Coronavirus
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Das hat der Bundesrat heute entschieden: Corona-Tests gratis, SwissCovid App startet



Um rasch auf einen Wiederanstieg der Fallzahlen reagieren zu können, soll so viel getestet werden, wie möglich und sinnvoll ist. Der Bund übernimmt deshalb ab dem 25. Juni 2020 sämtliche Kosten für Coronatests. Dies hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 24. Juni entschieden.

Er hat zudem die Verordnung über das Proximity-Tracing-System für das Coronavirus verabschiedet. Sie ermöglicht es, die SwissCovidApp ab dem 25. Juni schweizweit einzusetzen.

Kein Selbstbehalt mehr für Testpersonen

Corona-Pandemie: In der Schweiz werden weiterhin t

Bild: TI-PRESS

Ab dem 25. Juni 2020 übernimmt der Bund sämtliche Kosten für Tests und vereinfacht damit das System. Bisher wurden die Kosten für die Virustests zum Teil von den Krankenversicherungen und zum Teil von den Kantonen übernommen. Diese Regelung hat dazu geführt, dass nicht alle Patientinnen und Patienten gleich behandelt wurden: Wenn die Kosten von der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen wurden, fielen für die Testpersonen Franchise und Selbstbehalt an. Übernahmen dagegen die Kantone die Tests, dann fielen für die Testpersonen keine Kosten an. Damit bestand die Gefahr, dass Personen sich nicht testen lassen, wenn sie die Kosten für den Test selber tragen müssen.

Auch die Taskforce Wissenschaft Covid-19 des Bundes empfiehlt eine Kostenübernahme durch den Bund. Der Bund übernimmt die Kosten sowohl für Tests auf Infektion mit dem Coronavirus, wie auch die serologischen Tests zum Nachweis von Antikörpern. Den Test auf das SARS-Coronavirus-2 vergütet der Bund mit einer Pauschale von 169, jenen für den Antikörpernachweis mit 113 Franken. Dabei gelten die Testkriterien des Bundesamts für Gesundheit. Serologische Tests werden derzeit noch nicht empfohlen.

Start der SwissCovid App

A man looking at a smartphone with the tracing app SwissCovid, using Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T), during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak at the campus of the Swiss Federal Institute of Technology, EPFL, in Lausanne, Switzerland, Monday, May 25, 2020. Secure contact tracing could be a powerful tool to fight the spread of COVID-19. A unique, decentralized system developed as part of an international consortium, including Swiss Federal Institute of Technology, EPFL Lausanne and ETH Zurich, will soon be launched with the support of the Swiss Federal Office of Public Health. DP-3T proposes a secure, decentralized, privacy-preserving proximity tracing system based on the Bluetooth Low Energy standard. Its goal is to simplify and accelerate the process of identifying people who have been in contact with someone infected with the SARS-CoV-2 virus.(KEYSTONE/Laurent Gillieron).

Bild: KEYSTONE

Der Bundesrat verabschiedete zudem die Verordnung über das Proximity-Tracing-System. Damit ermöglicht er den Start der SwissCovid App. Der Bundesrat empfiehlt, die App zu benützen. Diese ergänzt das klassische Contact Tracing. Mit dem Contact Tracing werden die Kontakte einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person zurückverfolgt, so dass diese sich in Quarantäne begeben können. Damit werden Infektionsketten unterbrochen.

Die SwissCovid App warnt Menschen, die sich für eine bestimmte Dauer in der Nähe einer mit dem Coronavirus infizierten Person aufgehalten haben, sofern sie bei beiden Personen auf dem Mobiltelefon installiert ist. Dazu muss die infizierte Person nach dem positiven Test einen so genannten Covidcode, den sie vom kantonsärztlichen Dienst erhält, in die App eingeben. Sowohl der Gebrauch der App als auch die Eingabe des Codes sind freiwillig.

Wenn ein Benutzer der App eine Begegnung mit einer oder mehreren infizierten Personen gehabt hat, erhält er eine Meldung mit der Information, dass er sich möglicherweise mit dem neuen Coronavirus angesteckt hat. Er erhält auch die Angabe, an welchem Tag diese Begegnung stattfand, sowie den Hinweis, dass das BAG eine Infoline zur kostenlosen Beratung betreibt, die er kontaktieren kann.

Wer sich auf Anordnung eines Arztes oder einer Behörde in Quarantäne begeben muss, hat Anrecht auf den Corona-Erwerbsersatz. Wer sich nach einer Kontaktmeldung der SwissCovid App freiwillig in Quarantäne begibt, ohne dass dies von einer Behörde oder einem Arzt oder einer Ärztin angeordnet ist, erhält diese Entschädigung nicht.

