Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV - ZUR TODESURSACHENSTATISTIK 2015 STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - 
Nierenschale, Wasserglas und eine Flasche Hautcreme stehen auf dem Beistelltisch in einem Krankenzimmer im Krankenhaus von Sion im Kanton Wallis, aufgenommen am 19. Februar 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die steigenden Gesundheitskosten bereiten der Bevölkerung und der Politik Bauchweh. Bild: KEYSTONE

Mit diesen neuen Massnahmen will der Bundesrat die Kosten im Gesundheitswesen senken



Der Bundesrat schlägt dem Parlament verschiedene Massnahmen vor, um die Kosten im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen. Dazu gehören ein Experimentierartikel und das umstrittene Referenzpreissystem für Generika. Prognosen zu den finanziellen Folgen fehlen.

Die finanziellen Auswirkungen könnten nicht genau quantifiziert werden, schreibt der Bundesrat in der am Mittwoch verabschiedeten Botschaft ans Parlament. Sie hingen einerseits von der konkreten Umsetzung durch die betroffenen Akteure ab. Andererseits werde der kostendämpfende Effekt vieler Massnahmen erst mittelfristig eintreten. Einsparungen von «mehreren hundert Millionen Franken» pro Jahr hält der Bundesrat aber für möglich.

Erreicht werden soll das unter anderem mit Massnahmen zur Steuerung der Kosten. Solche müssten Ärzte und Spitäler mit den Krankenkassen verbindlich vereinbaren. Ziel dieser Massnahme ist es laut Bundesrat, das ungerechtfertigte Mengen- und Kostenwachstum zu bremsen. Damit sind unbegründete ärztliche Leistungen gemeint, die für einen Teil der jährlich steigenden Kosten im Gesundheitswesen verantwortlich gemacht werden.

Widerstand der Pharma

Zu den vorgeschlagenen Massnahmen gehört auch die Einführung eines Experimentierartikels, der innovative und kostendämpfende Projekte ausserhalb des normalen gesetzlichen Rahmens ermöglicht. Das Referenzpreissystem definiert, welcher Preis maximal für ein Generikum vergütet wird. Gegen diese Massnahme hat sich der Widerstand bereits formiert. Die Industrie warnt, dass die Qualität der Behandlungen darunter leiden würde.

Mehrere Massnahmen betreffen die Tarife. Eine nationale Tariforganisation soll die Tarifstrukturen für ambulante ärztliche Behandlungen weiterentwickeln. Die letzte Tarmed-Revision ist gescheitert, weil sich die Tarifpartner nicht einigen konnten. Daraufhin musste der Bundesrat eingreifen. Für Pauschalen für ambulante Behandlungen soll eine gesamtschweizerisch einheitliche Tarifstruktur gelten.

Kostendeckel verschoben

Bessere Kontrolle dank einer Rechnungskopie an die Versicherten oder ein Beschwerderecht der Krankenkassen gegen Spitalplanungsentscheide der Kantone sollen ebenfalls dazu beitragen, das Kostenwachstum zu bremsen. Insgesamt machen die angepeilten Einsparungen nur wenige Prämienprozente aus.

Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen sollen dazu beitragen, das Wachstum etwas zu bremsen. Sie basieren auf den Vorschlägen einer Expertengruppe von 2017. Zu deren wichtigsten Anregungen gehörte ein Kostendeckel für das Gesundheitswesen. Diese Massnahme hat der Bundesrat zunächst aufgeschoben. Derzeit arbeitet das Innendepartement eine entsprechende Vorlage aus. Der Kostendeckel dürfte Teil eines zweiten Massnahmenpakets sein, dass der Bundesrat bereits angekündigt hat. (cbe/sda)

Bundesratsfoto

Das könnte dich auch interessieren:

