Thailand
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Sechs der Babys im August 2014 in einem Vorort von Bangkok. Bild: EPA/EPA

28-jähriger Japaner zeugte 13 Kinder mit Leihmüttern – jetzt bekommt er das Sorgerecht

20.02.18, 14:34 20.02.18, 14:56


Das Sorgerecht für 13 von Leihmüttern ausgetragenen Kindern ist in Thailand einem reichen Japaner zugesprochen worden. Ein Gericht in Bangkok gab am Dienstag dem Antrag des 28-jährigen Mitsutoki Shigeta auf das alleinige Sorgerecht für die Kinder statt.

Das Bekanntwerden von Shigetas «Baby-Fabrik» hatte 2014 einen Skandal in Thailand ausgelöst und eine Verschärfung der Regelungen für Leihmütter bewirkt.

Biologischer Vater

Das Sorgerechtsurteil sei mit Blick auf das Wohlergehen der Kinder gefällt worden, erklärte das Gericht in Bangkok zur Begründung. Der biologische Vater könne den 13 Kindern «Glück und Möglichkeiten» bieten. Der Japaner habe sich bereits um eine Unterkunft und Kindermädchen gekümmert.

Medienkonferenz der thailändischen Polizei am 12. August 2014. Bild: AP/AP

Shigeta, der nicht persönlich am Prozess teilnahm, will die 13 Kinder nun in seine Heimat bringen lassen. Der thailändische Staat hatte die Kinder 2014 in Obhut genommen, nachdem neun von ihnen in einer Wohnung in Bangkok entdeckt worden waren. Die Kinder, die damals zwischen zwei Wochen und zwei Jahren alt waren, wurden dort rund um die Uhr von Kindermädchen betreut.

DNA-Tests ergaben, dass Shigeta ihr Vater ist. Später wurden vier weitere Babys gefunden, die er von Leihmüttern hatte austragen lassen.

19 Kinder gezeugt

Der Japaner, der Sohn eines reichen IT-Unternehmers sein soll, verliess Thailand damals nach den Enthüllungen über seine «Baby-Fabrik». Später verklagte er den thailändischen Staat, um das alleinige Sorgerecht für die Kinder zu bekommen.

Den Ermittlungen zufolge hat der Japaner insgesamt 19 Kinder gezeugt, 17 davon brachten thailändische Leihmütter zur Welt. Sechs seiner Kinder leben in Kambodscha und Japan.

Leihmütter verzichten auf Sorgerecht

Nach Angaben seines Anwalts will Shigeta den Umzug der Kinder in Thailand nach Japan in die Wege leiten, sobald diese dazu bereit sind. Sein Mandant habe selbst viele Geschwister «und möchte, dass die Kinder zusammen aufwachsen», sagte sein Verteidiger Kong Suriyamontol.

Die Leihmütter verzichteten nach Angaben des Gerichts auf das Sorgerecht für ihre Kinder. Ob sie dafür finanziell entschädigt wurden, blieb unklar. Shigeta hatte den thailändischen Frauen umgerechnet zwischen 8000 und 12'000 Franken gezahlt, damit sie seine Kinder austragen.

Geschäft verlagert sich

Shigetas Fall hatte in Thailand einen Aufschrei ausgelöst. Daraufhin wurde es Ausländern 2015 per Gesetz verboten, Leihmütter in Thailand zu engagieren.

Das Geschäft verlagerte sich daraufhin nach Kambodscha, bis die dortige Regierung 2016 ebenfalls ein Verbot erliess. Der Nachbarstaat Laos lässt dagegen Leihmutterschaften noch uneingeschränkt zu. (whr/sda/afp)

Mehr als 5000 freigelassene Kindersoldaten

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Felipe Meyer 21.02.2018 08:50
    Highlight klarer fall von sozialer ausbeutung, und selbstbereicherung. Ausnutzung der fehlenden bewusstsein über das leben selbst da leihmütter meist selbst leidvolle wesen sind.. nutzen dies leute mit geld für sich selbst aus also bitte...
    0 0 Melden
  • SeineEminenz 20.02.2018 16:02
    Highlight Auch viele schweizer Schwule gehen ins Ausland und tragen Ihre Kinder per Leihmutterschaft aus, anstatt ein Kind zu adoptieren. Dieser Egoismus nur um ein biologisches Kind zu haben.
    25 52 Melden
    • chraebu 20.02.2018 16:34
      Highlight Wieso Egoismus? Die Leihmutterschaft führt sicher zu ungewollten Auswüchsen (siehe z.B. Story oben) , insbesondere in armen Ländern wo der Hauptanreiz ein finanzieller ist. Aber das ganze per se zu verurteilen geht dann auch nicht
      28 14 Melden
    • Florian Grimm 20.02.2018 16:40
      Highlight Haben sie vergessen, das diese Frauen eine Einverständniserklärung unterschreiben müssen?
      12 9 Melden
    • Marlon Mendieta 20.02.2018 16:42
      Highlight Schwule, adoptieren...ich glaub du machst Witze
      36 8 Melden
    • Ms. Pond 20.02.2018 17:03
      Highlight Im Moment ist es für Paare, egal welche Sexualität, praktisch unmöglich hier zu adoptieren. Viele haben eine falsche Vorstellung von Kindsadoption. Das ist nicht wie ein Besuch im Tierheim, wo man sich das süsseste Kätzchen aussucht. Dank staatlicher Unterstützung, Mutter-Kind-Programme etc gibt es in der Schweiz nur wenige Kinder, die zur Adoption freigegeben werden. Heimkinder sind oft nur übergangsmässig dort und stehen nicht zur Adoption. Wenn möglich kommen sie in Pflegefamilien und der Kontakt zur leiblichen Familie wird aufrecht erhalten. Die Heime voll armer Kinder gibt es nicht mehr
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    • LeKnut 20.02.2018 19:05
      Highlight Über 90% der Leihmutterschaften werden durch Hetero-Paare in Anspruch genommen. Ausserdem ist Adoption in der Schweiz praktisch unmöglich, und als schwules Paar sogar illegal.
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