ist das Thema Tod ein Tabu. Das muss sich ändern.»

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Wenig davon hält alt-Parlamentarier Felix Gutzwiller. Einmal das Wort erhalten, redet er sich in Rage. «Pro Jahr sterben 70 bis 100 Menschen, die auf ein neues Organ warten. Dieser Zustand ist einfach nicht mehr haltbar, es muss sich jetzt etwas ändern.» Er überlasse es zwar jedem selbst, zu entscheiden, ob man seine Organe spenden wolle oder nicht. «Aber eine solche Widerspruchslösung wäre ideal für diejenigen Menschen, die ihre Organe eben nicht spenden wollen. So müssen sie nur einmal Nein sagen und der Fall ist klar.»

Zwei Reihen links von Gutzwiller steht Peter G. Kirchschläger, Professor für theologische Ethik an der Universität Luzern. Eben noch zu Gast in der «Arena» zu 5G, darf Kirchschläger auch in der Organspende-Arena seine Meinung zum Thema kundtun. Für ihn ist die Widerspruchslösung eine Verletzung der Menschenrechte. «Unser Körper gehört uns. Wir haben ein Recht auf Selbstbestimmung, diese Initiative verletzt dieses Recht», so Kirchschläger.

«Das letzte was ich will, ist jemanden dazu zwingen. Ich will kein Organ von jemanden, der nie spenden wollte.»

Stefan Büsser

Comedian Büsser ist’s ob dieser Aussage keineswegs zum Lachen zu Mute. «Das letzte was ich will, ist jemanden dazu zwingen. Ich will kein Organ von jemanden, der nie spenden wollte.» Doch seine Erfahrung habe gezeigt, dass nur die Widerspruchslösung funktioniere. «Glauben Sie mir, mir wäre es auch lieber, wir bräuchten diese Initiative nicht.» Er kämpfe seit Jahren für die Organspende. Doch passieren tue «rein gar nichts». «Das tut als Betroffener unglaublich weh.»

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Eine weitere Kritikerin der Initiative sitzt im Publikum. Sie hat sich im Vorfeld der Sendung gemeldet. Die Mutter und Hausfrau Alica Engler beginnt mit einer aufhorchenden Aussage: «Mit 22 Jahren ist man unsterblich, man setzt sich nicht damit auseinander was passiert, wenn man einmal stirbt.» So jung sei man noch nicht bereit, solch einschneidende Entscheidungen zu fällen.

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«Es freut mich für sie, dass sie das Gefühl hatten, sie wären mit 22 Jahren unsterblich. Diese Vorstellung hat man mir mit 13 bereits genommen», kontert Büsser sichtlich angespannt. Doch Engler stichelt weiter: «Das ist auch eine Lebenshaltung Herr Büsser, ob man neue Organe braucht oder nicht.» «Bei mir geht’s nicht um eine Wellnessoperation, es geht ums Überleben!», faucht Büsser zurück.

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Bevor der Wortwechsel komplett eskaliert, greift Moderator Projer ein. Er sei Büsser dankbar, dass er hin stehe und über ein so persönliches Thema spreche. «Aber die Frage, ob sich so junge Leute bereits mit dem Tod auseinandersetzen müssen, ist berechtigt.»

In die Bresche für Büsser springt Franz Immer, Direktor von Swisstransplant. Aus der zweiten Reihe bemerkt er, dass sich die Jungen sehr wohl mit dem Thema auseinandersetzen und sich keineswegs für unsterblich halten. «Es ist sehr plakativ zu sagen, dass man als Teenager nicht über den Tod reden will. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten jungen Menschen dem Organspenden sehr positiv gegenüber stehen.»

Mit dem Finger auf Kirchschläger und Gilli deutend fügt Immer an: «Ihr verteidigt ein System, das unzumutbar ist für die Angehörigen. Sie müssen sich im Moment des Todes innert kürzester Zeit dafür entscheiden, ob die Organe gespendet werden sollen oder nicht. Diese Situation ist nicht tragbar.»

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«Es gibt auch andere Wege, die Angehörigen auf diesem Weg besser zu unterstützen», kontert Kirchschläger mit ruhiger Stimme. Welche Wege das genau sind, führt der Ethiker aber nicht weiter aus.

Um die volle Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft zurückzugewinnen, packt Moderator Projer nach drei Vierteln der Sendung seine stärkste Waffe aus. Im Publikum sitzt eine junge Frau, die dank einer Herzspende heute ein normales Leben führen kann. 31 Tage bangte Michelle Hug wegen eines angeborenen Herzfehlers auf ein Spenderherz. Sie hatte Glück. Hugs Geschichte legt einen Schleier der Stille über die Arena. Selbst Projers Fragen werden kaum merklich leiser. Doch Hug scheut sich keineswegs davor klar und deutlich Stellung zu beziehen: «Ich akzeptiere, wenn sich jemand gegen eine Organspende ausspricht. Aber dann selbst Organe annehmen – das kann ich nicht nachvollziehen.»

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Mit ihrer gefassten Art bringt die junge Frau selbst Ethiker Kirchschläger ins Rudern. An ihn gewandt fragt sie provokativ: «Aber finden sie es richtig, dazustehen und zu sagen ‹Organe nehme ich, aber spenden will ich nicht›. Wo kommen wir denn da hin?»

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Kirchschläger gerät ob der Frage einen kurzen Moment ins Stocken. Natürlich sei es ethisch wünschenswert, Organe zu spenden. «Aber genauso wie man jemanden der nicht abstimmt, nicht die politischen Rechte aberkennen kann, ist das auch beim Organspenden. Das Recht auf Gesundheit haben alle Menschen.»

Ganz zum Schluss schreitet Arena Dompteuer Projer wieder ins Publikum. Und übergibt den viel zitierten «jungen Menschen» ein letztes Mal das Wort. Ein junger Herr nutzt die Gunst der Stunde und meint: «Vielleicht sollten wir unsere Zeit besser nutzen und uns anstatt die drei Memes auf Insta anzusehen, uns mit Organspenden auseinandersetzen.»

mit Material von sda

Statistiken zu Transplantationen in der Schweiz

Ab 1. Oktober können sich Organspender online registrieren

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der_Andere 24.03.2019 21:45
    Highlight Highlight Wer Organspender ist oder Spender sein möchte, aber nicht spenden kann, sollte schlicht bevorzugt behandelt werden im Falle einer nötigen Spende. Aufrücken auf der Liste.

    Wer nicht spenden will, aus Gründen, sollte nur eine Spende erhalten, wenn ein Organ vorhanden ist und sonst kein Empfänger, der Spender wäre, eine Transplantation braucht.
    Wer nicht spenden will, aber auf der anderen Seite eine Spende empfangen würde, soll doch verrecken, wie die armen Seelen, deren Leben er vielleicht hätte retten können, wäre die Situation andersherum gewesen. Kein Mitleid bei solch asozialer Doppelmoral.
  • Dönergott 24.03.2019 20:12
    Highlight Highlight Wie wär‘s damit: Organspender erhalten eine billigere Krankenkassenprämie, während die der Nichtspender erhöht wird(falls sich durch die zusätzlich gespendeten Organe die Kosten nicht sowieso erübrigen).
  • Dragan 24.03.2019 18:42
    Highlight Highlight Mich würde es interessieren, wie viele überhaupt wissen wie der Hirntod diagnostiziert und somit die Organspende der Person überhaupt möglich wird...
  • Lanzette 24.03.2019 09:41
    Highlight Highlight Ich finde es höchst problematisch, dass der Mensch sich anmasst, zu entscheiden, ab wann ein Mensch, als tot erklärt werden darf. Sehr willkürlich! Ich befürchte, dass so Menschen quasi legitimiert ermordet werden, um Profit zu machen. Es gibt Opfer, bei denen man Organe entnehmen wollte und die Angehörigen dagegen waren. Die angeblich hirntote Person erwachte wieder. Man stelle sich vor, man hätte ihr die Organe genommen. Und wer weiss genau, wie der Sterbeprozess abläuft? Genau! Niemand, der nicht schon verstorben ist! Es gibt die Möglichkeit Organe zu klonen. Forscht mal da mehr.
    • Lami23 24.03.2019 16:37
      Highlight Highlight Nein Mensch, der korrekt als Hirntod diagnostiziert wurde, erwacht nicht wieder. Sonst war er nicht Hirntod, ergo nicht richtig diagnostiziert. Hirntod und wieder aufwachen schliesst sich aus. Weisst du, wie eine Hirntoddiagnostik abläuft? (Glaube ich kaum, sonst würdest du nicht glauben, dass danach noch jemand wieder aufwacht.)
    • Dragan 24.03.2019 18:33
      Highlight Highlight @Lami23 Wenn du weisst wie eine Hirntoddiagnostik abläuft, willst du aber auch nicht, dass diese durchgeführt wird wenn du schlussentlich nicht Hirntod bist...
  • Maurice RiséFrisé 24.03.2019 07:26
    Highlight Highlight Also wo genau ist das Selbstbwstimmungrecht angegriffen. Der einzige Unterschiwd liegt ja lediglich darin, dass man sich "abmelden" muss und nich mehr "anmelden". Ist doch suber! Die meisten verpassen ja sowieso das Spenden darum, weil es sie einfach zu wenig interessiert. Wie auch, wenn ihre Orgabe gespendet werden. Die meistem woööen sich einfavh nicht damit befassen. Super Lösung. Super ethisch. Wäre bei mir genau das selbe. So wie bei einem Spwndenmatathon. Bin sofort dabei, bin ich angemeldet. Selber anmelden, tue ich mich aber nicht. Zu verhängt....oder zu wenig imteressiet.
  • goldmandli 23.03.2019 22:30
    Highlight Highlight Man muss das, meiner Meinung nach, viel pragmatischer angehen.

    Wie viele Organe benötigt ein Leichnam?

    Ganz genau. Kein einziges. Statt so egoistisch zu sein und eure Organe unter der Erde verrotten zu lassen, könntet ihr diese auch Menschen zur Verfügung stellen, welche ums Leben kämpfen.
    • Wasser99 24.03.2019 01:35
      Highlight Highlight finde ich auch!
    • DerMeiner 24.03.2019 07:10
      Highlight Highlight Das soll Egoismus sein? Über seinen eigenen Körper verfügen zu wollen?

      Sehr reflektierte Meinung, mol.
    • valve 24.03.2019 17:03
      Highlight Highlight Egoistisch?