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

68
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • e.marono@sunrise.ch 22.08.2019 09:28
    Highlight Highlight Die Bundesrat will die kosten im der Gesundheit senken, müssen Sie mit den Chefs der Krakenkasse beginnen, die ein missbräuchliches Gehalt von 700.000 bis 800.000 Franken haben und mehr nehmen, dieses Geld fehlt gesundheitliche Kassen
  • Fairness 21.08.2019 22:05
    Highlight Highlight Vielleicht sollte Berset ins VBS wechseln und Amherd mal den Selbstbedienungsladen Gesundheitsindustrie, Swissmedic, das BAG usw. aufräumen.
  • Todesstern 21.08.2019 21:45
    Highlight Highlight Wollen und machen sind 2 Paar Schuhe. Ich wollte auch mal viel machen... 😡
  • Biotop 21.08.2019 19:30
    Highlight Highlight Warum nun eigentlich genau sollten Kosten im Gesundheitswesen eingespart werden?
    "never change a winning team" heisst doch die Devise.
  • Sir Lanzelot 21.08.2019 19:05
    Highlight Highlight Armee abschaffen, und mit dem gesparten Geld AHV revidieren und das Gesundheitswesen subventionieren!
  • Platon 21.08.2019 19:02
    Highlight Highlight Es braucht viele Massnahmen und zwar noch viele mehr als der BR vorschlägt.
    - Führt den Wettbewerb bei der Pharma ein! Ja, die Bürgerlichen sollen endlich aufhören mit ihrer Verhinderungspolitik!
    - Reduziert die Laufzeit für Patente.
    - Schreibt nicht für jedes Boboli einen Arzt vor! Bei meiner letzten Angina wusste das Labor bereits nach 5 min. was es ist. Es macht absolut keinen Sinn mich danach noch zum Arzt zu schicken, damit mir der noch seine plumpen Standardfragen stellt. Gib mir einfach das Antibiotika gemäß Packungsbeilage, das kann auch ein Pfleger, der ist billiger!
  • Stoufel 21.08.2019 18:50
    Highlight Highlight Frage: Ich bin nicht vom Fach aber ich frage mich was passieren würde, wenn man das Gesundheitssystem komplett verstaatlichen würde. Die Ärtzte als Bundesangestellte mit entsprechendem Lohn, hätten die Aufgabe das Volk gesund zu halten. Kein Wettbewerb zwischen Spitälern, keine sinnlosen Krankenkassenkosten. Stattdessen eine Gesundheitssteuer einführen. So könnte man villeicht auch Druck auf die Pharmaindustrie aufbauen...
    Ist nur ein Gedankenspiel.
  • Jungleböy 21.08.2019 18:32
    Highlight Highlight Meine freundin arbeitet beim ärztephone und was sie mir so erzählt ist einfach haarsträubend. Solange idioten wegen einem kater den notarzt verlangen, wird sich nichts ändern. Zudem muss man nicht erwähnen, dass leistungen verrechnet werden, welche so nicht benötigt werden.
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 21.08.2019 18:24
    Highlight Highlight WAS? Schon wieder? Wusste nicht, dass der BR ein Repetitator ist.
  • Shwarms 21.08.2019 18:13
    Highlight Highlight Wo eingespart werden sollte, ist relativ einfach zu eruieren. Man schaue bloss welche Interessensgemeinschaften als Lobbyisten in unserer Legislative fungieren und schon wird man fündig. Pharmaindustrie, Medizintechnik (wieso soll eine einfache Schraube einen vierstelligen Betrag kosten?!) und die Krankenkassen steuern unsere Politiker.
    Also bitte her mit der Einheitskasse (statt 60 KK zu finanzieren), Generika fördern und Medtech regulieren. Zudem die administrative Last der Ärzte (danke an alle KK...) reduzieren, damit es weniger braucht. So einfach wäre es.

