Holland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«The Ocean Cleanup» – so will dieser junge Holländer die Meere retten



The Ocean Cleanup präsentiert sein Säuberungs-System 001/B, das im Great Pacific Garbage Patch Abfälle sammelt. (zVg)

Ein riesiges Problem: Plastikmüll in den Ozeanen. Bild: EPA THE OCEAN CLEANUP

Berge von Plastikmüll verschmutzen die Ozeane. Mit dem Projekt «Ocean-Cleanup» will ein junger Niederländer dagegen angehen. Jetzt stellt er neue Pläne vor, darunter Recycling und Vermarktung des Mülls.

Das Projekt «The Ocean Cleanup» zur Säuberung der Weltmeere will eingesammelten Plastikmüll zu Produkten verarbeiten und mit dem Verkaufserlös die Umweltinitiative weiter finanzieren. Dies teilte der Leiter der Organisation, der Niederländer Boyan Slat, am Donnerstag im kanadischen Vancouver mit. Der 25 Jahre alte Öko-Unternehmer präsentierte bei der Vorstellung der Pläne 60 grosse, mit Plastikmüll gefüllte Säcke.

Oversized bags of plastic trash recovered by Netherlands-based group The Ocean Cleanup are displayed during a stop at port in Vancouver, on Thursday December 12, 2019. The Dutch non-profit organization, which collected the garbage over a one-year period, plans to transform the items into sustainable products. (Darryl Dyck/The Canadian Press via AP)

Bild: AP

Dies seien die ersten Ergebnisse ihrer Säuberungsaktion mit einem Plastikmüllfänger im Pazifik. «Wir werden diesen Abfall zu einem schönen, nachhaltigen Produkt machen, das man kaufen kann», sagte Slat. Nach den Plänen des gemeinnützigen Unternehmens sollen erste Recycling-Produkte im September 2020 auf den Markt kommen. Dann werde auch die Produktpalette vorgestellt. Der Verkaufserlös soll zu 100 Prozent in das Projekt fliessen.

Der schwimmende Güselfleck

Der eingesammelte Müll umfasst grössere Stücke wie Fischernetze und Kunststoffkästen bis hin zu millimeterkleinen Plastikteilen. Dieser zersetzte Abfall habe Jahrzehnte im Meer verbracht, sagte Slat. Dies sei kein normaler Plastikmüll, sondern ein ganz besonderer Rohstoff mit einer Geschichte, «etwa wie der Unterschied zwischen einem normalen Stein und einem Stein vom Mond», führte der Niederländer aus. Er hoffe, dass über den Kauf der Recycling-Produkte viele bei der Aktion mitmachen.

abspielen

Video: YouTube/CNET

Slat teilte gleichzeitig mit, dass mit «System 002» die nächste Phase des Projekts vorbereitet werde. Ziel sei es, im grösseren Umfang Sammelvorrichtungen für Plastikmüll im sogenannten Great Pacific Garbage Patch (deutsch: Grosser Pazifikmüllfleck) zwischen Kalifornien und Hawaii zu installieren. Bei diesem Strömungswirbel sollen sich nach Schätzungen von Wissenschaftlern 1.8 Billionen Plastikteile sammeln.

Der Müllfänger

epa07892090 A handout photo made available by The Ocean Cleanup shows the company's ocean cleanup prototype System 001/B capturing plastic debris in the Great Pacific Garbage Patch, in the Pacific Ocean, 30 September 2019 (issued 03 October 2019). The self-contained system uses natural currents of the sea to passively collect plastic debris in an effort to reduce waste in the ocean. According to the Ocean Cleanup, the system is even able to filter microplastics as small as 1mm.  EPA/THE OCEAN CLEANUP HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA

Der erste Müllfänger war im September 2019 von San Francisco aus gestartet. Die Anlage wurde jedoch bei ihrem Testeinsatz beschädigt und konnte den Müll nicht wie geplant festhalten. Die aus einer 600 Meter langen U-förmigen Röhre mit einer Art Vorhang als Fangvorrichtung bestehende Konstruktion wurde verbessert und erneut getestet.