      Hey wirklich herzlos sind doch die Organspender ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leee 23.03.2019 21:26
    Highlight Highlight Immer die Jungen -.- Ich bin 21 Jahre alt und habe meinen Organspendeausweis an meinem 18. Geburtstag ausgefüllt. Ausserdem wissen meine Eltern, dass ich Organe spenden will. Es ist von niemanden zu viel verlangt, sich damit auseinander zu setzen.
    • Wasser99 24.03.2019 01:37
      Highlight Highlight und dennoch machens die wenigsten..... auch ich hab ihn mit 18 ausgefüllt und trage ihn immer bei mir. ganz anders meine eltern.
  • Lami23 23.03.2019 20:29
    Highlight Highlight An alle, die gegen diese Initiative sind, sollten mal sehen, wie schwer es für die Angehörigen in dieser Situation oft ist, weil sie keine Ahnung haben, was ihr Angehöriger gewollt hätte. Das ist das Ziel: Das die Leute sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Ein Nein ist auch eine gute und klare Antwort.
    • Trompete 24.03.2019 10:02
      Highlight Highlight Die Initianten widersprechen sich doch am Laufband:
      Man sagt, es würde sicher nicht jemandem, der keinen formellen Widerspruch eingelegt, ohne Rücksprache mit den Angehörigen die Organe entnommen.

      Sprich: Man müsste viel mehr ein Obligatorium schaffen, dass die Leute zu Lebzeiten eine Aussage machen müssen, und nicht einfach den Grundsatz umkehren, was denn nun passieren soll, wenn nichts explizit vermerkt ist.
    • Lami23 24.03.2019 16:35
      Highlight Highlight Das ist kein Wiederspruch. Du kannst nicht einfach jemandem die Organe entnehmen, ohne vorher mit den Angehörigen zu sprechen, in welcher Form auch immer. Das wäre ethisch überhaupt nicht vetretbar.
  • Hoodie Allen 23.03.2019 20:26
    Highlight Highlight Das Hauptproblem liegt doch darin, dass sich viel zu wenige damit auseinandersetzen...

    Schlussendlich jeder wie er will, aber beschäftig euch mal mit dem Thema.
  • mrgoku 23.03.2019 20:23
    Highlight Highlight ich kenn es nicht verstehen wieso man nicht seine organe spenden will, wenn man damit einem menschen das leben schenken kann bzw. retten.. man stirbt und wird vergraben oder verbrannt... ist es wirklich so schlimm wenn da das herz oder sonst was nicht mitbegraben oder mitverbrannt wird?
    • B.H.G 23.03.2019 20:29
      Highlight Highlight Ja
    • goldmandli 23.03.2019 22:18
      Highlight Highlight Bin da voll deiner Meinung. Wenn ich tot bin, brauche meine Organe nicht mehr. Wenn ich die Möglichkeit habe, nach meinem Tod jemand anderem zu helfen, mache ich doch 1000 Mal lieber das, als die Organe in Rauch aufgehen zu lassen.
    • Trompete 24.03.2019 10:07
      Highlight Highlight Manche möchten dies aus religiösen Gründen nicht, da ihnen gemäss ihrem Glauben ohne "intakten" Körper ein Leben nach dem Tod verunmöglicht wird. Ich finde, dies gilt es zu respektieren, auch wenn ich selber nicht religiös bin.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Geissrob 23.03.2019 18:31
    Highlight Highlight Man sollte es so einrichten, dass nur eingetragene Orgenspender auch berechtigt sind ein Organ zu erhalten. So würde das Problem sehr schnell gelöst werden
    • goldmandli 23.03.2019 22:25
      Highlight Highlight Ich bin total dafür, dass man automatisch Organspender wird und sich aktiv dagegen entscheiden muss, aber können sie es moralisch mit ihnen selbst vereinbaren, einen Menschen sterben zu lassen, weil er kein Organspender ist, obwohl ein Spenderorgan zur Verfügung stehen würde? Also ich nicht.
    • DerMeiner 24.03.2019 14:26
      Highlight Highlight Wer sagt, dass eingetragene Spender schlussendlich auch etwas spenden? Warum sollten die Vorzug bekommen?
    • Der_Andere 24.03.2019 21:37
      Highlight Highlight @DerMeiner

      Niemand sagt, dass Spender schlussentlich tatsächlich spenden. Das ist aber auch völlig irrelevant. Ausschlaggebend ist die Absichtserklärung und die Bereitschaft zu spenden.

      Nicht spenden, aber Organe nehmen ist schlicht assoziales Verhalten.
  • Käuzchen 23.03.2019 17:46
    Highlight Highlight Geärgert hat mich die Aussage von Frau Engler, dass junge Menschen nicht gezwungen werden sollen, sich mit so einem Thema auseinaderzusetzen. Mit 18 darf man Auto fahren, abstimmen, über sein eigenes Leben entscheiden. Ich denke, in diesem Alter ist man sehr wohl bereit, sich Gedanken über die Organspende zu machen. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man immer "Nein" ankreuzen und seine Meinung jederzeit wieder ändern.
    Ich bin 23, habe seit meinem 19. Lebensjahr einen Organspendeausweis und es belastet mich kein bisschen.
    • E. Leu 24.03.2019 22:54
      Highlight Highlight bist Du genügend informiert? Schau mal dieses Viedeo an!
      Play Icon
  • nass 23.03.2019 17:07
    Highlight Highlight Das Leben ist endlich, das ist das was wir alle einfach einsehen sollten.
    Und es gibt auch mit Organspende kein unendliches Leben, dafür eines das unter Umständen auch weiter eine hochkomplexe medizinische Weiterbetreuung braucht. Und ob sich das jeder Organempfänger wirklich bewusst ist, bin ich mir ab der fehlenden Compliance von gewissen Empfängern die ich beruflich kenne nicht wirklich sicher.
  • Fairness 23.03.2019 15:13
    Highlight Highlight Wir sind Menschen. Menschen sind sterblich. Menschen sind keine Ersatzteillager. Jeder sollte sein Schicksal akzeptieren und das Beste daraus machen anstatt an sich rumexperimentieren zu lassen. Das würde auch die Krankenkassenprämien ein kleines bisschen senken.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.03.2019 15:16
      Highlight Highlight Sag das einem kind, das auf ein lebenswichtiges Organ wartet ins Gesicht.
    • _kokolorix 23.03.2019 17:23
      Highlight Highlight Der Mensch hört genau dann auf Mensch zu sein, wenn sein Gehirn aufhört zu funktionieren. Danach ist er nur noch eine Leiche. Sich dagegen zu wehren, dass in so einem Moment einem fühlenden, denkenden Menschen das Weiterleben zu ermöglichen und die noch funktionierenden Organe zu verbrennen oder den Würmern zu überlassen, ist unethisch, nicht andersherum
    • Fairness 23.03.2019 19:16
      Highlight Highlight @Planet ...
      Hätte ich gemacht bei meinen Kindern, falks es notwendig gewesen wäre. Kinder haben damit weniger Probleme alsso mancher Erwachsener. Was ust denn ein Leben mit ständigen Arztbesuchen, Medikamenten und ihren vielen Nebenwirkungen, weitere Einschränkungen usw. usw. für ein Leben? Nein, danke. Wir nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walser 23.03.2019 14:49
    Highlight Highlight Logisch und fair wäre, wenn nur Spendewillige auf eine Empfängerliste kämen. Zusätzlich noch eine Sperrfrist damit man sich bei Bedarf nicht rasch auf die Spendeliste mogeln kann. So wird auch niemand zu etwas gezwungen. Jeder kann tun undlassen was er will. Wer nicht gibt, bekommt nicht. Sehr sozial und für alle gleich.
    • Walser 23.03.2019 18:07
      Highlight Highlight @bansaighdear. Wenn das nachweislich so ist, müssen diese Menschen selbstverständlich auch empfangen können. Es geht ums Prinzip dass wir endlich und nicht nur bei diesem Thema, diejenigen Menschen belohnen, die bereit sind etwas zu geben.
    • schwupsiwups 24.03.2019 08:18
      Highlight Highlight und wer keine Steuern bezahlt bekommt dann keine Sozialhilfe?
  • René Obi (1) 23.03.2019 13:21
    Highlight Highlight Ich behaupte mal, dass man mit der vermuteten Zusage um ein Vielfaches näher an der Realität liegt, als mit der vermuteten Verweigerung.
    • _kokolorix 23.03.2019 17:27
      Highlight Highlight Da bin ich ganz sicher. Schon nur meinen halbwüchsigen zu erklären, dass sie sich darum kümmern müssen eine Prüfung zu machen bevor der Lehrfahrausweis abgelaufen ist, ist ein schier aussichtsloses unterfangen. Dass diese sich aktiv um einen Organspenderausweis kümmern ist völlig ausgeschlossen, obwohl sie nicht die geringsten Bedenken wegen der Spende selbst haben
    • BaBa17 24.03.2019 10:08
      Highlight Highlight Kann ich nur bestätigen. Vor kurzem haben wir in einer Runde von 12 Leuten über dieses Thema gesprochen. 11 von 12 waren absolut dafür ihre Organe zuspenden. Auf die Frage wer den alles einen Spendeausweis hat, waren es nur 2. Leider muss ich sagen das auch ich zu denen gehörte. Habe aber in der Zwischenzeit auch einen Spendeausweis.
  • Pixie13 23.03.2019 13:17
    Highlight Highlight Mit 22 Jahren ist man unsterblich? Die gute Frau soll sich gerne mal etwas genauer informieren und vielleicht mal in einem Spital arbeiten. Der "Mensch" ist ab der Befruchtung sterblich...
    • Goon 23.03.2019 15:40
      Highlight Highlight Mit 22ig fühlen sich die meisten unsterblich. So war es wohl gemeint und die Dame hat nicht so unrecht
    • Pixie13 23.03.2019 22:45
      Highlight Highlight Nun gut, da wirst di vmtl. recht haben.
      Ich erachte es als angebracht, auch mal eine andere Sichtweise anzuschauen. Denke viele z.B. politische Karrieren beginnen in diesem Alter...wenn nicht schon vorher. Warum auch nicht eine Thema, das einem früher oder später blüht? Sterben müssen/dürfen wir alle einmal...
  • FliegenderTeppich 23.03.2019 12:52
    Highlight Highlight Somit stirbt der Patient/ die Patientin auf dem Operationstisch und die Angehörigen haben keine Chance, sich zu verabschieden. Die Organentnahme erfolgt zudem ohne Anästhesie und Krankenhausangestellten zufolge, gibt es diverse Fälle von extremen Reflexen und eine extreme veränderung der Vitalwerte, was darauf schliessen lässt, dass die Patienten/Patientinnen Schmerzen haben.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.03.2019 15:18
      Highlight Highlight Das Rückenmark kann noch Reflexe auslösen.
      Und auch das herz funktioniert unabhängig von Gehirn, wenn der Sinusnerv noch intakt ist.
      Ist das Gehirn erst einmal tot, EEG zeigt Nulllinie und die Atmung funktioniert nicht mehr, gibts kein zurück mehr.
    • Noschi 23.03.2019 15:56
      Highlight Highlight Angestellten zufolge - nun ja, was man nicht so alles hört..... köare quellen bitte!
    • _kokolorix 23.03.2019 17:41
      Highlight Highlight Ich glaube, es ist mehr als erwiesen, dass der Mensch nach dem Hirntod keine Schmerzen mehr empfindet. Reflexe des Körpers sind nicht dasselbe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FliegenderTeppich 23.03.2019 12:52
    Highlight Highlight Habt ihr euch schon mal kritisch damit auseinandergesetzt? Um die Organe entnehmen zu können, muss der Körper noch durchblutet sein. Die Medizin hat in den 60er-Jahren den Begriff „Hirntod“ eingeführt, um die Organentnahme zu legitimieren. Der „Hirntod“ ist ein Konstrukt und lässt viele glauben, dies sei gleichzusetzen mit dem Tod. Jedoch gibt es zahlreiche Fälle, welche beweisen, dass auch Patienten/Patientinnen mit einem diagnostizierten „Hirntod“ wieder ein völlig normales Leben führen konnten.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.03.2019 15:21
      Highlight Highlight Das stimmt nun echt hinten und vorne nicht.
      Der Hirntod ist ein unumkehrbarer Zustand.
      Es gibt keine spontane Atmung mehr, die Hirnströme sind erloschen. Davon ist noch niemand aufgewacht.
      Bei einem Koma ist es was anderes, aber ein Koma ist noch extrem weit vom Hirntod entfernt.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.03.2019 15:21
      Highlight Highlight Übrigens, nenn uns doch bitte die entsprechenden Fälle.
    • Noschi 23.03.2019 15:56
      Highlight Highlight Zahlreiche fälle: welche konkret?
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdiB 23.03.2019 12:32
    Highlight Highlight Eine frage ble8bt bei mir aber offen. Wenn das gesetz durch kommt und meine organe zur spende entnohmen werde, wer garantiert mir dass es wirklich ein notbedürftiger bekommt, der es dringent braucht und noch sein leben vor sich als ein 70/80 jähriger.
    Mir sind geschichten zu ohren gekommen dass oft das geld eine rolle spielt. Daher sollte es geregelt sein wer eher wirklich ein neues organ braucht und jenes, weil es ja eine spende ist, auch um sonst bekommt. Auch für drittweltländer sollten dann unsere organe zur verfügung stehen und diese auch umsonst. Ansonsten sage ich nein.
    • achsoooooo 23.03.2019 13:20
      Highlight Highlight @AdiB "Mir sind Geschichten zu Ohren gekommen" ist als Quelle ganz eindeutig nicht ausreichend.
    • Rosa Vermelha 23.03.2019 19:53
      Highlight Highlight Es gab mal auf SRF eine Dok zu diesem Thema, da wurden sehr klare Worte gesprochen über die Notwendigkeit einer Transplantation im hohen Alter, abgewägt, ob der Patient sich danach auch an die Bestimmungen wie korrekte Medikamenteneinnahme etc. halten kann/will. Da spielen viele Faktoren mit und keine Entscheidung wird leicht gefällt.
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  • Emperor 23.03.2019 12:15
    Highlight Highlight Es geht ja nicht drum Lebenden die Organe zu entnehmen sondern Toten. Du bist dann tot verdammt nochmal, wieso willst du dann mit einem Herzen in der Erde vermodern, das jemandem das Leben retten könnte? Von dem hast nämlich nix mehr. Und auch an alle Gläubigen ich glaube nicht, dass euer Gott euch den Eintritt ins Paradies verweigert weil ihr selbst im Tod eine gute Tat vollbracht habt.
    • Cédric Wermutstropfen 23.03.2019 13:51
      Highlight Highlight Ja, aber man muss sich bewusst sein, dass man somit jemandem, irgend jemandem, das Leben retten kann, was per se eben nicht eine gute Tat sein muss, das ist Ansichtssache. Ich mag diese Initiative überhaupt nicht, weil die Initianten sich so gebahren, als hätten sie einen moralischen Absolutheitsanspruch. Mich erinnern sie eher an Aasgeier. Wenn die Initiative angenommen wird, dann werde ich meine Spenderkarte in den Müll schmeissen und eintragen lassen, dass ich nicht spenden will.
    • Ribosom 23.03.2019 16:15
      Highlight Highlight Man ist bei der Entnahme nicht tot. Einem Verkehrstoten werden auf der Strasse keine Organe entnommen, aber bei Hirntoten schon. Das Gehirn arbeitet nicht mehr und die Patienten sind daher an einer Herz-Lungen-Maschiene angeschlossen, um die Blutzirkulation aufrecht erhalten zu können. Sobald das Herz still steht, fängt das Gewebe an abzusterben.
      Nun aber, wer garantiert den Hirntot? Es werden Hirnströme gemessen und Reflexe getestet. Aber es ist nie zu 100% sicher. Danach werden dem Patienten die Organe aus dem noch lebenden Körper entnommen.