    Ade messi.
  • Satan Claws 21.08.2019 18:07
    Highlight Highlight Es kann ja auch einfach sein, dass kranke Menschen mehr kosten. Vielleicht wäre es gut uns nicht weiter zu vergiften. Unser Bundesrat findet es ja völlig okay, dass tonnenweise Pestizide versprüht werden. Hauptsache das Lobbygeld stimmt. Ja zur Trinkwasserinitiative neinzum Bundesrat.
  • realist18 21.08.2019 17:34
    Highlight Highlight Jedes Jahr die gleiche leier und merken tut man nichts... solange sich die pharma und die KK verselbststāndigt haben und so viele verschiedene interessensgeuppen vorhanden sind wird sich da nichts signifikantes āndern. Freue mich auf die Vorschlāge im 2020...
  • reaper54 21.08.2019 17:10
    Highlight Highlight Parallelimporte zulassen, das würde bereits sehr viel bewirken.
  • Thor_Odinson 21.08.2019 17:08
    Highlight Highlight Natürlich...
    Ich habe keine Kosten verursacht, da ich nicht beim Arzt war und zahle trotzdem viel zu viel. Und der Bundesrat tut was für das normale Volk? Wäre mal ganz was neues. Da wird doch weiterhin der normale Büetzer abgezockt. Man nehme es von den lebenden....
    • victoriaaaaa 21.08.2019 21:24
      Highlight Highlight Also dieses Argument mit «Ich war nicht beim Arzt, wieso muss ich zahlen...». Warte nur bis dir dann wirklich mal was ernstes passiert, dann bist du schon froh um die Unterstützung. Nichtsdestotrotz verstehe ich schon deine Wut über die steigenden Kosten, aber lasst uns doch mal bei aller hoffnung auf besserung, dankbar sein mit unserem (nicht perfekten) system😇
    • Decke 21.08.2019 22:24
      Highlight Highlight So ist es, jeder denkt für sich. Könnt ich kotzen Thor. Bin auch nie beim Arzt (Holz alange) bezahle gerne für die anderen die es brauchen. Wenn mann dann eine Behandlung braucht für eine wirkliche Krankheit sagen sie ich habe ja so viel bezahlt. Können die ja sicher die paar 100k springen lassen. Solidarität Freunde. Jeder für sich kann es einfach nicht packen.
    • Jo Cienfuegos 21.08.2019 23:00
      Highlight Highlight @Thor

      Erstens scheinst Du das Prinzip einer Versicherung nicht verstanden zu haben. Da geht es eben darum, dass die Kosten solidarisch getragen werden.

      Zweitens: ich war seit 12 Jahren nicht mehr beim Arzt und bin froh, dass ich die KK-Prämie "umsonst" zahle. Es ist ja schön gesund zu sein. Wenn Du unbedingt etwas für deine Prämien haben willst, kannst Du Dir ja ein paar Zähne rausschlagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hakuna!Matata 21.08.2019 16:30
    Highlight Highlight Einsparungen von mehreren hundert Millionen Franken bei Gesamtkosten von 82 Milliarden. Und jedes Jahr verkündet der Bundesrat diesen Tropfen auf den heissen Stein mit Freude und Stolz. Veräppeln können wir uns auch selber...
    • Decke 21.08.2019 22:29
      Highlight Highlight Zum Glück bist du da nicht an den Zügeln, mehrere 100 Mio ist besser als nichts. Du würdest wahrscheinlich denken ach komm da machen wir nichts, bringt eh nichts. Was erwartest du vom BR, das sie die Kosten wegzaubern? Ist nicht so einfach wie ihr alle denkt. Einheitskasse hätte brutal Kosten gespart. Wollte aber nicht die Mehrheit. Schuld ist der BR, klar. Nenne uns doch dein Rezept, kritisieren kann jeder, Lösungen finden nicht
  • Offi 21.08.2019 16:17
    Highlight Highlight Das hören wir schon zum x-ten mal .... und nächsten Herbst gibts wieder 3% Erhöhung ....
  • Köbi Löwe 21.08.2019 16:07
    Highlight Highlight Naja; minus 500 Mio. für Generika statt Original. Unser Gesundheitssystem verursacht Kosten von rund 10 Mio. Franken je Stunde. Ja, je Jahresstunde!
    Macht auf‘s Jahr rd. 87 Mia. Franken.
    Da müssen noch ganz andere Massnahmen her. Nur grobe Kaliber helfen da weiter!
  • MacB 21.08.2019 15:11
    Highlight Highlight Die Ärzte verdienen zuviel, jeder will seine Herztransplantation im Regionalspital machen, wegen jedem Bobo wird gleich in den Notfall gerannt, die Kassen verdienen zu gut am System und die Pharmaindustrie ist bestens vernetzt und kann viele Milliarden aus dem bestehenden System ziehen.