Im Oktober meldete «Ocean Cleanup» dann erste Erfolge. Demnach sammelt der riesige Fangarm nun Meeresmüll ein. Das Projekt wird von Unternehmen, Universitäten und auch von der niederländischen Regierung unterstützt. (aeg/sda/dpa)

Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer

Die Wasserbarriere gegen Plastik

Play Icon

Kampf gegen den Plastik

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Link zum Artikel

So sehen die Regale aus, wenn man Produkte mit Mikroplastik entfernt

Link zum Artikel

In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote

Link zum Artikel

Der Kampf gegen den Plastikmüll nimmt zu – eine dieser 8 Massnahmen könnte es richten

Link zum Artikel

Kampf gegen den Plastik

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

78
Link zum Artikel

So sehen die Regale aus, wenn man Produkte mit Mikroplastik entfernt

62
Link zum Artikel

In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote

19
Link zum Artikel

Der Kampf gegen den Plastikmüll nimmt zu – eine dieser 8 Massnahmen könnte es richten

45
Link zum Artikel

Kampf gegen den Plastik

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

78
Link zum Artikel

So sehen die Regale aus, wenn man Produkte mit Mikroplastik entfernt

62
Link zum Artikel

In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote

19
Link zum Artikel

Der Kampf gegen den Plastikmüll nimmt zu – eine dieser 8 Massnahmen könnte es richten

45
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

42
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • yey 13.12.2019 20:30
    Highlight Highlight Gut gemeint ... aber implizit sagt es «Plastikmüll ins Meer zu werfen ist jetzt OK»

    Für eine nachhaltige Lösung reicht nicht die Technik allein nicht. Zusätzlich ist die Politik gefordert. Illegal entsorgter (bzw. nicht korrekt retournier) Plastikmüll muss beim Verursacher zu einer finanziellen Einbusse führen - was anschliessend genau solche Projekte finanzieren könnte.
  • G-. 13.12.2019 14:51
    Highlight Highlight Tolle Aktion und absolut unterstützungswert!

    Es gibt so viele unterschiedliche Projekte die sich zum Ziel gesetzt haben die Ozeane vom Plastikmüll zu befreien und man verliert schnell mal den Überblick. Könntet ihr mit einem kleinen Übersichtsartikel da eventuell mal Klarheit schaffe?

    Ich verbringe meine Zeit lieber auf Watson als mit Google Recherchen ;)
  • Rolf_N 13.12.2019 14:32
    Highlight Highlight Man sollte vieleicht in dem Artikel auch erwähnen, dass das Projekt unter heftiger Kritik von Umweltschützern und Experten steht, obwohl es auf den ersten Blick toll klingt.
  • Bavaria 13.12.2019 14:02
    Highlight Highlight Endlich Mal eine junge, ambitionierte Person, die aktiv etwas für den Umweltschutz unternimmt und nicht nur heisse Luft wie Greta Thunberg verbreitet.

    Umweltprobleme ansprechen finde ich gut und muss man, um viele Klimaleugner wach zu rütteln, doch muss man eben auch selber etwas aktiv unternehmen und nicht nur darüber debattieren.
    • sheimers 13.12.2019 15:57
      Highlight Highlight Unsinn, beide sind auf ihre Art grossartig. Es braucht Leute mit Ideen, aber auch Leute, die Überzeugungsarbeit leisten. Letztere sorgen dafür, dass die Ideen ersterer auch im grossen Stil unterstützt werden.
  • Baba 13.12.2019 13:27
    Highlight Highlight Boyan Slat, ein faszinierender Mensch mit einer Vision. Trotz seines jungen Alters setzt er sich schon seit Jahren für die Säuberung der Meere von Plastikmüll ein. "The Ocean Cleanup" hat er noch als Teenager gegründet.

    Bewundernswerter Typ 👍🏼. Danke für den Artikel und bitte, bleibt an diesem Thema dran 😊
  • MartinZH 13.12.2019 13:16
    Highlight Highlight Solche Ideen und Projekte wie «The Ocean Cleanup» sollten noch viel mehr finanziert und gefördert werden – vor allem von den Unternehmen und Ländern, die am meisten Plastik (-Müll) produzieren! 👍
  • Kommentarsektionsreiniger 13.12.2019 13:10
    Highlight Highlight Wenn sich die Personen endlich mal richtig Informieren würden, würden Sie auch wissen das dieser Junge Mann 1000 mal mehr geleistet hat als das Marketingprodukt "Greta". Handeln statt labern!
    • Me:ish 13.12.2019 13:34
      Highlight Highlight Sorry, wollte herzen. Verfluchte Wurstfinger.
    • Baba 13.12.2019 13:44
      Highlight Highlight Ach Herr Gaddafi... Darf in Ihrem Universum jeweil bloss eine Person um die Umwelt besorgt sein?