      Ich sterbe lieber als ausgeweidet zu werden.
    • _kokolorix 23.03.2019 17:46
      Highlight Highlight @Cedric
      Deine Reaktion erinnert an einen Dreijährigen während einer Trotzattacke...
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  • Freshmeat 23.03.2019 11:36
    Highlight Highlight Meine Schwester lebt heute nur noch, weil Sie mit 20 Jahren eine Spender-Lunge erhalten hat (gleiche Krankheit wie Büssi). Diese Transplantation hat meiner Familie und unserem Umfeld die Augen geöffnet.

    Achtet & diskutiert mal in eurem Umfeld darüber. Ihr werdet erstaunt sein, wie schnell man jemanden findet der ein transplantiertes Organ hat.

    Die besten Botschafter sind Menschen mit einem transplantierten Organ.
  • Palpatine 23.03.2019 11:05
    Highlight Highlight «In der Schule ist das Thema Tod ein Tabu. Das muss sich ändern», so die Alt-Nationalrätin der Grünen Gilli.

    Meine Güte, müssen wir Lehrer jetzt wirklich alles übernehmen?!? Ich behandle das Thema mit meinen Klassen eigentlich immer (vor Jahren ist in den Sommerferien eine Schülerin gestorben, seitdem ist es Programm bei mir), aber dazu wirklich reif ist der Grossteil der 14- oder 15-jährigen nicht wirklich.

    • MyErdbeere 23.03.2019 14:20
      Highlight Highlight Wäre eher etwas für einen ABU-Unterricht in einer Berufslehre oder auch für den Gymer. Sie haben absolut recht, die Volksschullehrer sind bereits jetzt im kritischen Bereich punkto Arbeitsmenge und wenn man Pech hat, kommen die Eltern immer meckern, weil ihnen sowieso nichts passt. Kann da nur zustimmen!
  • Patho 23.03.2019 10:53
    Highlight Highlight Wenn jemand wirklich gegen die Organspende ist, wird er/sie dies auch mitteilen. Vielen ists (genug) egal, als dass sie sich den Aufwand machen, einen Organspendeausweis auszufüllen, dazu kommt, dass man den im entscheidenden Moment eh nicht dabei hat und es (leider) kein nationales Register dafür gibt.
    Dass nur Menschen Organe empfangen können, die auch spenden würden, versteht sich von selbst (Ausnahme Minderjährige), nur nehmen und nicht geben gibt es nicht!
    Nächstenliebe aktiv zeigen, statt gute Organe im Boden verrotten zu lassen, oder zu verbrennen.
    • m.e. 23.03.2019 18:21
      Highlight Highlight ich muss sie korrigieren, neuerdings kann man sich online registrieren, im internet, welches mit einem brief von ihnen rückbestätigt werden muss. sie können noch letzte worte an die hinterbliebenen richten. unbedingt machen.
    • maude 23.03.2019 18:30
      Highlight Highlight Naja..Geh grundsätzlich einher finde diese 'Nur nehmen aber nicht geben' -Argumentation allerdings etwas heuchlerisch wenn ich anguck, wie wir ganz allgemein leben.
      Wie viel nehmen wir ohne zu zurückgeben und scheren uns einen Dreck darum, woher es kommt und wie wir die Balance herstellen könnten...
  • R. Peter 23.03.2019 10:26
    Highlight Highlight Der Vorschlag mit der Frage in der Struerklärung überzeugt mich. Es besteht immer ein aktueller Entscheid und es kostet nur einmalig Zeit, sich zu informieren, benötigt kaum Platz in der Erklärung.👍
  • manoli 23.03.2019 10:13
    Highlight Highlight Vorschlag: Bei der schriftlichen Autoprüfung zum Ende die Website zum Oganspenderegister einblenden und auf die Problematik aufmerksam machen. Vorteile: Beinahe alle 18-Jährigen machen die Prüfung, beschäftigen sich bis dahin aber kaum mit Organspenden. Kostet nichts und niemand wird gezwungen.
  • Tepesch 23.03.2019 10:00
    Highlight Highlight Am besten diese Frage als Pflichtfeld in die Steuererklärung aufnehmen. Dann muss man sich regelmässig dieser Frage stellen und könnte sich jährlich neu Entscheiden.
    • tychi 23.03.2019 10:34
      Highlight Highlight Nein, ich will nicht das mein Steueramt von dieser sehr persönlichen und intimen Entscheidung auch nur ansatzweise etwas erfährt. Das öffnet Missbrauch Tor und Tür.
    • Tepesch 23.03.2019 11:04
      Highlight Highlight @tychi
      Das Steueramt kennt bereits deine Religon, Gehalt, Arbeitgeber, Familienstand, alle Investitionen, Schulden, Bankkonten, Gesundheitskosten, etc.. Ich denke da gibt es viel interessantere Infos die jemand missbrauchen könnte.
      Es würde auch schon vieles verbessern, wenn zu jeder Steuererklärung ein Organspendeausweiss beigelegt würde.
    • tychi 23.03.2019 11:19
      Highlight Highlight @Tepesch: Ihre genannten Faktoren sind jedoch alle relevant für die Steuerberechnung (meine Religion kennt das Staueramt nicht, nur eine mögliche Landeskirchenzugehörigkeit).
      ABER all das ist kein Argument, um noch mehr Privatsphäre abzutreten.
      Im Gegenteil: Gerade weil das Steueramt schon sehr viele Informationen hat, macht es Sinn alles, was nicht zur Steuerberechnung benötigt wird, auch dem Steueramt vorzuenthalten.
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  • Mutbürgerin 23.03.2019 09:56
    Highlight Highlight Falls die Widerspruchslösung kommt, muss sie aber gratis sein. Wir haben diese Widerspruchslösung schon heute bei der KESB. Wer sich nicht durch den Staat entmündigen lassen will, sondern die Verwandten dafür einsetzen will, muss das mit einem Anwalt teuer erkaufen.
    • lichtraumprofil 23.03.2019 10:49
      Highlight Highlight Es gibt gratis Vorlagen für einen Vorsorgeauftrag im Internet, da muss man sich nichts erkaufen.
    • mostlyharmless 23.03.2019 12:30
      Highlight Highlight Wie kommen Sie darauf, dass jemand das kostenpflichtig machen wollen würde? Hier hat die ewige Leier der Bürgerentmündigung gar nix verloren.
  • Zwei Fallende Stimmen 23.03.2019 09:28
    Highlight Highlight Recht auf Selbstbestimmung hat man nur, wenn man lebt. Wenn der potentielle Organspender hirntot ist, hat er eigentlich kein Recht auf Selbstbestimmung mehr, das respektiert werden müsste (aus strengjuristischer Perspektive). Es geht also eigentlich nur darum, das frühere Selbstbestimmungsrecht oder die Gefühle der Angehörigen zu schützen, auf Kosten von Menschenleben. Das ist unhaltbar!