    Am Schluss muss jeder Bereich Federn lassen, sonst kommen wir nie voran. Aber mal eine gesamtheitliche Lösung wär wünschenswert. Das hier ist wieder Symptombekämpfung, deren EInsparung alleine durch die Inflation schon wieder vernichtet wird, Effekt ZERO!
    • Keller101 21.08.2019 18:37
      Highlight Highlight Woher beziehst Du Deine Expertise, dass Ärzte zu viel verdienen? Hast Du mal den Stundelohn eines Arztes ausgerechnet, Du würdest staunen! Selbst ein Oberarzt mit Erfahrung kommt dann nicht auf mehr als 40 Stutz pro Stunde. Wenn Du das Zuviel findest, hast Du natürlich recht.
    • Biotop 21.08.2019 19:41
      Highlight Highlight Es gibt bisher nachweisbar keine Patienten welche in den Notfall rennen.
    • MacB 21.08.2019 21:52
      Highlight Highlight @Keller: Das BAG hat schon Studien veröffentlicht (Ende 2018) und Solothurn hat 2019 die Löhne offen gelegt, siehe Links unten. Die Medianlöhne sind unanständig hoch, bsp. Neurochirurg 800'000 im Durchschnitt!!! Ist das nicht zuviel?

      https://www.srf.ch/news/schweiz/neue-studie-zeigt-fachaerzte-verdienen-mehr-als-vermutet


      https://www.srf.ch/news/regional/aargau-solothurn/mehr-transparenz-solothurner-spitaeler-legen-erstmals-arztloehne-offen
    Weitere Antworten anzeigen
  • O.Brady 21.08.2019 15:09
    Highlight Highlight Und unterdessen machen Novartis und Co Milliarde Gewinn. Es braucht kein 180 IQ um zu wissen wo man sparen kann Herr Berset!
    • qumquatsch 21.08.2019 17:02
      Highlight Highlight Leider macht die Pharma und die MedTech Industrie nur gerade 1/6 der Kosten aus. Der Rest ist Behandlungskosten durch Ärzte und Pflege...
    • Hubhub 21.08.2019 18:44
      Highlight Highlight "Nur" 1/6 der Kosten. Trotzdem givt's dort Sparpotential. Wenn die Kosten für Marketing/Werbung die Kosten für Forschung und Entwicklung übersteigen, läuft meiner Meinung nach etwas falsch. Mir wäre lieber, die Nebenwirkungen der Medikamente würden nicht wie teilweise geschehen erst nach Markteintritt entdeckt werden...
  • ciaociao 21.08.2019 14:58
    Highlight Highlight vielleicht einfach von einer anderen perspektive:
    mein arbeitgeber verlangt bei mir vom
    ersten krankheitstag ein arztzeugnis. mehr vertrauen, zB erst ab dem dritten tag, würde auch schon kosten sparen.
    dann rennen hinz & kunz wegen einem schnupfen sonntags in die notfallaufnahme. Würde man solche pseudopatienten mehr in die verantwortung nehmen und bei ungerechtfertigten arztbesuchen den selbstbehalt erhöhen, würden sich viele zuerst 2x ueberlegen ob der arztbesuch jetzt wirklich notwendig ist oder ob man nicht einfach ein dafalgan in der apotheke holt (viele apotheken sind sonntags offen)
    • Walter Sahli 21.08.2019 16:54
      Highlight Highlight Tut mir leid, aber diese Arztbesuche sind nicht die Kostentreiber. Es sind unsere zwei letzten Lebensjahre, während denen noch alles mögliche operiert wird, die einschenken.
    • Hubhub 21.08.2019 18:34
      Highlight Highlight Finde den Generalverdacht bei gewissen Arbeitgebern auch störend (auch wenn ich selbst selten krank bin). Bei Bedarf eines Zeugnis ab erstem Tag sollte der Arbeitgeber dazu verpflichtet sein, die Kosten der Untersuchung selbst zu bezahlen, evt. via Vertrauensarzt.