      Und was genau erwarten Sie von einem 16jährigen Mädchen, was die Grossen der Politik nicht selbst besser können müssten?
    • Raffaele Merminod 13.12.2019 14:04
      Highlight Highlight Und was hast Du schon so geleistet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Reto Von Niederhäusern 13.12.2019 12:35
    Highlight Highlight Tolle Sache das.
    Zwei Probleme:
    1. Keine 10% des Mülls in de Meeren schwimmt tatsächlich an der Oberfläche.
    2. Schafft dieses System das Einsammlen des Mülls ganz ohne Beifang?
    Das nur mal so in den Raum gestellt...
    • Baba 13.12.2019 13:45
      Highlight Highlight Auf beide Fragen erhalten Sie bei https://theoceancleanup.com/ wohl Antworten 😊
    • Andre Buchheim 13.12.2019 14:15
      Highlight Highlight Seh ich auch so. Weiteres Problem: Was soll das bringen, wenn weiter Unmengen von Plastik produziert werden und am Ende im Meer landen?
      Hier wird lediglich versucht, das Symptom zu bekämpfen, ohne an die Ursache ranzugehen.
    • Zurigo 13.12.2019 14:43
      Highlight Highlight Quelle?
      Mir war da mal was mit: ein Grossteil schwimmt von 0 bis -1 Meter unter der Oberfläche...
  • kornhouse 13.12.2019 12:20
    Highlight Highlight Achtung, da wurde nicht sauber recherchiert. Das "Ocean Cleanup System 001" ist der "Müllfänger" welcher auf dem great pacific garbage badge zum Einsatz kam bzw kommt. Dieses unterscheidet sich in der Bauweise merklich vom oben abgebildeten System namens "Interceptor", welcher in Flüssen die im Meer münden zum Einsatz kommen soll und dies in Indonesien auch schon seit gut 1 Monat tut. Dadurch soll dafür gesorgt werden, dass der Müll erst gar nicht mehr ins Meer gelang über diese Flüsse. Sehr spannendes Projekt, welches mehr Aufmerksamkeit verdienen würde!
  • PVJ 13.12.2019 11:47
    Highlight Highlight Schöne, sicher wertvolle Initiative. Die Wirkung dürfte aber primär symbolisch sein.

    Wirkungsvoller wäre es, zuerst mal darauf hin zu arbeiten, dass nicht mehr jedes Jahr 8 Millionen Tonnen neuer Plastikmüll im Meer landen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen
    • eigiman 13.12.2019 14:54
      Highlight Highlight The Ocean Cleanup installiert auch Einrichtungen, um Abfälle bereits in den Flüssen zu fassen...
  • Magnum44 13.12.2019 11:38
    Highlight Highlight Der sollte sich in den Boden schämen, dass er nicht mit dem Segelboot nach San Francisco gefahren ist. Ekelhaft. So gewinnt er definitiv keine Jünger dazu.
  • Blatt1 13.12.2019 11:14
    Highlight Highlight Schreibt mehr über diesen Herren. Er bewirkt wenigstens was nicht so wie eine gewisse, junge Dame, welche zur Person des Jahres gewählt worden ist.
    • felixJongleur 13.12.2019 11:21
      Highlight Highlight Auf dich scheint sie schon mal nachhaltig Einfluss genommen zu haben. Ich finde den Herrn auch super - eine Verbindung zur Greta kam mir aber beim besten Willen nicht in den Sinn.
    • Gegu 13.12.2019 11:26
      Highlight Highlight die junge Dame hat mehr bewirkt, als du wahrhaben willst!!!
    • MarGo 13.12.2019 11:36
      Highlight Highlight gell, was hat die junge Dame schon bewirkt....

      ausser, Millionen von jungen Menschen dazu zu bewegen, sich zur Wehr zu setzen... woraus bereits jetzt schon politische Entscheide gefällt wurden...

      ausser dem hat sie nichts aber auch gar nichts bewirkt!!11!drölf!!

      /Ironie off and facepalm on
    Weitere Antworten anzeigen
  • DonSaiya 13.12.2019 11:07
    Highlight Highlight Bravo!!!

Dieser Italiener lebt seit 30 Jahren alleine auf einer Insel – und ist trotzdem nicht frei

Er ist der berühmteste Aussteiger Italiens: Mauro Morandi lebt seit 30 Jahren auf der Mittelmeerinsel Budelli – allein und in vollkommener Einsamkeit. Ausser den paar Besuchern, die ab und an vorbeikommen, um ihm Wasser und Lebensmittel zu bringen und ein paar Touristen, die sich auf seine Insel verirren, hat er kaum Kontakt zur Aussenwelt. Morandi hat sich den Traum des eigenen Paradieses erfüllt. Und doch ist der Eremit nicht frei: Sein Alter und die italienischen Behörden machen ihm das …

Artikel lesen
Link zum Artikel