    Die Widerspruchslösung ist da immer noch ein Kompromiss. Eigentlich könnte man auch (wie in anderen Ländern) ganz auf die Willensäusserungen verzichten und die sog. Notstandsregelung anwenden.
    • Maya Eldorado 23.03.2019 10:11
      Highlight Highlight Wird die Willensäusserung der Menschen nicht berücksichtigt, befinden wir uns in einer Diktatur.
    • Zwei Fallende Stimmen 23.03.2019 10:30
      Highlight Highlight Die potentiellen Organspender sind in der Regel hirntot und haben deshalb nicht mehr die gleichen Rechte wie lebende Menschen.

      Ich wollte mit meinen Kommentar lediglich darauf hinweisen, dass die Widerspruchslösung immer noch ein Kompromiss ist, der Spendeunwilligen entgegenkommt. Das Interesse eines (noch) lebenden Organempfängers am Weiterleben überwiegt doch ganz klar das frühere Interesse eines Toten, dass er seine Organe als Toter behalten darf. Das lässt sich einfach nicht bestreiten
    • Bene_ 23.03.2019 10:39
      Highlight Highlight @ Fallende Stimmen
      Das stimmt so nicht. Gewisse Persönlichkeitsrechte überdauern den Tod. Darunter fällt insbesondere das Recht, darüber zu entscheiden, was mit dem eigenen Körper nach dem Tod passiert. Aus diesem Grund ist der vorher geäusserte Wille des Hirntoten betreffend Organentnahme weiterhin zu respektieren (sofern die Willensäusserung nicht zu lange her ist)
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  • Goudfisch 23.03.2019 09:22
    Highlight Highlight Wichtig ist, dass Organspender nicht nur einen Ausweis auf sich tragen, sondern auch ihre Angehörigen und die Krankenkasse informieren, damit im Falle eines Falles nicht die kostbare Zeit davon läuft.

    P.S. es gibt Krankenkassen, die eingetragenen Spendern Rabatt auf die Zusatzversicherung gewähren.
  • wolge 23.03.2019 09:20
    Highlight Highlight Ja zur Initiative.

    Ich bin seit Jahren registrierter Knochenmarkspender, trage einen Organspenderausweis mit mir rum und spende 3-4 mal Blut im Jahr.

    Kostet ja wirklich nichts oder?
    • Ribosom 23.03.2019 16:21
      Highlight Highlight Schön für dich.
      Ich habe auch einen Organspendeausweis und da steht drin, dass ich NICHT spende.
      Ich spende ebenso weder Knochenmark noch Blut.

      Aber du hast recht, so ein Ausweis kostet wirklich nichts.

      Nein zur Initiative
    • wolge 24.03.2019 16:03
      Highlight Highlight @stuja
      Du verzichtest somit bei Krankheit oder Unfall darauf Blut, Knochenmark und Organe zu erhalten oder?
    • Ribosom 24.03.2019 17:45
      Highlight Highlight @wolge
      Ja, ich verzichte darauf, sofern ich mich mitteilen kann.
  • Anna Landmann 23.03.2019 09:19
    Highlight Highlight Ach ja, lebenden Frauen Abtreibung und Selbstbestimmung verbieten wollen, aber die „Selbstbestimmung“ von Toten verteidigen. Mit katholisch-theologischer Ethik ist wahrlich nicht zu spassen.
    • Fruchtzwerg 23.03.2019 12:07
      Highlight Highlight Danke dir für diesen Kommentar. Du sprichst mir aus dem Herzen!
    • andy77 24.03.2019 11:44
      Highlight Highlight Interessante Argumentation - im einen Fall geht e um den eigenen Körper nach dem eigenen Tod, im andern um das ungeborene Leben eines andern Menschen. Scheint mir nicht ganz dasselbe zu sein.

      Wobei ich die transplantationskritische Haltung wieder Religiöser auch nicht nachvollziehen kann...
  • Wir2.0 23.03.2019 09:18
    Highlight Highlight Wieso wurde nicht darüber disskutiert, wie ein potentieller Organspender behandelt wird?
    Es ist ja so, dass diese einfach länger künstlich(!) am Leben gehalten werden, bis man weiss ob, Ja oder Nein, Organe gespendet werden dürfen und dann im zweifelfall Nein.
    Was sich ändert mit der Wiederspruchsinitiative ist, dass im Zweifelsfall ein Ja heraus geht. Hat man denn Wunsch des Patienten missachtet?. Meiner Meinung nach nicht mehr als heute.
  • Pümpernüssler 23.03.2019 09:17
    Highlight Highlight Soeben online bei Swisstransplant den Eintrag gemacht. Dauert drei Minuten 😊👍
  • NinjaGaiden 23.03.2019 09:15
    Highlight Highlight Grundsätzlich bin ich auch für die Organspende und dafür, Menschenleben zu retten. Was hier aber oft vergessen geht, ist die eigentliche Praxis, die differenzierter betrachtet werden sollte. Wenn z.B. die Angehörigen genügend Zeit haben, sich zu verabschieden, stellt die Organspende für mich kein Problem dar. Wenn aber die Angehörigen sofort zur Seite geschoben werden, weil die Organe (z.B. bei Herz-Kreislauftod) innerhalb 5 min entnommen werden müssen, ist es eine Respektlosigkeit gegenüber dem Sterbeprozess und den trauernden Angehörigen. Organspenden ja, aber bitte differenziert.
    • Medikus 23.03.2019 14:09
      Highlight Highlight Von was sie sprechen bezeichnet man als Cardiad Death Donor, im Gegensatz zu Brain Death Donor. Erstere gibt es in der Schweiz fast keine, weil es hochspezialisierte Zentren dafür benötigt. Diese Infrastruktur besitzt nur das USZ. Spender, die sich für CDC qualifizieren müssen sich in einem Sterbeprozess befinden, der in absehbarer Zeit zu erwarten ist, d.h. es handelt sich um chronisch Kranke.
    • Lami23 23.03.2019 20:20
      Highlight Highlight Meines wissens wird die DCD nicht nur am USZ durchgeführt. Nein die Angehörigen werden nicht nach fünf Minuten weggeschoben, sondern müssen dann den Raum verlassen, wenn der Tod eingetreten ist, das geschieht ganz in Ruhe.
  • lichtraumprofil 23.03.2019 09:11
    Highlight Highlight Ich habe einen Spendeausweis seit ich ca. 16 bin, d.h. rund 20 Jahre. Eine Kollegin hatte einen, wir (Unsterblichen) haben das diskutiert und für mich gab es keinen einzigen Grund meine Organe nicht spenden zu wollen. Heute wie damals. Ich verstehe nicht wie man dagegen sein kann, akzeptiere das aber selbstverständlich. Falls sich jemand damit auseinandersetzt und klar dagegen ist, z.b. aus religiösen Gründen, dann wird er meiner Meinung nach auch einen Widerspruch hinterlegen.
  • Gooner1886 23.03.2019 09:09
    Highlight Highlight Wer sich nicht darum tut Organspender zu sein oder nicht dem war es zu wenig wichtig. Sprich ihm wird es wohl egal sein. Also soll er autom. Spender werden.
    Abgesehen davon Toten können ihre Organe egal sein oder wird aus der Leber des Opas nich Plüschtier gemacht ?
  • Mutbürgerin 23.03.2019 09:07
    Highlight Highlight Falls dieses Zwangsausweidungsgesetz kommt, könnte man ev. auch noch in einem Register angeben, dass man nur an seine bevorzugten politische Parteimitglieder spendet?
    • Qui-Gon 23.03.2019 23:58
      Highlight Highlight Dann sag halt nein. "Zwangsausweidegesetz"... meine Güte!
  • Mr.President 23.03.2019 08:55
    Highlight Highlight Könnte man hier nicht das Yolo Prinzip leben?
    Man lebt nur einmal.
    Mit seinen Organen die einem vom Geburt gegeben wurden.
    Wenn du ein passionierte Raucher oder Alk-Liebhaber bist - und dann eine neue Lunge / Leber brauchst... nee nicht mit mir.
    Wenn deine Zeit gekommen ist, ist es gekommen. Keine Ausnahmen. Keine Lebensverlängerung, Organverpflanzung. Klar ist es traurig, aber es ist das Leben. (Ausnahme Kinder, junge Leute bis 25)
    • Kleine Hexe 23.03.2019 10:42
      Highlight Highlight Und wenn man einen angeborenen Herzfehler hat und mit 26 ein neues Herz bräuchte, hat man halt Pech gehabt?
    • Archivarius 23.03.2019 13:51
      Highlight Highlight @allessaft Es ist vielleicht nicht Deine Einstellung gegenüber diesem Thema, wie sie @Mr. President vertritt. Es gibt sowohl die eine, wie auch die andere Meinung und man kann beide Meinungen mit verschiedenen ethischen Prinzipien (z.B. die deontologische Ethik oder die utilitaristische Ethik) erklären. In diesem Fall von Pietätlosigkeit zu sprechen scheint mir unpassend zu sein.
    • Ribosom 23.03.2019 16:25
      Highlight Highlight @kleine Hexe: Ja, dann hat man Pech gehabt. So wie Leute mit Trisomie 21, Missbildungen oder vererbare Krankheiten.
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  • Mutbürgerin 23.03.2019 08:45
    Highlight Highlight Pro Jahr sterben 300 Menschen an Leberzirrhose. Könnte man nicht allen den Alkohol verbieten, um diese zu retten?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.03.2019 10:50
      Highlight Highlight Schau dir an wies in den 1920er Jahren in Amerika gelaufen ist, und du wirst erkennen, wieso so ein Verbot nichts bringt.
      Oder noch besser, hat die Prohibition jemals jemanden von Konsum von Drogen abgehalten?
    • Calvin Whatison 23.03.2019 11:15
      Highlight Highlight Sie dürfen dagegen sein und Nein sagen. Es zwingt Sie Niemand zu Ihrem Glück. 🤣🤣🤣
    • _kokolorix 23.03.2019 18:00
      Highlight Highlight Pro Jahr sterben etwa 500 Menschen an den Folgen von Verkehrsunfällen. Sollte da nicht das Autofahren sofort verboten werden?
  • geisit 23.03.2019 08:41
    Highlight Highlight Ich behaupte jetzt einmal ganz provokativ, dass Menschen, die gegen eine Organspende sind, sich nicht wirklich mit dem Tod auseinandergesetzt haben. Was spricht dagegen? Wohin will man die Organe nachdem Tod mitnehmen? Oftmals sind es religiöse Menschen, die dagegen sind. Nehmen wir jetzt aber das Christentum, wäre es meinem Verständnis nach, ein sehr christlicher Akt, wenn man das Leid eines anderen Menschen verhindern kann, indem man einen Teil von sich selbst "opfert".
    Ist das nicht Nächstenliebe auf hohem Niveau?
    • posti 23.03.2019 10:07
      Highlight Highlight Nein, das Thema ist schon etwas komplexer wie das. Ich selbst wollte mir einen Organspendeausweis besorgen und habe mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und kam zu dem Schluss, dass ich weder Organe spenden noch jemals Empfangen möchte. Also mit Ausnahmen wir z.B. einer Niere. Die Gründe dafür sprengen den Rahmen eines Kommentars hier aber grundsätzlich gilt:
      Hirntod =/= Tod
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.03.2019 10:22
      Highlight Highlight Ich sags dir nicht gerne, aber vom Hirntod gibt es keine Rückkehr.
      Beim Hirntod ist nicht nur das Atemzentrum irreparabel zerstört, die höheren Gehirnfunktionen sind unwiederbringlich erloschen.
      Das sind unwiderlegbare Fakten, die dir jeder Arzt genauer erklären kann.
      Das Rückenmark kann durchaus noch Reflexe auslösen und auch das Herzschlägt noch. Aber dassind Dinge, die unabhängig vom Gehirn funktionieren.
      Ich will dich nicht zur Spende überreden, aber bitte verbreite keine Märchen. Es werden schon genug krude Verschwörungstheorien über Organspende verbreitet.
    • Menel 23.03.2019 10:26
      Highlight Highlight Bei mir verhält es sich wie bei posti. Ich kam zu dem Schluss, als ich mich intensiver mit der Thematik des "Hirntodes" auseinandersetzte.
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  • RebeccaL 23.03.2019 08:24
    Highlight Highlight Ich persönlich habe mich für eine Organspende entschieden, weil ich nach dem Tod sowieso nichts mehr mit meinen Organen anfangen kann.
    Ich verurteile aber niemand, der sich gegen eine Organspende stellt.
    Trotzdem würde ich mir wünschen, dass sich mehr Menschen Gedanken dazu machen würden und man offener über Organspende reden kann.
  • Kirschbaum 23.03.2019 08:19
    Highlight Highlight Es mag ja auf den ersten Blick eine Tat der Nächstenliebe zu sein, seine Oragane zu spenden. Auf den zweiten Blick gibt es einige Fragezeichen. Der Spender der sein Herz spendet kann nicht streben. Er ist an die Seele eines fremden Menschen gefesselt und muss warten bis dieser stirbt. Er hängt fest. Doch sein Schicksal wäre es gewesen in die geistige Welt zurückzukehren. Glaubt man an Leben, Karma, Wiedergeburt, richtet man ein Riesen Chaos an. Wissen die Menschen überhaupt was sie tun? Diese Frage hat noch keiner der Befürworter beantwortet.
    • Kleine Hexe 23.03.2019 10:45
      Highlight Highlight Weil die Befürworter vermutlich nicht an Seelen glauben oder zumindest nicht daran, dass diese an Organen hängen.
      Wenn nun jemand bei einem Unfall beide Beine verliert, ist er dann schon halbtot, weil der Beinteil seiner Seele schon gestorben ist?
    • mostlyharmless 23.03.2019 10:57
      Highlight Highlight Glaubt man an sowas, kann man sich für Nichtspenden eintragen. Glaubt man nicht daran – ich lehne mich jetzt ganz weit aus dem Fenster – ist man einfach in Frieden tot und jemand anderes kann weiterleben.
    • Kirschbaum 23.03.2019 11:25
      Highlight Highlight Sieht man sich als einmaliges Zufallprodukt, wer den mag es richtig sein, sich als Ersatzteilager zur Verfügung zustellen. Wer sich in einem grössern Zusammenhang sieht, sollte sicher nie sein Herz verpflanzen lassen.
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  • Miikee 23.03.2019 08:18
    Highlight Highlight <<sie wären mit 22 Jahren unsterblich>>