Tests ergaben keine kritischen Probleme

epa08443428 A man looking at a smartphone with the tracing app SwissCovid, using Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T), during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, at the campus of the Swiss Federal Institute of Technology, EPFL, in Lausanne, Switzerland, Monday, May 25, 2020. Secure contact tracing could be a powerful tool to fight the spread of COVID-19. A unique, decentralized system developed as part of an international consortium, including Swiss Federal Institute of Technology, EPFL Lausanne and ETH Zurich, will soon be launched with the support of the Swiss Federal Office of Public Health. DP-3T proposes a secure, decentralized, privacy-preserving proximity tracing system based on the Bluetooth Low Energy standard. Its goal is to simplify and accelerate the process of identifying people who have been in contact with someone infected with the SARS-CoV-2 virus.  EPA/LAURENT GILLIERON

Bild: EPA

Die App wurde vor der Veröffentlichung eingehend auf die Sicherheit und die Benutzerfreundlichkeit getestet. Dabei nahm das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) seit dem 28. Mai Meldungen zur Sicherheit von Fachleuten und interessierten Personen entgegen. Die Testergebnisse und die Rückmeldungen sind auf der Webseite des NCSC einsehbar und werden täglich aktualisiert. Insgesamt sind 81 Meldungen eingegangen, davon betrafen 11 den Programmcode. Es sind dabei keine Meldungen eingegangen, die als kritisch oder systemrelevant beurteilt werden mussten. Das NCSC nimmt auch nach der öffentlichen Lancierung der SwissCovid App Meldungen von Testergebnissen entgegen, um den Datenschutz und die Sicherheit der App laufend zu gewährleisten. Das Bundesamt für Statistik wiederum wird auf seiner Webseite künftig anonymisierte Daten zur Nutzung der App zur Verfügung stellen.

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48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • soames 25.06.2020 11:39
    Highlight Highlight Weiss ich mit der App nun ob die Person zwingend ansteckend ist und muss ich jetzt damit rechnen, dass mein Handy mich als Infizierten weitergibt, auch wenn ich selber überzeugt bin, dass mein Immunsystem sehr gut mit diesem und anderen Viren fertig wird? Noch eine Frage, wurde dieser Test von Herrn Drosten nachträglich einmal validiert und somit amtlich abgesegnet. Ich höre immer von positiv getesteten Personen, sehe aber verhältnismässig wenig Kranke und Verstorbene. In der Sterbestatistik vom BAG ist für 2020 nichts Auffälliges zu bemerken. Könnte mir das bitte jemand einmal erklären? Danke
  • Mia_san_mia 25.06.2020 05:40
    Highlight Highlight Ich frage mich, ob jemand diese App runterlädt 🤦‍♂️
  • cage47 25.06.2020 00:36
    Highlight Highlight Kann die App zu 100 Prozent unterscheiden zwischen positiv infiziert, erkrankt und schwer erkrankt? Falls ja, wäre das genial, falls nein, ist sie nichts wert.
    • Tavares 25.06.2020 10:24
      Highlight Highlight warum ist das relevant?

      relevant ist, ob man in den letzten 14 Tagen einen möglichen Kontakt mit einem infizierten hatte. Ob dieser keine, milde oder schwere Symptome hatte, ist völlig irrelevant.
  • Ueli der Knecht 24.06.2020 21:43
    Highlight Highlight Artikel 14 der Verordnung:
    "Das BAG veröffentlicht die Daten, die dazu dienen, zu überpüfen, ob die maschinenlesbaren Programme aller Komponenten des PT-Systems aus dem veröffentlichten Quellcode erstellt worden sind.
    Es nimmt die Überprüfung auch selber vor" (https://bit.ly/2By0UAi).

    Dann bin ich gespannt, wie das BAG den Source-Code der API von Google und Apple überprüfen will.

    1) Die von Google und Apple dem BAG diktierte Lizenz zur Nutzung dieser API beinhaltet keine Offenlegung des Codes.

    2) Dieser Blackbox-Code ist die wesentlichste Komponente zur Verwaltung aller sensiblen Daten.
  • Nonkonformist 24.06.2020 19:23
    Highlight Highlight Dann viel Spass mit eurer Überwachungsapp. Ich kann sehr gut ohne leben.
  • SeboZh 24.06.2020 18:06
    Highlight Highlight Musste im März einen Test machen und hab 280.- bezahlt... Krieg ich nun eine Teil zurück oder einfach Pech gehabt?
  • Tavares 24.06.2020 16:40
    Highlight Highlight und wann startet jetzt die App? hab ich das überlesen? oder gab es dazu keine offizielle Info?
    • Citation Needed 24.06.2020 16:54
      Highlight Highlight am 25.6. Steht eher so nebenbei im Artikel.
    • Mattse73 24.06.2020 16:59
      Highlight Highlight Da steht (jetzt) 25.06.2020, also müsste das morgen möglich sein
    • Halb Wissen 24.06.2020 17:00
      Highlight Highlight "Er hat zudem die Verordnung über das Proximity-Tracing-System für das Coronavirus verabschiedet. Sie ermöglicht es, die SwissCovidApp ab dem 25. Juni schweizweit einzusetzen."
    Weitere Antworten anzeigen
  • G.Oreb 24.06.2020 16:36
    Highlight Highlight Heisst das jetzt ich kann zu einem Spital rennen und einen Test machen lassen? Oder benötige ich einen Grund für den Test (Symptome, Reise in Land mit Negativtestpflicht, med. Personal, ...)? Muss ich mich immer noch vom Hausarzt übermitteln lassen?
    • Mut zum Wankeln 24.06.2020 17:45
      Highlight Highlight Symptome sollten vorhanden sein. Eine Selbsteinweisung habe ich aber kürzlich selber gemacht. War beim Kantonsspital Winterthur möglich. Azf deren Homepage befindet sich ein entsprechendes Formular. Wenn du eine Frage zu deinen Symptomen mit "Ja" beantwortest, wird ein Test empfohlen.
    • Garp 24.06.2020 20:17
      Highlight Highlight Ein Grund sollte schon vorhanden sein. Es ist schliesslich unser aller Geld.
    • rüeblisaft 24.06.2020 20:18
      Highlight Highlight Würde mich auch sehr interessieren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sven O 24.06.2020 16:15
    Highlight Highlight Die SwissCovid App sammelt wohl keine GPS Daten da man aber GPS aktivieren muss (Android 10) wird das Datensammeln Google übernehmen und sich darüber freuen.Einzig installierten Apps muss einzeln die Berechtigung für Standortermittlung entzogen werden.
    • leverage 24.06.2020 18:17
      Highlight Highlight Es wird keine GPS Berechtigung verlangt, sondern eine Standortzugriff (ist nicht das selbe). Du kannst unter Sandort einstellen, das GPS nicht verwendet wird. (Energiesparen)

