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Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an

epa11934141 Iranian President Masoud Pezeshkian speaks during a Parliament session to defend his Minister of Economy and Finance at the Iranian Parliament in Tehran, Iran, 02 March 2025. According to  ...
Der iranische Präsident Massud Peseschkian.Bild: EPA

Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an

25.05.2026, 21:2325.05.2026, 21:23

Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Freischaltung des internationalen Internets angeordnet. Damit reagierte er auf eine Entscheidung eines «Sonderstabs», der zuvor mehrheitlich für die Wiederfreigabe gestimmt hatte. Laut Nachrichtenagentur Fars musste der Beschluss vor Inkrafttreten noch vom Präsidenten bestätigt werden.

Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet.

Sperrung hatte erhebliche wirtschaftliche Folgen

Die Regierung hatte den Zugang zum weltweiten Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither konnten die rund 90 Millionen Iraner nur das sogenannte «nationale Internet» nutzen, in dem ausschliesslich staatlich genehmigte Webseiten erreichbar sind.

Die Sperre hatte neben gesellschaftlichen auch erhebliche wirtschaftliche Folgen. Besonders betroffen waren die mehr als eine Million Online-Händler im Land, deren Einnahmen durch die Blockade massiv eingeschränkt wurden. Offiziell begründet der Staat die Abschaltung mit Sicherheitsbedenken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Führung vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmass der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden. (sda/dpa)

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