    WTF🤦🏽‍♂️ Was hat den die für eine Lebenseinstellung... Mit 22 noch niemanden verloren? Grosseltern, Katze, Hund, Kollegen (Unfall, ..), in der Nachbarschaft...

    Wenn sich ein jugendlicher bis da noch keine Gedanken gemacht hat, sollte er vielleicht. Alles aus dem Leben verdrängen ist auch nicht wirklich gesund.
  • feuseltier 23.03.2019 08:16
    Highlight Highlight Ich bin ganz klar für die Initiative. Warum nicht ist meine Antwort?? Man stirbt und ermöglicht so wie beim Film 7 Leben anderen Menschen die Möglichkeit, weiter zu leben.

    Meine Frage: wie ist es heute geregelt und wie nach der Initiative:

    Wer wird dann bevorzugt? Die, die auch spenden oder die, die nicht spenden ?
  • malu 64 23.03.2019 08:12
    Highlight Highlight Ums Sterben wird bei uns ein Riesentheater gemacht. Es dauerte, bis das Kremieren salonfähig wurde. Warum entnimmt man vorher nicht noch die brauchbaren Organe? Ob da ein paar Gramm Asche mehr oder weniger in der Urne sind, spielt doch keine Rolle. Zudem können sich die Hinterbliebenen damit trösten, dass die Lunge oder das Herz einem anderen Menschen zu einem längeren Leben verholfen hat.
    • trio 23.03.2019 11:52
      Highlight Highlight Das Problem ist, zu definieren wann jemand noch genugt lebt um Organe zu entnehmen, jedoch genug Tod ist um zu sterben 😉
    • Lami23 24.03.2019 13:10
      Highlight Highlight Das ist kein Problem. Wenn der Patient Hirntot ist, ist er tot, dann werden die Organe entnommen. Das wurde längst definiert.
  • KenGuru 23.03.2019 08:09
    Highlight Highlight Wer selber nicht spenden will, soll auch nichts bekommen, Punkt. Wäre doch logisch oder?
    • Mutbürgerin 23.03.2019 08:41
      Highlight Highlight Und wer noch nie Steuern bezahlt hat, kriegt auch keine Sozialhilfe. Wäre doch logisch oder?
    • iNDone 23.03.2019 10:12
      Highlight Highlight Die meisten die nicht spenden wollen möchten auch keine fremden Organe erhalten.
    • trio 23.03.2019 10:25
      Highlight Highlight Wäre logisch! Bedeutet das aber auch, das ich nicht spenden soll, wenn ich keine Spenderorgane bekommen will?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 23.03.2019 08:08
    Highlight Highlight Irgendwie, denke ich, sollte man dem Schicksal seinen Lauf lassen. Ich jedenfalls möchte nie ein Ersatzteil und hinterher täglich zwanzig, dreissig Pillen schlucken und es nach einigen Jahren erneut auswechseln. Ich möchte aber am Ende ganz und nicht zerstückelt ins Krematorium und die Asche an meinem Lieblingsort verstreut haben. Meine Familie weiss das.
    • Qui-Gon 24.03.2019 00:14
      Highlight Highlight Ich möchte aber am Ende ganz und nicht zerstückelt ins Krematorium.
      Der war gut...
  • flying kid 23.03.2019 08:06
    Highlight Highlight Wenn ich mal dahin geschieden bin, dann kann und darf man mir alles entnehmen, was man brauchen kann und noch jemandem hilft, sein Leben zu verbessern. Dies wissen auch alle meine Angehörigen.

    Wiederspruchslösung ist super. Was hilft es mir, wenn ich meine, noch allenfalls zu gebrauchende Organe, „mitnehme“?
    Die die nicht spenden wollen sollen sich klar dafür ausdrücken. Wie aber auch schon erwähnt, sollten die dann aber auch kein Anrecht auf ein Spendeorgan haben, falls mal eins Gebraucht wird.
  • Eric Lang 23.03.2019 08:03
    Highlight Highlight Ich hatte seit dem 18ten Lebensjahr einen Organspender Ausweis, vor etwas mehr als einem Jahr, hat mir eine Transplantations Chirurgin ausführlich erzählt, wie es bei der Organentnahme zu und her geht.
    Das hat mit Humanität oder Ethik nicht im Ansatz mehr etwas zu tun und mit der 5 Minuten Regel, beweist man nur, was für ein Geschäft die ganze Sache ist.
    Ich spende meine Organe nicht mehr und möchte auch keine fremden Organe erhalten.
  • Gawayn 23.03.2019 07:58
    Highlight Highlight Ich habe dazu ein zwiespältiges Verhältnis.
    Zum Einen,
    Ein Organ, das baut man nicht einfach so in einem Menschen ein, wie ein Ersatzteil im Auto.

    Es ist eine sehr schwere, extrem teure Operation. Danach ist der Patient für den Rest seines Lebens von Medikamenten Abhängig, die verhindern das sein Körper das Organ abstößt.

    Zum Anderen, ein Mensch der sonst sterben würde, kann mit gewissen Einschränkungen weiter leben.

    Ausserdem gibt es Organhandel.
    In Deutschland gab es einen Skandal
    In der Schweiz wurde mal das falsche Organ transplantiert.
    Schwierig...
    • m.e. 23.03.2019 18:44
      Highlight Highlight Ob sie ihren Körper als "Ersatzteillager" hergeben möchte soll auch ihre Entscheidung sein. Da gibt es weder richtig, noch falsch.
      Das mit den Medikamenten nach einer Transplantation stimmt natürlich, betrifft aber sie als Spender nicht. Wenn sie in die Lage kommen und ein Organ brauchen, dürfen Sie natürlich darüber entscheiden, ob ein Leben mot Medikamenten besser oder schlechter ist als der Tod.
      Betreffend Organhandel: Wenn genügend Organe vorhanden sind, wird sich dieses Problem von alleine lösen. Natürlich gehört hier aber sowieso der Riegel geschoben.
  • ströfzgi 23.03.2019 07:57
    Highlight Highlight Wie wärs wenn auf der Steuererklärung eine checkbox wäre mit m"ja" oder "nein" oder "weiss nicht"?

