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Good News: IKEA und Planzer stellen Flüchtlinge ein

IKEA plant in jedem der neun IKEA-Zentren zwei Praktikums-Plätze für Flüchtlinge. Auch das Transport- und Logistik-Unternehmen Planzer bietet Asylsuchenden Stellen an. Anlass für das Projekt sei der Mangel an qualifizierten Fahrern und Logistikern gewesen.
08.11.2015, 06:3508.11.2015, 08:40

Die Schweizer Wirtschaft entdeckt Asylsuchende als Arbeitskräfte. So will das Einrichtungshaus IKEA in den nächsten sechs Monaten Praktika-Programme für Flüchtlinge starten. «Am Anfang der Programme sollen in jedem der neun IKEA-Zentren in der Schweiz zwei Praktikums-Plätze geschaffen werden», sagt Aurel Hosennen, Kommunikations-Chef von IKEA der «NZZ am Sonntag».

«Geplant ist, die Zahl der Praktikumsplätze nach und nach zu erhöhen.» Denkbar sei, dass Flüchtlinge bei IKEA in ganz verschiedenen Bereichen arbeiten würden. Je nach Qualifikation und Sprachkenntnissen der Betroffenen seien Beschäftigungen in der Logistik oder im Verkauf denkbar, sagt Hosennen.

«Eine Art praktische Lehre»

Auch das Transport- und Logistik-Unternehmen Planzer, das seinen Hauptsitz in Dietikon (ZH) hat, ist an Flüchtlingen als Arbeitskräfte interessiert. «Wir planen, Ausbildungsprogramme für rund hundert Flüchtlinge anzubieten», sagt Severin Baer, Teilhaber und Geschäftsleitungsmitglied von Planzer, der «NZZ am Sonntag».

«In den Programmen sollen die Flüchtlinge zu Lastwagenfahrern oder Logistikern ausgebildet werden.» Dabei handle es um eine Art praktische Lehre, in der die Betroffenen auch eine Landessprache lernen und Kenntnisse des Lebens in der Schweiz erhalten könnten.

Planzer hat in dieser Sache auch mit dem Staatssekretariat für Migration Kontakt aufgenommen, wie Baer weiter sagt. Zurzeit würden Gespräche laufen, wie die Ausbildungsprogramme konkret umgesetzt werden sollen. Anlass für das Projekt war der derzeitige Mangel an qualifizierten Lastwagenfahrern und Logistikern gewesen.

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Amunrah
08.11.2015 08:38registriert November 2015
Planzer beklagt sich das sie keine qualifizierten Fahrer finden? Das wundert mich ja auch nicht. Ich bin selber LKW Chauffeur mit langjähriger Berufserfahrung, verheiratet mit 3 Kindern und habe mich auch schon bei Planzer beworben. Nun, für das Geld das Planzer bezahlt stelle ich persönlich kein Wecker am Morgen, da muss sich Planzer auch nicht wundern wenn sie keine qualifizierten Fahrer finden. Da kommen ihnen die Asylanten natürluch gerade richtig. Billige Arbeitskräfte...
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damien
08.11.2015 10:08registriert Juli 2015
Sehr gut, sie werden in den Arbeitsmarkt integriert, bekommen eine Perspektive und landen hoffentlich nicht permanent in der Sozialhilfe.
Sehr schlecht, wird zu Lohndumping führen und es für die Arbeitslosen noch schwieriger machen, einen Job zu finden. Die Profiteure sind hauptsächlich die Firmen.

Zeigt perfekt auf, wie gef**** die Welt ist und wie kaputt die Algorithmen nach denen sie operiert sind. Sogar wenn der Grundgedanke gut ist, kommt dabei jeweils 50% Schlechtes raus.
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Donald
08.11.2015 10:20registriert Januar 2014
Dies wird unsere untere Schicht ärmer machen. Schön für die Mittelklasse und höher... Diese werden sich bald an vielen günstigen Dienstleistungen erfreuen können. Toll wie Watson das vergrössern der Lohnschere bejubelt. Am Ende werden es aber alle mit allgemeiner Abnahme von Qualität bezahlen.
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