Amazon
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Apple, Amazon, Google, Facebook und Co. – EU geht gegen Steuerdeals der Tech-Giganten vor



Die EU-Kommission macht in ihrem Kampf gegen Steuerdeals von Tech-Riesen in Europa Ernst. Ein entsprechendes Abkommen zwischen Amazon und Luxemburg stuft sie als illegal ein. Amazon habe in Luxemburg unlautere Steuererleichterungen von rund 250 Millionen Euro erhalten, teilte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch in Brüssel mit. Auch im Fall von Apple in Irland macht sie Druck. 

Vestager und ihre Juristen hatten Apple unter anderem vorgeworfen, im Jahr 2014 nur eine Steuerquote von 0,005 Prozent in Irland erreicht zu haben. Das sei laut EU-Recht illegal, da Apple insgesamt deutlich weniger als den für alle Unternehmen geltenden Satz von 12,5 Prozent gezahlt habe. Die EU-Kommission hat Irland deshalb zum Eintreiben von bis zu 13 Milliarden Euro von Apple verdonnert. Irland stellte sich bislang quer, die Brüsseler Behörde verweist den Fall daher an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) – das höchste EU-Gericht.

Die Steuer- und Geschäftspraktiken von US-Konzernen sorgen immer wieder für transatlantischen Ärger. Im Kampf gegen unfaire Steuer- oder Wettbewerbsvorteile nahm die EU-Kommission in Brüssel bereits zahlreiche Firmen aus den USA ins Visier. Ein Überblick.

Amazon

Im Fall des Online-Händlers macht die EU-Kommission sowohl Druck auf Amazon als auch auf Luxemburg. Dort habe Amazon «unzulässige» Steuervergünstigungen erhalten, erklärte die Brüsseler Behörde. Das Grossherzogtum müsse daher von dem US-Konzern 250 Millionen Euro zurückfordern, weil «fast drei Viertel der Gewinne von Amazon nicht besteuert» worden seien. Amazon wies die Vorwürfe zurück und erklärte, es habe «keine besondere Behandlung» erhalten. Luxemburg prüfte am Mittwoch, ob es Einspruch gegen die Entscheidung einlegt.

Apple

Im August 2016 verdonnerte die EU-Kommission Apple zu einer Zahlung von 13 Milliarden Euro an den irischen Fiskus, weil der iPhone-Hersteller dort unzulässige Steuervergünstigungen erhalten haben soll. Der EU-Kommission zufolge vermied der dem Börsenwert nach wertvollste Konzern der Welt so die Besteuerung von nahezu sämtlichen Gewinnen auf dem EU-Binnenmarkt.

Doch die irische Regierung verlangte die Milliarden bis heute nicht zurück, weshalb die Kommission Irland nun vor den Europäischen Gerichtshof bringt. Die Regierung in Dublin bezeichnete dies als «vollkommen unnötig». Gegen den Kommissionsbeschluss vom August 2016 legte Irland Beschwerde vor dem EuGH ein.

Google

Ende Juni verhängte die EU-Kommission eine Geldbusse von 2.42 Milliarden Euro gegen den US-Konzern - die bisher höchste Strafsumme wegen eines Wettbewerbsverstosses. Der Internetriese soll seine Marktmacht als weltweit meistgenutzte Suchmaschine zugunsten seines Produktvergleichsdienstes Google Shopping missbraucht haben. Google legte im September dagegen Einspruch ein und beantragte beim Gericht der Europäischen Union (EuG), die Entscheidung aufzuheben. Dort dürfte das Verfahren mindestens anderthalb Jahre dauern. Zuletzt schlug Google eine Lösung vor, den Produktvergleichsdienst in eine eigene Einheit auszulagern.

Intel

Die bis zum Google-Fall höchste Strafte traf den US-Chiphersteller Intel. 1.06 Milliarden Euro soll der Konzern zahlen, weil er seinen Hauptkonkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) vom Markt zu verdrängen versucht hatte. Juristisch entschieden ist dieser Fall noch nicht: Im September entschied der EuGH, dass der Sachverhalt durch die Vorinstanz, den EuG, nicht ausreichend geprüft worden sei.

Microsoft

Das Unternehmen kassierte im März 2013 eine Strafe von 561 Millionen Euro, weil der Konzern bei seinem Betriebssystem Windows 7 den eigenen Internetbrowser Internet Explorer vorinstallierte und so den Kunden keine Wahl beim Navigationsdienst zum Surfen liess.

Starbucks

Im Oktober 2015 erklärte die EU-Kommission einen Steuerdeal der Niederlande mit der Kaffeehauskette Starbucks für illegal und verlangte Steuernachzahlungen in Höhe von 30 Millionen Euro.

McDonald's

Auch der US-Fastfood-Riese McDonald's geriet wegen seiner Steuerpraktiken in der EU ins Visier der Behörden. Im Dezember 2015 leitete Brüssel Untersuchungen zu einem Steuerdeal mit Luxemburg ein.

Facebook

Im Mai 2017 verhängte die EU-Kommission eine Geldbusse von 110 Millionen Euro gegen das soziale Netzwerk, weil es bei der Übernahme des Messengerdienstes WhatsApp «unrichtige beziehungsweise irreführende Angaben» gemacht habe. Facebook akzeptierte den Strafbescheid - wohl auch, weil die Fusionsgenehmigung dadurch nicht gefährdet ist. (oli/sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

256
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

79
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

130
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

256
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

79
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

130
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Randen 05.10.2017 09:32
    Highlight Highlight Finde ich gut! aber rückwirkend geht nicht. Etwas erbärmlich ist aber, dass es in der ganzen EU keine vergleichbaren Firmen gibt. Die EU inkl. Schweiz hat IT total verschlafen. Auch wenn es Bürger aus diesen Ländern waren die viel am Erfolg der IT Giganten beigetragen haben und es immer noch tun. Aber einen IT Giganten gibt es nicht... ausser vielleicht SAP. Oder?

Tech-Giganten werden wegen Todesfällen in kongolesischen Kobaltminen verklagt

Kongolesische Familien von getöteten und verletzten Kindern erheben schwere Vorwürfe an die Adressen von Apple, Google, Dell, Microsoft und Tesla. Die Familien behaupten, die Tech-Giganten hätten von den skandalösen Arbeitsbedingungen in kongolesischen Kobaltminen gewusst und verlangen nun Schadenersatz.

Dass die Rohstoffe für unsere Handys, Laptops und Elektroautos teilweise unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen gefördert werden, ist nichts Neues. Nun wurde aber am 15. Dezember in Washington eine Sammelklage (hier kannst du sie nachlesen) von 14 kongolesischen Familien eingereicht, vertreten werden sie durch die Menschenrechts-NGO International Rights Advocates.

Die Klage hat es in sich: Sie wirft den Unternehmen Apple, Google, Dell, Microsoft und Tesla vor, dass sie um die angeblich …

Artikel lesen
Link zum Artikel