    Somit könne man einmal im Jahr die aktuelle Meinung deponieren. Der Staat müsste dann ein Register führen.
  • milone 23.03.2019 07:54
    Highlight Highlight Ich verurteile niemanden, der dies nicht möchte, denke aber trotzdem, dass die Widerspruchslösung besser ist. Ich wage zu behaupten dass ein Grossteil der Menschen eher faul ist (mich eingeschlossen - obwohl ich mich bei diesem Thema überwunden und eingetragen habe) entsprechend werden sich nur diejenigen eintragen, die dies wirklich wollen und ein Grossteil potentieller Spender fällt allein des Systems wegen weg. Das ist äusserst bedauerlich!

    Wenn man die Menge an Organspendern in Länder mit den zwei Modellen betrachtet, macht ein opt-out gegenüber einer opt-in Form deutlich etwas aus!
  • Yonni Moreno Meyer 23.03.2019 07:52
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn man das Thema obligatorisch in den Schulunterricht in der Berufs- bzw. Mittelschule integrieren würde? Ein Unterrichtsblock mit gemeinsamer Auseinandersetzung zum Thema, das unterschiedliche Aspekte beleuchtet und am Ende füllt jede/r SchülerIn einen Ausweis aus, auf dem er nach reiflicher Überlegung Ja oder Nein vermerkt?

    Ich selbst bin für eine Widerspruchslösung, weil der Anreiz für Nichtspender, ihr Nein zu vermerken, viel grösser ist als derjenige für potentielle Spender, ihr Ja einzutragen (weil sie es schlicht nicht auf dem Radar haben, keine Zeit, vergessen, etc.).
    • Maracuja 23.03.2019 08:15
      Highlight Highlight Es besteht eine bedenkliche Tendenz, immer mehr an die Schulen zu delegieren. Es wird erwartet, dass Schulen immer mehr Themen (Umweltschutz, Umgang mit neuen Medien, Gesundheit + Suchtprävention usw.) integrieren. Irgendwann kommen die Schulen ans Limit, weil zu wenig Zeit bleibt, den Stoff zu vermitteln und zu vertiefen, der Grundfertigkeiten, wichtiges Fachwissen (Berufsschulen) und prüfungsrelevante Themen behandelt.
    • Yonni Moreno Meyer 23.03.2019 08:24
      Highlight Highlight Das ist wahr. Bei zentralen Themen wie Umweltschutz, Gewalt- und Suchtprävention und Organspende finde ich jedoch, dass das durchaus zum Grundauftrag unseres Bildungssystems gehört. Ich finde, solche Module sollten obligatorisch sein (von Fachleuten erarbeitet und wissenschaftlich fundiert gestützt). Meiner Meinung nach ist es eine der Grundaufgaben der Schulbildung, Menschen auszubilden, die informierte Entscheidungen treffen, Themen kritisch zu durchleuchten und zu hinterfragen und dann eigene Konsequenzen zu ziehen.
    • cgk 23.03.2019 08:38
      Highlight Highlight Wäre es nicht in erster Linie an den Eltern, sich mit ihren Kindern intensiv und schon früh mit solchen Themen auseinander zu setzen? Immer mehr von den Schulen zu verlangen ist doch etwas gar einfach.
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  • Harri Hirsch 23.03.2019 07:50
    Highlight Highlight «Das ist auch eine Lebenshaltung Herr Büsser, ob man neue Organe braucht oder nicht.»

    WTF?! Das kann man ja nur rauslassen, wenn man sich eben wirklich unsterblich fühlt und niemand erlebt hat der auf ein Organ angewiesen war. Ich schreibe jetzt nicht was ich der Frau am liebsten wünschen würde.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.03.2019 08:02
      Highlight Highlight Das findest du heftig?
      Ich hab mal den Fehler gemacht und hab aus Neugier bei 00min in die Kommentare geschaut.
      Da ist die rede von Schlachtvieh, Menschen die gezielt getötet werden, Organhandel durch die Swisstransplant.
      Es wird einfach zu viel Schwachsinn von Menschen ohne Ahnung, aber mit extrem viel Meinung, verbreitet.
    • Calvin Whatison 23.03.2019 08:34
      Highlight Highlight Wenn man glaubt, mit 22 Jahren unsterblich zu sein, erübrigt sich eigentlich eine weitere Diskussionen ob soviel Naivität und Weltfremdlichkeit.

      Büssers Reaktion auf die Dame war herrlich, aber auch dies hat die Dame nicht geschnallt.
    • Archivarius 23.03.2019 14:02
      Highlight Highlight Sie hat es vielleicht etwas hart ausgedrückt, aber man kann sowohl ihre Position, wie auch die von Büsser mit verschiedenen ethischen Prinzipien erklären. Je nach Argumentation ist es daher möglich, die eine oder andere Position einzunehmen. Es ist die Entscheidung jeder einzelnen Person, wie er oder sie argumentieren will, nur sollte man zu seiner Entscheidung stehen.
  • Drbueb 23.03.2019 07:45
    Highlight Highlight Was ist der Grund um nicht zu spenden? Wenn ich sterbe, brauche ich die Organe eh nicht mehr. Und die einleitenden Schritte werden halt begonnen, wenn ich noch "lebe", aber der Tod ist da bereits unabwendbar und für mich ändert sich durch diese Spende auch nichts mehr.
  • HundBasil 23.03.2019 07:39
    Highlight Highlight Ich teile Büssis Meinung. Aber auch für den Nachwuchscomedian gilt: Betroffenenheit ist kein Argument. Und der Nann wirkt sehr arrogant und von sich eingenommen
  • Ökonometriker 23.03.2019 07:36
    Highlight Highlight Wäre es ethisch nicht besser, die Default-Lösung so zu setzen, dass am meisten Menschenleben gerettet werden? Das würde ganz klar für die Widerspruchslösung sprechen.

    Meine persönliche große Angst bei dem Thema ist einzig, dass die Ärzte Fehler machen könnten. Unsere Spitäler verfügen über eine sehr schlechte Informationsverwaltung, viel geht noch mit Papier und führt zu Missverständnissen. Gerade vor ein paar Wochen als ich im Spital war spritzen sie mir beinahe das falsche Medikament.
    Wer garantiert, dass dies hier nicht passiert?
    Die Spitalinformatik müsste dringend modernisiert werden.
  • Ferranya 23.03.2019 07:25
    Highlight Highlight Ich verstehe das theater gegen die wiederspruchs lösung nicht. In so vielen anderen ländern funktioniert diese doch schon, z.b. frankreich, italien, österreich, polen, portugal oder spanien....
    • Maracuja 23.03.2019 08:20
      Highlight Highlight @Ferranya

      Hat wohl mit der grösseren Skepsis gegenüber Staat und Institutionen (bei der Organspende also Spitälern) zu tun. Um die Widerspruchslösung durch die Abstimmung zu bringen, wäre es evtl. sinnvoll eine Vetoklausel für Angehörige einzubauen, falls diese das Gefühl haben, es ginge etwas nicht mit rechten Dingen zu.
    • Alle haben bessere Namen als ich. 23.03.2019 09:17
      Highlight Highlight Es geht nicht darum ob sie funktioniert, sondern ob sie moralisch vertretbar ist.
  • Allion88 23.03.2019 07:24
    Highlight Highlight Man muss es nur umdrehen. Jeder gibt automatisch seine Organe frei, kann sich aber eintragen lassen, wenn er dies nicht will. Viele sind einfach zu faul oder machen sich die Gedanken nicht/zu spät.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.03.2019 12:03
      Highlight Highlight Viele wollen sich auch prinzipiell nicht mit ihrer eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen.
      Dabei wäre das wichtig. Nur schon wegen der eigenen Angehörigen.
      Ich habe alle meine Angelegenheiten soweit geregelt wie ich es konnte.
      Und wenn es Änderungen gibt, werde ich auch das regeln.
  • miarkei 23.03.2019 06:58
    Highlight Highlight Neue Organe sind eine Lebenseinstellung. Was? Sorry was ist das für ne dumme Aussage. Ich glaube niemand wird je sagen:"Oh meine Lunge geht in den nächsten 2 Monaten nicht mehr. Na ja dann sterb ich halt, will ja kei neues Organ, mit welchem ich noch weiterleben kann."
    • mostlyharmless 23.03.2019 12:37
      Highlight Highlight Die Einstellung finde ich völlig nachvollziehbar. Unverständlich ists allerdings, sie anderen aufdrücken zu wollen, wie es Frau Engler tut.

  • N. Y. P. 23.03.2019 06:28
    Highlight Highlight Die Frage,
    wieso beinahe niemand sich für das Organe spenden erwärmen kann, wurde nicht mal im Ansatz beantwortet.

    Die Menschen haben einfach Angst, dass wenn sie zum Beispiel einen Autounfall haben, sie noch auf der Unfallstelle bei lebendigem Leibe ausgenommen werden.

    Also in einem Zustand, wo sie nicht mehr Herr ihrer Lage sind, auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein, kann schon Ängste auslösen.

    Niemand würde aber hinstehen und das so sagen. Er würde übelst ausgelacht.
    • N. Y. P. 23.03.2019 11:33
      Highlight Highlight Ich habe zwar geraten, aber könnte das der entscheidende Grund sein, dass sich keiner begeistert ?

      Dass man irgendwelchen Weisskitteln ausgeliefert ist ?

      "Ok, der ist tot. Nehmt alles raus. Was ? Noch nicht ? Ok, wartet noch 2 Minuten.."
  • Gzuz187ers 23.03.2019 05:53
    Highlight Highlight Also ich bin selber auch noch ziemlich jung, aber weder ich noch einer meiner Kollegen hält sich für unsterblich. Auch wir beschäftigen uns mit dem Tod. Ich verstehe den Punkt von Stefan Büsser komplett und das mit der „Lebenshaltung“ war einfach nur frech und unüberlegt.
  • Yonko 23.03.2019 05:36
    Highlight Highlight Das Problem sind fehlende Anreize.

    Warum nicht Organspender auf den Wartelisten automatisch den Nicht-Spendern vorziehen?

    Schätze das hätte eine ziemlich motivierende Wirkung und scheint mir nichts als fair.
    • Eric Lang 23.03.2019 08:09
      Highlight Highlight Ich denke die Chance ist klein, dass man von Jemandem der gesundheitlich schwer angeschlagen ist, eine Organspende entnehmen würde.
      Somit kann jeder der eine Organspende braucht, sich eigentlich als uneigennütziger Spender darstellen.
    • Froggr 23.03.2019 08:59
      Highlight Highlight Dann wird man ja gezwungen „Ja“ anzukreuzeln. Find ich gar nicht in Ordnung. Man sollte diejenigen, die überhaupt erst ausfüllen den nicht-Ausfüllern vorziehen.
    • Zwei Fallende Stimmen 23.03.2019 09:51
      Highlight Highlight Dürfte nicht viel bringen: die meisten dürften davon ausgehen, dass sie ohnehin nie ein Organ brauchen werden. Ausserdem: was ist mit Kindern? Die können sich ja nicht rechtsgültig als Organspender eintragen lassen und würden dann auf der Liste nach unten rutschen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 23.03.2019 05:26
    Highlight Highlight Wieso eigentlich Organspende? Wahrscheinlich wären mehr Organe verfügbar, wenn man seine oder diejenigen der Angehörigen verkaufen könnte. Zwangsenteignung ist der falsche Weg.
    • Murmeli82 23.03.2019 11:45
      Highlight Highlight Freier Markt für Organe um den illegalen Markt zu stoppen? Interessant ...
      Irgendwie finde ich es "lustig", dass die meisten Kommentare pro Organspende sind, man aber gleichzeitig bei Umweltschutzartikeln eine Ein-Kind-Politik propagiert ..
  • jeffo56 23.03.2019 05:18
    Highlight Highlight gute sendung eine der besten Arena seit langem
    ich fand Stefan Büsser sachlich und gar nicht arrogant
    nervig war eigentlich nur Herrn Kirchschläger unglaublich was er als professor von sich gab
  • balabala 23.03.2019 04:14
    Highlight Highlight Meine Freundin arbeitet im Spital und hat mir dringendst davon abgeraten Organspender zu werden. Als Organspender wird man scheinbar im Zweifelsfall eher als Ersatzteillager, als als Patient wahrgenommen.
    • Lioness 23.03.2019 10:46
      Highlight Highlight OMG. Hat ihnen ihre Freundin auch gesagt, dass der Tod von zwei unabhängigen Ärzten bestätigt werden muss, bevor man Organe entnimmt. Unabhängig heisst, nichts mit Organverpflanzungen zu tun haben. Ob ein Mensch Organspender ist, bringen die Ärzte erst in Erfahrung, wenn der Hirntod eingetroffen ist, vorher hat niemand Zeit sich nach dem Organspendeausweis zu erkundigen. Ausserdem schwören Ärzte den Hypokratischen Eid. Sie und ihre Freundin mögen nicht wissen was das ist, Ärzte nehmen den aber schon sehr ernst.
    • Holzkopf 23.03.2019 14:15
      Highlight Highlight @bam_bam: Was deine Freundin erzählt, ist einfach nicht wahr. Es gibt eine ganze Reihe von Untersuchungen, bis feststeht, ob Organe entnommen werden. Und dies geschieht nur, wenn klar ist, dass der Patient nicht mehr lebensfähig ist. Auch für Ärzte ist der Tod von Patienten nicht einfach. Mit vollem Einsatz wird täglich um Leben gekämpft. Wenn es aussichtslos wird, denkt keiner: "Cool, neue Ersatzteile!"

      @Lioness: In der Schweiz gibt es den Hippokratischen Eid nicht. Trotzdem sind (fast) alle Ärzte enorm um das Wohl ihrer Patienten - dazu gehören auch potenzielle Organspender - bemüht.
  • B. Bakker 23.03.2019 02:46
    Highlight Highlight Habe die Arena nicht gesehen, aber ich verstehe die ablehnende Haltung nicht.
    Ein 22 jähriger ist ein mündiger Bürger, also MUSS er sich auch damit auseinandersetzen. Die Aussage, dass dies nicht zumutbar sei, ist eine absolute Frechheit. Ich habe mich bereits mit 20 dazu entschlossen, dass meine Organe einmal gespendet werden sollen und habe einen Spender-Ausweis.
    Ich fände es aus menschlicher Sicht gut, wenn man dieses Prozedere umkehren würde!
    • Lioness 24.03.2019 01:32
      Highlight Highlight Ich spreche sogar mit meiner Tochter darüber. Neulich fragte sie mich, was Organspende sei. Ich erklärte es ihr und sie sagte, "Meine Organe können sie haben, was soll ich mit denen, wenn ich tod bin". Sie ist 10.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 23.03.2019 02:40
    Highlight Highlight Ich finde es gut, seine Organe im Fall der Fälle zur Verfügung zu stellen. Ich habe das auch so geregelt.

    Mich stört aber, wenn man Leute niedermacht, die das kritischer sehen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es etwa als Angehöriger keineswegs leicht ist, mit einer solchen Situation umzugehen.
    • Black hat (minus hat) 23.03.2019 08:14
      Highlight Highlight Natürlich ist es nicht leicht damit umzugehen. Aber würde das Problem für die Angehörigen nicht einigermassen entschärft durch die neue Regelung? Heute wird die Entscheidung auf die Angehörigen abgewälzt, die eine (aus ihrer Sicht) grosse moralische Verantwortung haben ("hätte er/sie das gewollt?"). Mit der neuen Widerspruchsregelung wäre das nicht mehr der Fall.
    • Zwei Fallende Stimmen 23.03.2019 09:48
      Highlight Highlight Und wie es als Angehöriger wohl ist, einem geliebten Menschen beim Sterben zuzusehen, weil sich kein Organ finden lässt?
    • Lioness 24.03.2019 01:35
      Highlight Highlight Genau deswegen habe ich einen Organspendeausweis. Ich will nicht, dass meine Angehörigen in einem schlimmen Moment solch eine Entscheidung treffen müssen. Ich habs auch immer allen Angehörigen erzählt: ich will meine Organe spenden. Werde danach eh eingeäschert, also gibts weniger Brennmaterial.
  • Reto Von Niederhäusern 23.03.2019 02:10
    Highlight Highlight Das Thema ist enorm wichtig und die Grafiken am ende interessant, für mich fehlt in der ganzen diskusion und in den Grafiken eine zentrale Zahl.
    "Wie viele brauchbare gleichzeitig benötigte Organe konnten 'nicht' eingesetzt werden weil der potenzielle Spender eben kein offizieller Spender war?" u genau diese Zahl geht es doch.
  • Ehringer 23.03.2019 01:50
    Highlight Highlight Ich bin grundlegend kritisch gestimmt gegenüber Widerspruchslösungen, so auch hier. Von einem Eingriff als Status Quo ausgehen und das Ablehnen eines solchen festhalten zu müssen widerstrebt mir. Und das sage ich als jemand, der sich in voller Überzeugung den organspendeausweis geholt hat.

    Erfahrungsgemäss wollen viele Menschen spenden, haben aber keine Ahnung, wie sie zum Ausweis kommen. Deshalb wäre ich der Meinung, dass vor allem besser aufgeklärt werden muss. Damit wäre schon viel erreicht. Wieso liegt zum Beispiel beim Arzt im Wartezimmer die Gala, nicht aber ein Organspendeformular?
  • einmalquer 23.03.2019 01:26
    Highlight Highlight Ich müsste ausschliessen können, dass Personen ein Organ von mir bekommen könnten, die anderen Personen den Tod wünschen (zB Neonazis), die andere Menschen nur aufgrund ihrer Nationalität abwerten (zB SVP) oder Kindern die IV-Rente wegnehmen. Oder auch Menschen, die die EU-Abschottungs-Politik zB rund um das Mittelmeer befürworten.

    Es ist für mich nicht sinnvoll, Menschen das Leben durch ein Organ von mir zu verlängern, die andere Menschen in den Tod treiben, oder ihnen den Tod wünscht.
    • Kleine Hexe 23.03.2019 10:52
      Highlight Highlight Würdest du bei diesen Leuten auch keine Nothilfe leisten, wenn du sie irgendwo blutend finden würdest?
    • Cédric Wermutstropfen 23.03.2019 13:41
      Highlight Highlight Das habe ich mir auch überlegt, dass irgend ein Vollidiot meine Organe bekommen könnte. Aber dieses Risiko bin ich bereit einzugehen.

      Ich bin also auch bereit, dass ein Linker oder Ausländer, etc. durch meinen Tod ein neues Leben geschenkt bekommt, dafür habe ich mich bewusst entschieden, obwohl ich in eine der Kategorien gehöre, der Du nichts spenden würdest.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.03.2019 18:25
      Highlight Highlight @Cedric
      Scheissegal.
      Auch ich hab häufig meine Mühe mit dir und anderen.
      Aber ein Leben ist ein Leben.
      Und ich respektiere dich für deine Entscheidung.
      Ich habe seit meiner Volljährigkeit meinem Organspendeausweis.
      Mir ist es auch egal wer meine Organe bekommt. Jedes Leben, dass durch eines meiner Organe gerettete und wieder lebenswert wird, ist es wert, dass ich spende.
  • Militia 23.03.2019 01:05
    Highlight Highlight Stefan Büsser und Michelle Hug haben absolut recht. Jeder soll frei entscheiden können. Wichtig ist einfach, dass man sich damit auseinander setzt und dafür wäre der Vorschlag der Initiative ideal. Nicht Spender sein aber trotzdem Organe wollen geht hingegen gar nicht. Ja oder nein, mit allen Rechten, Pflichten und vor allem Konsequenzen.
    • Militia 23.03.2019 19:34
      Highlight Highlight Was bedeuten die Blitze? Seid ihr kein Fan von Büsser? - Ich auch nicht.
      Soll man sich nicht damit auseinander setzen? - Come on...
      Sollen Spendenverweigerer das erhalten was sie anderen vorenthalten wollen? Come on!
  • Little J 23.03.2019 01:04
    Highlight Highlight Da ein Freund von mir dringend ein Spendeorgan gebraucht hat, habe ich mir bereits mit 18 Gedanken darüber gemacht und meinen Eltern mitgeteilt. Ob ich das aber gemacht hätte, ohne diesen Freund zu kennen, bezweifle ich. Jetzt bin ich aber sehr froh, dass ich im Falle eines Unfalles diese Last der Entscheidung, nicht meinen Eltern geben muss....
  • Sauäschnörrli 23.03.2019 01:01
    Highlight Highlight Ich habe die 5G- und die Organspendearena gesehen und sollten sie Herrn Kirchschläger nochmal in eine Arena einladen, werde ich sie mir nicht mehr antun.
    • Politiker 23.03.2019 18:10
      Highlight Highlight Bravo
    • Jong & Hässig 23.03.2019 22:18
      Highlight Highlight Dem kann ich mich nur anschliessen. Von seiner immer gleichen „Ich als Ethiker...“ Leier habe ich die Nase voll. Ich glaube Projer auch, er wird ihn hoffentlich niemals wieder einladen.
  • Dewar 23.03.2019 00:59
    Highlight Highlight Könnte man nicht ein nationales Register einführen, bei dem sich alle mit ihrem Organspendeentscheid (dafür oder dagegen) eintragen müssen? So würde von allen eine Stellungnahme und eine Auseinandersetzung erzwungen. Man könnte dann z.B. bei einem Spitalaufenthalt, oder auch bei einem Umzug, jeweils nachfragen, ob der Spenderstatus noch aktuell ist. Wäre mE ein guter Kompromiss zwischen der jetzigen unbefriedigenden Situation und der doch ziemlich radikalen Widerspruchslösung. Aber vielleicht zuviel Bürokratie? Sollte es bei einem so wichtigen Thema jedoch eigentlich wert sein.
    • Arthur Philip Dent 23.03.2019 01:37
      Highlight Highlight Wie willst du die Leute zwingen? Das ist ja mehr oder weniger das bestehende System, einfach vielleicht in digital.