      Andere mögliche Variante:
      Habe in Australien gearbeitet und hatte dort eine fixe Anzahl Tage "sick leave" pro Jahr, die ich einziehen durfte ohne Arztbesuch. Wenn die Tage aufgebraucht waren, musste jeder folgende Krankheitstag durch Arztbesuch bestätigt werden.
    • Keller101 21.08.2019 18:48
      Highlight Highlight Hier liegt der Hund begraben, wegen jedem Flohbiss auf den Notfall und sich dann wundern wenn es was kostet. Logisch sind die Behandlungskosten durch Arzt und Pflege erhöht nur liegt’s nicht an dieser Berufsgruppe.
  • Zacke 21.08.2019 14:43
    Highlight Highlight Das mit den verbindlichen Vereinbarungen zur Vermeidung von ungerechtfertigten Behandlungen finde ich eine gute Sache. Man hört ja seit Jahren, dass rund 20 Prozent aller Behandlungen überflüssig sind. Manche davon dürften zudem den PatientInnen erst noch schaden. Die solidarisch finanzierte Medizin sollte jenen zugute kommen, die sie auch wirklich nötig haben, und nicht zum Umsatz bolzen missbraucht werden.
  • IMaki 21.08.2019 14:42
    Highlight Highlight Pffff. Ein weiterer Schuss in den Ofen. Unter Führung des Cüpli-Sozis ist auch gar nichts anderes zu erwarten. Dabei liegen die Lösungen auf der Hand: Einheitskasse (genau, jene wirksamste Massnahme, die das Volch nach einer durch KK-Beiträge zwangsbezahlten Gegenkampagne abgelehnt hat), Plafonierung (d.h. Reduktion) der Spezialärzte, Trockenlegen des Therapiesumpfes, Stop dem von den KK mitbezahlten Fitness-Unfug, Generika-Obligatorium. Abschaffung des KK-Obligatoriums, das zu einem selbstmörderischen Kostentreiber geworden ist oder Plafonierung der Prämien auf 7 Prozent des Netto-Lohnes.
    • MacB 21.08.2019 15:20
      Highlight Highlight Eine Abschaffung des Obligatoriums ist das Letzte, denn dadurch hängen sich arme Leute ab, um Geld zu sparen und sterben früher. EIne Zweiklassengesellschaft entsteht. Reiche können sich den ARzt leisten, Arme nicht. Das willst du allen ernstes?

      Eher müsste man dafür sorgen, dass es sich jeder leisten kann. Für diesen Gedanken muss man noch nicht mal Cüpli-Sozialist sein.

    • ciaociao 21.08.2019 16:14
      Highlight Highlight bei einer einheitskasse fehlt schlicht der wettbewerb, und es wird ein träger behördenapparat. nicht fördernd.
    • IMaki 21.08.2019 16:27
      Highlight Highlight @MacB
      Es sollte eine Provokation sein. Natürlich steht die Erschwinglichkeit für eine flächendeckende medizinische Grundversorgung im Vordergrund. Aber so, wie die das in "Bern oben" anteiggen geht es nun wirklich nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 21.08.2019 14:40
    Highlight Highlight Ich motz ja dauernd über food waste, was ist mit medi waste? Wenn ich in meiner Bekanntschaft herumfrage, dann werden die Medikamente zu ca. 10% verwendet. Entweder man nimmt sie nicht, man hat zu grosse Packungen oder man verträgt sie nicht. Der Rest sammelt sich in irgendwelchen Boxen und wird dann nach x-Jahren weggeschmissen. Die Pharmalobby hegt ihr Angstszenario seit Jahren erfolgreich, dass man Medis auf keinen Fall wiederverwenden darf, da ev. jemand sein Tablettchen auf einen Heizungskörper lagert (Lieblingsargument) und damit die Wirkung nicht mehr gegeben sein könnte.
    • Pakart 21.08.2019 17:53
      Highlight Highlight Ausnahmsweise muss ich der Mitbürgerin zustimmen.
  • Finöggeli 21.08.2019 14:31
    Highlight Highlight Spitallandschaft bereinigen à la Dänemark und nicht im Umkreis von 10 Autominuten 6 Spitäler betreiben, welche „alles anbieten“ (aber die Qualität aufgrund fehlender Fallzahlen nicht liefern können). