Donald Trump
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«Hatte 1 Bier...»: Wie sich Trump an Rallye über Blasey Ford lustig macht



US-Präsident Donald Trump hat sich öffentlich über die Frau lustig gemacht, die seinem umstrittenen Richterkandidaten Brett Kavanaugh einen sexuellen Angriff vorwirft. Bei einem Wahlkampfauftritt in Mississippi machte Trump Witze darüber, dass die Psychologieprofessorin Christine Blasey Ford sich nicht an alle Details der fraglichen Nacht erinnern kann.

«Ich habe ein Bier getrunken, richtig?» sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) in Southaven und machte dabei offenbar Blasey Ford während ihrer Anhörung vor dem Senat nach. «Wie sind Sie nach Hause gekommen? Ich erinnere mich nicht. Wie sind Sie dorthin gekommen? Ich erinnere mich nicht. Wo war der Ort? Ich erinnere mich nicht. Wieviele Jahre ist es her? Ich weiss nicht, ich weiss nicht, ich weiss nicht, ich weiss nicht.»

Trump fuhr vor seinen jubelnden Anhängern mit diesem nachgestellten Frage-und-Antwort-Spiel fort und sagte dann: «Aber ich habe ein Bier getrunken. Das ist das einzige, woran ich mich erinnere. Und das Leben eines Mannes ist ruiniert. Das Leben eines Mannes ist zerstört.»

Die Frontalattacke des US-Präsidenten auf Blasey Ford ist ein radikaler Strategiewechsel – bislang hatte Trump sich mit Blick auf die Frau sehr zurückgehalten und sie nach ihrer Anhörung im Senat sogar als «sehr glaubwürdige Zeugin» bezeichnet.

Blasey Ford wirft Kavanaugh vor, im Sommer 1982 auf einer Teenagerparty versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Trumps Kandidat für den Supreme Court weist die Vorwürfe entschieden zurück. Allerdings haben zwei weitere Frauen ähnliche Vorwürfe gegen den Juristen erhoben.

Seine geplante Ernennung zum Obersten Richter auf Lebenszeit ist in den USA längst zu einem Politikum vor den im November anstehenden Teilwahlen zum US-Kongress geworden. (sda/afp)

Christine Blasey Ford gegen Brett Kavanaugh

Video: srf

Melania Trumps Afrika-Reise

Eine Woche voller «loco» Trump-Momente

Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rocky Gonzales 03.10.2018 10:20
    Highlight Highlight Keine Ethik mehr heute, sieht man weltweit. Und es sind ja nicht nur die Politiker - es ist ein Spiegel der Gesellschaft, denn diese Leute werden ja von jemandem gewählt und danach für Ihre "Taten" noch beklatscht. Und die sog. GUTEN sind andauernd empört und tun nichts dagegen. Das ist unsere Regierung, unsere Gesellschaft und die einzelnen Menschen. Aber auch, weil die Politik versagt hat und viele Versprechen nie eingelöst hat und die Bürger alleine im Regen stehen lässt. Mal darüber nachdenken.
  • Don Alejandro 03.10.2018 08:48
    Highlight Highlight Sich über eine mutmassliche Vergewaltigung lustig machen... Die Lernkurve beim Rotkopf (wenn es denn jemals eine gab), fällt steil ab. Die Rednecks im Biblebelt applaudieren. Trauriges Amerika!
  • Hasek 03.10.2018 08:27
    Highlight Highlight Ich frage mich manchmal ernsthaft, für wie bescheuert uns die nächsten Generationen halten werden. Ich meine jede Generation hat seine Idioten. Aber wir toppen das schon locker. Und wenn man dann bedenkt, wieviele Jubelperser einer wie Trump auch in der Schweiz generiert... man würde lachen, wenn's nicht so traurig wäre...
    • Hasek 03.10.2018 10:20
      Highlight Highlight @Rea

      Was genau stört sie an "Jubelperser"? Kennen Sie den Begriff, woher er kommt, für was er verwendet wird? Scheinbar nicht. No prob, aber dann bitte nicht noch kommentieren...

      Ich halte Jubelperser nicht für ein "kluges" Wort, sondern für ein zutreffendes...
    • Jürg Müller - Der Katzenmann 04.10.2018 05:56
      Highlight Highlight @Reaganomics Lamborghini: Zitat: 'Ausserden steht Jubelperser für gekaufte Zujubler. Was bei den schweizer Trump-Fans ja nicht der Fall ist.' Zitatede.

      No e Wurscht oder es Bier ? War mal an einem $VP Event ..... 😆😆😆

      Zujubler? Oh ja. rofl

      scnr
  • Tom H 03.10.2018 08:22
    Highlight Highlight Mich erstaunt leider nichts mehr. Trump ist Weltmeister im Niveau-Limbo und schafft es immer wieder, die Latte nochmals tiefer zu legen.
    Unabhängig davon, wie schuldig Kavanaugh ist, hat die Anhörung gezeigt, was für eine Persönlichkeit Kavanaugh und wie ungeeignet er für einen Supreme Court ist: er ist sehr aufbrausend, verdreht Aussagen, weicht bei Fragen aus und lügt offensichtlich, stellt Befragende bloss, glaubt an eine Verschwörung gegen ihn und benimmt sich teilweise wie ein quengelndes Kind. Beängstigend, wenn so jemand unkündbar letztinstanzliche Entscheidungen treffen wird.
  • pontifex_maximus 03.10.2018 08:22
    Highlight Highlight Ich würde künftigen Top Shots das Zölibat empfehlen. Alles andere ist heikel.
  • N. Y. P. 03.10.2018 08:13
    Highlight Highlight Schicke uns Deinen Input..

    Was soll man noch schreiben ?

    Es gibt wirklich nichts mehr, was nicht schon gesagt und geschrieben wurde über Donald Trump. Wieder und wieder schafft er es den allertiefsten Tiefpunkt noch mehr nach unten zu schieben.

    Seine Anhänger sind so minderbemittlete, einfache Leute. Man kann ihnen nicht böse sein. Es ist eher nur Mitleid, wie man so abgrundtief verblödet sein kann.

    Über Behinderte hat TWGAH schon gelacht. Aber dasi st ja auch nur noch eine Randnotiz.
    • Baba 03.10.2018 08:42
      Highlight Highlight Nein, es sind eben nicht (nur) die ungebildeten, die Hinterwäldler und diegeistig Herausgeforderten, die Trump anbeten. Es gibt auch sehr viele gebildete Trump Anhänger. Die sind aber häufig von einer so tiefen Ablehnung gegen die Demokraten getrieben, dass sie grosszügig darüber hinwegsehen, dass Trump die GOP schamlos für seine Selbstinszenierung benutzt.
    • Gurgelhals 03.10.2018 09:33
      Highlight Highlight @Baba
      Paul Krugman hat dazu in der NYT einen guten Kommentar geliefert: Die Fratzen von Trump und Kavanaugh zeigen, dass sich das giftige Ressentiment von weissen Männern, das zum Vorschein kommt, wenn deren "gottgegebenen" Privilegien in Frage gestellt werden, eben genau quer durch alle Klassenschichten vorhanden sind. Da gibt es den Yale-Professor, der gekränkt ist, weil er keinen Nobelpreis hat, den Bundesbezirksrichter, der gekränkt ist, weil er nicht an den Supreme Court darf, usw. Dieses Ressentiment ist der gemeinsame Nenner zwischen dem "kleinen Mann" und den superreichen Abzockern.
    • Damogles 03.10.2018 11:28
      Highlight Highlight Swisskiss: das würde mich freuen, doch habe ich bedenken, ob die Dems das schaffen werden. Das 2 Parteiensystem ist nicht wirklich überzeugend
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno S.1988 03.10.2018 07:55
    Highlight Highlight Und das kommt vom " die lassen dich alles machen wenn du berühmt bist"-Typ!
    Hauptsache seine mehrmals betrogene Frau macht sich gegen Cyber Mobbing stark, dabei ist der grösste Mobber weltweit ihr eigener Ehemann.
    • Baba 03.10.2018 08:45
      Highlight Highlight Weshalb diese Frau bei einem solchen Typen bleibt, ist mir eh ein Rätsel. Etwas anderes, als dass er sie mit/wegen irgendwas in der Hand hat, kann ich mir nicht vorstellen.
    • Bruno S.1988 03.10.2018 09:10
      Highlight Highlight @Baba
      Wohl aus dem gleichen Grund weshalb sie ihn in erster Linie überhaupt geheiratet hat...wegen seinem Ge...ääh Charme und tollen Aussehen!
    • Neunundneunzig 03.10.2018 09:28
      Highlight Highlight Ivana musste er bei der Scheidung ein riesiges Vermögen zahlen. Ich vermute, dass Melania einen Ehevertrag unterschreiben musste, dahingegend, dass sie im Falle einer von ihr eingeleiteten Scheidung nix bekommt und evtl. auch das Sorgerecht für Sohn Baron verliert.
      Sie hat sich verkauft und wird es damit rechtfertigen, dass sie es in ihrer Heimat nie zu solchem Luxus gebracht hätte 🤷‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baba 03.10.2018 07:46
    Highlight Highlight Wie abgrundtief primitiv kann eine Mensch sein...

    Diesem Typen (und seinen Anhängern) geht alles ab, was das Zusammenleben angenehm macht: Anstand, Stil, Klasse, Zurückhaltung, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Empathie... 45 richtet mit seiner Art zu "politisieren" einen gesellschaftlichen Schaden an, mit dem die USA wohl noch lange zu kämpfen haben wird.

    Wann hatten die USA zuletzt einen so spaltenden Mann im Oval Office sitzen?
    • Freedom Fighter 03.10.2018 07:59
      Highlight Highlight @Baba
      Die Antwort auf Ihre letzte Frage ist sehr einfach: NOCH NIE
    • Illuminaughty 03.10.2018 08:42
      Highlight Highlight Leider schon. Reagan spaltete die Gesellschaft ebenfalls. Unter ihm ging die Schere zwischen arm und reich so richtig auf und die USA hat sich nie wieder von diesem Schaden erholen können. Dazu der Vietnamkrieg, eine weitere Spaltung zwischen Kriegsgegner, -befürwortern und einer Menge Veteranen mit Traumata.
      Es gibt erstaunliche Parallelen zwischen Trump und Reagan.
    • Musikuss 03.10.2018 08:50
      Highlight Highlight Der richtet nicht nur in den USA Schaden an: auf der der ganzen Welt demonstriert er: je schamloser seine Lügen sind, desto grösser ist der Applaus bei seinen Anhängern. Das war vor dem zweiten Weltkrieg die gleiche Taktik von einem österreichischen Herrn der bekannten Herrenrasse....
  • rodolofo 03.10.2018 07:24
    Highlight Highlight Einfach nur widerlich, diese Trump-Kavanaugh-usw.-"Ehrenwerte" Gesellschaft!
    Ich hoffe, die US-WählerInnen rappeln sich nochmals auf und erteilen dieser arroganten, neo-imperialistischen, alt-chauvinistischen Republikaner-Mafia bei den Midterms eine deutliche Abfuhr!
    Und wenn nicht, können wir uns langsam aber sicher von den hehren "Westlichen Werten", wie Demokratie und Menschenrechte, verabschieden.
    Dann treten wir ein in eine weitere Phase des Faschismus und der totalen Überwachung mittels seelenlosen Algorhytmen:
    https://www.arte.tv/de/videos/061675-000-A/pre-crime/
  • René Obi 03.10.2018 07:22
    Highlight Highlight Respektlosigkeiten am falschen Ort ist ja nichts Neues von ihm. Auch wenn es immer schlimmer und extremer wird. Steuerhinterziehung von ihm überrascht ja wohl auch niemanden. Und doch hat er immer noch seine Zujubler. Auch hier in der Schweiz. Hoffen wir Vernünftigeren auf die Vernünftigeren in den USA und auf einen Erdrutschsieg der Demokraten. Also der Mitte gegen Rechtsaussen. Es betrifft die ganze Welt, leider. Also auch uns.
  • amazonas queen 03.10.2018 07:21
    Highlight Highlight Man muss sich halt bewusst machen, er kommt damit bei seinen Wählern an. Die jubeln während er auf andere einschlägt. Er sagte ja mal, er könne jemanden erschiessen und würde dennoch gewählt. Recht hat er - leider. Das ist das Resultat einer immer mehr verkümmernden Gesellschaft.
    Das ist nicht nur in den USA so. In CH regen sich Bürger auf als wäre es der Weltuntergang, wenn zur Rush hour sie nicht alleine im Vierer Abteil sitzen. Was soll das?
    • jinglejanglee 03.10.2018 07:45
      Highlight Highlight interessanter spruch von trump (jmdn erschiessen und dennoch gewählt werden), erinnert mich an "justiz" von dürrenmatt (wenn auch die geschichte inhaltlich andere themen behandelt).

      ich glaube langsam, dass trump wirklich einen genialen strategen hinter sich hat, der weiss, wie man einen trump für seine politischen zwecke nutzen kann (trump selber schätze ich als nicht so klug ein, allerdings ist er ein meister der selbstdarstellung, siehe alle seine projekte!)
    • grind 03.10.2018 08:49
      Highlight Highlight mit all meinem groll den ich auf trump hege muss trotzdem gesagt sein, dass dieses eine zitat mit dem erschiessen fake ist. nichtsdestotrotz liefert er genug ähnlich brisante zitate.
    • Max Dick 03.10.2018 09:21
      Highlight Highlight Der Zusammenhang zwischen Trump und dem während der Rushhour alleine in einem Viererabteil sitzen zu wollen ist nun doch etwas gar weit her geholt.
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  • iisebahnerin 03.10.2018 06:45
    Highlight Highlight So täubelet nur einer, der verloren hat.....

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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