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epa08496617 YB's Jean-Pierre Nsame celebrates next to teammate Fabian Lustenberger after scoring the 3-2 during the first Super League soccer match after the Coronavirus lockdown, between BSC Young Boys and FC Zuerich at the Stade de Suisse in Berne, Switzerland, 19 June 2020. To prevent a second wave of Covid-19 infections, the match takes place without spectators.  EPA/PETER KLAUNZER

Nach 26 Runden hat Jean-Pierre Nsame schon 23 Mal getroffen. Bild: keystone

YB-Knipser Nsame auf Rekordkurs – trifft er auch heute bei Servette?

Am Samstag schickte YB ein klares Signal an die Konkurrenz: Mit dem 6:0 gegen Xamax machen die Berner im Titel-Endspurt ernst. Um die Ambitionen zu untermauern, müssen sie heute auch in Genf siegen. Ein Teil der Hoffnungen liegt dabei auf Jean-Pierre Nsame.



Als «schönen Sieg» bezeichnete Gerardo Seoane das 6:0 über Neuchâtel Xamax, ehe er nüchtern analysierte, wie es zur Berner Gala gekommen war. Die vier Tore innerhalb von etwas mehr als acht Minuten hätten dazu geführt, dass das Resultat am Ende «extrem hoch» ausgefallen sei. «Praktisch jede Aktion war ein Treffer, das war natürlich auch etwas glücklich», sagte der YB-Trainer über die Phase, die unmittelbar vor der Pause zum 4:0 und bis Spielschluss zum höchsten Saisonsieg der Berner geführt hatte.

Zwei Tore schoss beim Kantersieg gegen Xamax Jean-Pierre Nsame. Er trifft weiter nach Belieben. Nachdem er in den drei Spielen seit dem Wiederbeginn fünf Mal getroffen hat, steht Nsame bei 23 Toren – und es sind noch zehn Runden zu spielen. Der 27-jährige kamerunische Stürmer wird gemäss der Hochrechnung bei 32 Toren ankommen, wenn er seine Kadenz aufrechterhält. Dies wäre erst recht bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass alle Torschützenkönige ab 2012/13 zwischen 17 und 23 Mal trafen.

Die Torschützenkönige seit 1990

Doumbias Marke im Visier

In der Epoche der Super League ist Seydou Doumbia der Torschützenkönig mit den meisten Toren. Aber Nsame hat sich längst aufgemacht, den Rekord zu brechen. In der Saison 2009/10, als sich YB im Finish vom FC Basel überflügeln liessen, erzielte Doumbia 30 Tore. Die zweitbeste Marke in der 2003/04 begonnenen Ära der Super League stellten mit je 27 Toren die Basler Christian Gimenez (2004/05) und Alex Frei (2010/11) auf.

Scheint Doumbias Rekord für Nsame durchaus erreichbar zu sein, ist es der Rekord der Nachkriegszeit kaum. Der früh verstorbene Däne John Eriksen erzielte in der Saison 1987/88 für Servette 36 Tore. In der Saison davor hatte Eriksen 28 Mal getroffen. Beide Male gelang es ihm nicht, den Genfern zum Titel zu verhelfen. Meister wurde jeweils Neuchâtel Xamax.

Bildnummer: 05023572  Datum: 13.06.1986  Copyright: imago/WEREK
Torsch

Jubelte auch im Nationaltrikot: Servette-Däne Eriksen. bild: imago images

Auswärtsschwäche des Meisters

Nun strebt YB einen Titel-Hattrick an. Dank dem hohen Sieg über Xamax knöpfte es dem punktgleichen FC St.Gallen die Tabellenspitze ab, die Berner haben die um drei Treffer bessere Tordifferenz.

Auswärts wartet YB jedoch seit Ende November auf einen Sieg. Vor einer Woche setzte es auch bei Schlusslicht Thun eine 0:1-Niederlage ab. Und an seine letzte Reise nach Genf hat der Meister nicht die besten Erinnerungen: Ein 0:3 beim Aufsteiger am 3. November leitete die Serie schlechter Resultate in der Fremde für YB ein, seither gab es noch einen Sieg in sieben Auswärtspartien. (ram/sda)

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Offen gesagt

«Lieber Herr Berset, Sie müssen das jetzt regeln ...»

Vergangenes Wochenende passierte, was sowieso passiert wäre, Lockerungsschritte hin oder her: Die Jugend tanzte und wird zum Sündenbock gemacht. Damit hat die Entsolidarisierung in der Bevölkerung begonnen. Das ist gefährlicher als jeder einzelne Infektionsherd.

Lieber Herr Berset

Es wäre wieder ein General-Dufour-Moment für Sie. Sie erinnern sich? Der Tagsatzungs-General im Sonderbundskrieg mit dem wichtigen Strategie-Grundsatz: «On verra ensuite».

Sie wussten, dass mit den weitreichenden Lockerungen der Corona-Massnahmen neue Infektionsherde entstehen würden. Und Sie mussten auch davon ausgehen, dass diese vorwiegend in Clubs und Gottesdiensten ausbrechen würden. So wie überall sonst auf der Welt auch.

Genau das ist geschehen, nachdem Clubs wieder …

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