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ACHTUNG FALLE

Schlimmster Motorrad-Unfall der Welt? Von wegen. Betrüger locken Facebook-Nutzer mit Schockfoto in die Falle



Unbekannte verbreiten das untenstehende Bild auf Facebook. Das verpixelte Foto zeigt angeblich ein Unfallopfer, das nackt auf der Strasse liegt. Der Oberkörper scheint abgetrennt. Dazu die nicht nur orthografisch fragwürdige Schlagzeile: «[SCHOCK] Schlimmster Motorrad Unfall der Welt!»

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Kein Video, sondern eine Falle: Hinter dem vermeintlichen Video auf Facebook lauert ein Trojaner. screenshot: mimikama

Weiterverbreitet wird das Bild durch arglose Facebook-Nutzer, die noch immer nicht mitbekommen haben, dass sich hinter solchen Schockmeldungen Trojaner und Viren verbergen.

Per Klick auf den Statusbeitrag wird man auf eine Facebook-Fälschung umgeleitet, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht. Dort wird der Nutzer aufgefordert, das Video zuerst mit seinen Freunden zu teilen, damit er es starten könne. So findet es den Weg zu zahlreichen weiteren Nutzern.

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Zu dieser gefälschten Facebook-Seite gelangen die Opfer. screenshot: mimikama

Nun startet automatisch der Download eines vermeintlichen Videoplayers. Dabei handelt es sich allerdings um einen Trojaner oder Adware, die auf Webseiten lästige Popup-Werbung einblendet. 

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Das ist kein harmloser Videoplayer, sondern Schadsoftware, die Ihren PC infiziert. screenshot: mimikama

Selbstverständlich bekommt man das Video auch nach dem Teilen nicht zu sehen. Stattdessen wird man bei solchen Betrugsversuchen oft auf eine weitere gefälschte Webseite umgeleitet, die der Facebook-Anmeldeseite aufs Haar gleicht. Wer hier nicht misstrauisch wird und die Login-Daten eingibt, schickt sein Facebook-Passwort direkt an die Betrüger.

Mimikama, eine Website zur Bekämpfung von Internetmissbrauch, warnt bereits zum dritten Mal in diesem Jahr vor dieser Betrugsmasche mit dem angeblichen Horrorunfall. 

«Es gab nie ein Video zu sehen. Am Ende entpuppten sich die angeblichen Videos als Weiterleitung zu Sex-Dating- oder Pornoseiten im Internet.»

Der Link zur manipulierten Webseite wird von Facebook-Nutzern aber immer noch fleissig weiterverbreitet.

Die Ziele der Betrüger sind stets die gleichen: teure Abofallen oder der Versuch, an private Daten zu gelangen. Beispielsweise wird den ahnungslosen Facebook-Nutzern heimlich ein Trojaner installiert, wenn sie versuchen, das Video zu starten. Mit dem Trojaner haben die Kriminellen freien Zugang zum Computer oder Smartphone ihrer Opfer. Wer einen Virenscanner installiert und auf dem neusten Stand hat, ist auf der sicheren Seite. Aktuelle Virenscanner warnen beim Aufruf der manipulierten Webseite. 

Facebook-Nutzern, die ihren PC auf Schadsoftware überprüfen wollen, rät Mimikama zu folgenden Programmen:

(oli)

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