      Das Ganze hat mit der Rechteverteilung von Google zutun. Die neue Schnitstelle für das BluetoothTracing läuft bei ihnen unter Standortbestimmung Bluetooth. Deshalb musst du es aktivieren.
    • ch.vogel 24.06.2020 18:21
      Highlight Highlight Was ist denn der Grund hierfür? Soweit ich mal gelesen habe dürften Apps, welche die Exposure Notification API benutzen, gar keine Standort-Daten sammeln. Wäre also zimlich verkehrt, wenn man GPS doch aktivieren muss.
      Oder ist das der Fall bei alternativen APIs?
      Meine WLAN-Scanner-App besteht auch auf eingeschaltetem GPS, da sonst (seit Android 6.0) das Scannen nicht funktioniert. Ist das evtl. auch der Fall beim konstanten Bluetooth-Scannen (was als Fallback zur Exposure Notification API eingebaut wurde)?
    • Pafeld 24.06.2020 19:51
      Highlight Highlight Google sammelt so oder so. Wenn du Google den Zugriff erlaubst, hast du lediglich selbst auch Zugriff auf die Daten. Machen wir uns doch nichts vor.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erklärbart. 24.06.2020 16:01
    Highlight Highlight Das mit den Tests finde ich sinnvoll. Wenn Kapazitäten schon vorhanden sind und er nun auch bezahlt wird, sollten sich möglichst viele testen lassen.

    Und an alle die sich vor der App fürchten:
    Benutzer Bild
    • Sparkle Darkle 24.06.2020 18:45
      Highlight Highlight Hallo Erklärbart, darf ich fragen unter welchem Link diese Gegenüberstellung der Datenfreigabe zu finden ist?
    • Ueli der Knecht 24.06.2020 21:28
      Highlight Highlight Das ist nur die halbe Wahrheit (und Halbwahrheiten sind in der Regel Lügen).

      Die wirklich heiklen, höchstpersönlichen Daten werden ausschliesslich von der Google/Apple-API bereitgestellt und gesammelt. Ebenso Google wie auch Apple haben sämtliche Privilegien, nicht nur die, die du hier für Whatsapp aufzählst, sondern noch viele mehr.

      In diesem SInne: Der Schein trügt.
    • Erklärbart. 25.06.2020 13:13
      Highlight Highlight @Sparkle: Ich habe das Bild mal uf LinkedIn und Facebook gesehen, ist nur ein Screenshot.
      @Ueli: Ja, Whatsapp hat halt jeder - natürlich könnte man auch andere Apps oder gleich Google / Apple / Microsoft als Konzern nehmen um den Unterschied aufzuzeigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MeinAluhutBrennt 24.06.2020 15:42
    Highlight Highlight All Hands on Desk!

    life simulation exercise must go on!

Facebook sperrt Petition gegen Homo-Ehe – zum Ärger der EDU

Eine Petition, die sich gegen die «Ehe für alle» in der Schweiz ausspricht, wurde von Facebook gesperrt. Die Petition verstosse gegen die Gemeinschaftsstandards der Plattform, so die Begründung. Das stösst der EDU sauer auf.

Vergangenen Freitagabend sperrt Facebook einen Unterschriften-Aufruf der Schweizer Petition «Samenspende und Kinder-Adoption für Homosexuelle verhindern – Nein zur Homo-Pseudo-Ehe!». Der Grund: Der Beitrag habe gegen die Gemeinschaftsstandards zu Hassrede verstossen.

Das stösst einer Partei besonders schwer auf: Die EDU, bekannt für christliche und national-konservative Werte, sei zutiefst beunruhigt über diese «gesellschaftliche Entwicklung», schreibt die Partei in einer Mitteilung.

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