      Da find ich's sinnvoller dasselbe System einzuführen, nur dass sich halt nur die eintragen, die das wirklich nicht wollen.

      Zum Thema junge Leute: selbst wenn man findet, man sollte sich in dem Alter nicht mit dem Tod auseinandersetzen müssen (warum wtf? Tod der Grosseltern, des Haustiers, Auto Unfälle usw?! Lieber lernen wie man damit umgeht statt ignorieren.) whatever, selbst dann wärs ja eben genau besser, man müsste sich das nicht erst überlegen. Nachher ist es ja eh egal.
    • La Miui 23.03.2019 02:54
      Highlight Highlight Top 👍 das mit dem Nachfragen kann man sich eventuell sogar sparen. Kann ja auf dem Versicherungsausweis draufstehen, damit jeder einmal im Jahr dran denkt.
    • Dewar 23.03.2019 03:36
      Highlight Highlight Nein, beim bestehenden System ist es eben gerade das Problem, dass es freiwillig ist, sich zu äussern. Wer einen Spenderausweis hat, wunderbar, aber viele äussern sich einfach gar nicht und dann bleibt's an den Angehörigen hängen. Oder der Spender hat seinen Ausweis gerade nicht dabei, als er einen Unfall hat. Digital sollte es sowieso werden - was ich meine, ist eher, dass man z.B. mit der Volljährigkeit einen Brief mit einem Login bekommt und da seinen Status eintragen muss. Wie bei der Steuererklärung. Wer's nicht macht, bei dem wird nachgehakt, gemahnt, gebüsst, wasauchimmer.
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  • Pafeld 23.03.2019 00:47
    Highlight Highlight Theologischer Ethiker = pyromanischer Feuerwehrmann?

    Nach aller Erfahrung mit der Ethik als Wissenschaft, die ich gemacht habe, ist für die Qualität eines Ethikers nichts so dermassen hinderlich, wie ein glaubenstechnisch fixiertes Weltbild. Theologie als Pseudowissenschaft ist in erster Linie moralisch und nicht ethisch geprägt. Zu glauben, man könne mit einer moralischen Grundlage ethische Entscheide begründen, ist unter dem Begriff "naturalistischer Trugschluss" bekannt und gehört zu den ersten Lektionen eines jeden Ethikers.
    Muss doch nicht sein, dass man solche Pseudoexperten einlädt.
  • Lucas29 23.03.2019 00:39
    Highlight Highlight Sollte immer noch jeder selber entscheiden, ob er seine Organe spendet oder nicht. Es hat ja schliesslich niemand anrecht auf meine Überbleibsel...
    Zudem muss man das Leben nicht künstlich verlängern, natürliche Selektion.
    • mostlyharmless 23.03.2019 10:42
      Highlight Highlight Sicher, daran würde die Widerspruchslösung ja auch nichts ändern. Kostet ein paar Klicks und den Angehörigen werden Gewissenskonflikte erspart.
  • LeChef 23.03.2019 00:35
    Highlight Highlight Ich muss ehrlich sagen, dass ich hier das ethische Dilemma viel weniger verstehe, als etwa bei der Abtreibungsfrage. Was kümmert es denn einen Toten, was mit seinem Körper passiert? Selbst für Christen sehe ich das Problem nicht; die unsterbliche Seele, oder was auch immer, entweicht ja aus dem Körper mit dem Tod.
  • acki_ 23.03.2019 00:30
    Highlight Highlight Ausgefüllt. Jetzt. Macht das bitte auch.
  • Lioness 23.03.2019 00:26
    Highlight Highlight Ich wusste schon mit 16, dass ich meine Organe spenden will. Ich wartete ungeduldig, bis ich mit 18 endlich einen Organspendeausweis ausfüllen durfte. Es gibt so viele die spenden würden, wenn sie nur nicht zu faul wären sich einen Ausweis zu besorgen. Also bin ich voll für die Wiederspruchslösung. Jene die nicht wollen können immer noch nein sagen. Ich hab deswegen auch die Initiative unterschrieben. Im Moment haben jene die spenden wollen den Aufwand dies zu registrieren und jene die nicht wollen nicht. Es sollte umgekehrt sein.
  • Trompete 23.03.2019 00:22
    Highlight Highlight Ich muss dem Ethiker Recht geben. Natürlich ist es als "Kranker" schwierig zu akzeptieren, dass sich ein Grossteil der Mitbürger keine Zeit nimmt, sich mit Organspende auseinanderzusetzen und deswegen keine Aussage macht, ob sie spenden möchten oder nicht.
    Nichtsdestotrotz darf es nicht erlaubt sein, dass man jedem Hirntoten, bei nicht schriftlicher Ablehnung, die Organe entnimmt. Die körperliche Unversehrtheit muss auch nach dem Tod garantiert sein, selbst wenn das Motiv eines Eingriffs noch so edel wäre.

    PS: Bin (potenzieller) Spender!
    • Zwei Fallende Stimmen 23.03.2019 13:01
      Highlight Highlight Ihre "Begründung" ist ein Zirkelschluss: wenn die körperliche Unversehrtheit respektiert werden muss (was eben strittig ist), dann darf man keine Organe entnehmen.

      Die Frage ist: warum sollte bei einem Toten (ohne Angehörige, sonst entscheiden eh die), dem das Thema offenbar egal war, sonst hätte er sich ja dagegen geäussert, die Vermutung gelten, er sei gegen die Organspende?
    • Trompete 23.03.2019 13:50
      Highlight Highlight Natürlich kann von dieser Abgesehen werden, wenn der Betroffene einwilligt, respektive eingewilligt hat, oder die rechtliche Vertretung dies tut.

      Btw: Dies passiert übrigens vor jeder Operation, mittels Dokument unterschreibst du, dass du einverstanden bist, dass die Operation (und somit der Eingriff an deinem Körper) durchgeführt wird.

      Ich wäre nicht gegen eine Lösung in Form von: Informationsveranstaltung betr. Organspende nach Erlangen der Volljährigkeit mit verbundener obligatorischer Angabe ob man Spender (inkl. welche Organe) sein möchte oder nicht.
    • Zwei Fallende Stimmen 23.03.2019 14:39
      Highlight Highlight Eine Organspende ist aber (auch rechtlich) nicht dasselbe wie irgendeine xbeliebige OP an einem lebenden (!) Menschen. Deshalb gelten die strengen informed Consent-Regeln nicht einfach per se. Ihre Vorstellung (Obligatorische Angabe nach Infoveranstaltung) ist nicht so weit von der Widerspruchslösung entfernt. Sie ist noch eingreifender eigentlich und sicher aufwändiger: alle müssten sich äussern, nicht nur die, die nicht wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 23.03.2019 00:17
    Highlight Highlight Eine freiwillige Organspende (ohne indirekte Nötigung) ist jedem Menschen selbstverständlich freigestellt, gar keine Frage.

    Aber im Zweifelsfall einfach „zu vermuten“ (wie es schwammig in der Inititaive heisst), dass der Sterbende zur Organspende willens wäre, ist aus menschenrechtlichen und ethischen Erwägungen heraus inakzeptabel. Nicht jeder Schweizer der sich nicht schon im Vorfeld durch Ausweis entschieden hat, kann quasi verpflichtet werden, in jeder Jacke einen entsprechenden Hinweis mit sich zu tragen. Eine Ungeheuerlichkeit!
    • TJ Müller 23.03.2019 20:39
      Highlight Highlight Nicht jeder Schweizer der sich nicht schon im Vorfeld durch Ausweis entschieden hat, kann quasi verpflichtet werden, in jeder Jacke einen entsprechenden Hinweis mit sich zu tragen."
      Genau dies ist jetzt bei all den Menschen die Ihre Organe spenden wollen aber der Fall. Weshalb gehen Sie davon aus, dass der Mensch grundsätzlich die Organe nicht spenden will? Dies ist reine Spekulation und von der eigenen Weltanschauung abhängig. Ich zB glaube eher, dass grundsätlich jeder Mensch seine Organe spenden will, ausser es ist durch die Religion von aussen beeinflusst.
    • Angelo C. 23.03.2019 23:10
      Highlight Highlight TJ Müller

      Die Spendewilligen tragen einen Spenderausweis auf sich und sind bei Swiss Transplant eingetragen.

      Selbstverständlich sind - entgegen ihrer weltfremd wirkenden Annahme - viele Menschen aus diesen und jenen Gründen nicht bereit, ihre Organe zu spenden. Wäre dem nicht so, wäre die Protestwelle gegen diese Handlungs-Nötigungsinitiative genauso inexistent wie das gestrige Aufbegehren von Fachleuten und Gegnern in der ARENA.

      Es geht hier nicht nur um Willigkeit, sondern um praktische Nötigung zur Entscheidung, etwas was bei manchen Menschen eine psychische Überforderung darstellt.
  • Cédric Wermutstropfen 23.03.2019 00:08
    Highlight Highlight Ich bin absolut gegen diese Initiative und ich habe selber eine Organspenderkarte auf mir.

    Man soll sich bewusst für eine Organspende entscheiden müssen und nicht bewusst dagegen.
    • Zwei Fallende Stimmen 23.03.2019 13:28
      Highlight Highlight Warum?
    • Pafeld 23.03.2019 15:10
      Highlight Highlight Dann machen wir es doch einfach so: wer sich nicht oder dagegen Entscheidet, ist als Empfänger einfach immer zweite Wahl.

      Klingt hart? Warum? Sonst haben wir ja auch keine Hemmungen für nahezu alles in der Gesellschaft das Vorrecht der grösseren Brieftasche walten zu lassen. Warum nicht einmal die bewussten Entscheidung zu Gunsten der Gesellschaft belohnen? Ach nein, das wäre ja Sozialismus in seiner Reinform. Und Sozialismus ist ja von Grund auf böse und schlecht. Weil uns die Entscheidung für die Gesellschaft ja zwingend in eine Diktatur treibt.

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