Rassismus
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Obama: Proteste auf friedliche Weise für echte Veränderungen nutzen



Ex-US-Präsident Barack Obama hat angesichts der Proteste in Amerika dazu aufgerufen, berechtigte Wut über Missstände im Land auf friedliche Weise für echte Veränderungen zu nutzen.

Dann könne dieser Moment ein wirklicher Wendepunkt werden, mahnte Obama in einer schriftlichen Erklärung, die er am Montag veröffentlichte. Die Proteste seien Ausdruck einer echten und legitimen Enttäuschung über ein «jahrzehntelanges Versagen» bei der Reform von Polizei und Strafjustiz in den Vereinigten Staaten.

Seit Tagen kommt es in vielen US-Städten zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser der Proteste ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Die Demonstrationen waren zum Teil in Gewalt ausgeartet.

Forderungen müssen Gesetze werden

Obama erklärte, Demonstrationen könnten das Bewusstsein für Missstände schärfen. Am Ende müssten Forderungen aber in Gesetze und institutionelles Handeln übertragen werden.

Er mahnte daher: «Wenn wir echte Veränderungen bewirken wollen, dann gibt es nicht die Wahl zwischen Protest und Politik.» Beides sei nötig. Man müsse das Bewusstsein für Probleme schaffen, am Ende aber auch bei Wahlen dafür sorgen, dass die richtigen Kandidaten für Reformen ins Amt kämen. Dabei komme es in Fragen zu Polizei und Justiz nicht nur auf die Bundesebene an, sondern auch und gerade auf die Bundesstaatenebene und die lokale Ebene.

Der Amtsvorgänger von US-Präsident Donald Trump rief bei den Protesten zum Gewaltverzicht auf. Wer fordere, dass die Strafjustiz und die amerikanische Gesellschaft insgesamt höheren ethischen Massstäben folgen solle, der müsse diese Massstäbe selbst vorleben. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ana64 02.06.2020 15:47
    Highlight Highlight Obama hatte 8 Jahre um Probleme der Schwarzen und illegaler Immigration zu lösen. Oder mindestens konstruktiv anzugehen. Was hat er getan? Nichts!
  • blueberry muffin 02.06.2020 10:35
    Highlight Highlight Regarding businesses leaving those areas. Beau of the fifth column had a nice video about it.

    Its very telling that Obama, under which the last "I can't breath" incident happened, uses it. He knows there are more black people going to die, so just stay calm, else the businesses go away.
    Play Icon
  • rodolofo 02.06.2020 07:01
    Highlight Highlight Obama übernimmt Verantwortung,
    auch nach seiner Pensionierung und wie wir uns das von ihm gewohnt sind.
    Ihm geht es nicht nur um Macht und um geldgieriges Absahnen für sich selbst und für seine mafiosen Günstlinge, die - als neo-feudalistisches Pyramidensystem organisiert- vom schwerreichen "Milliardärs-Grosskotz" bis zum bildungsfernen und engstirnigen, chauvinistischen, rassistischen und nationalistischen "Abgehängten-Kleinkotz" hinunter reichen.
    Obama repräsentiert das "schöne" Amerika!
    Doch "die dunkle Seite der Macht" gehört halt auch zu diesem Land der unbegrenzten (Un-)Möglichkeiten...

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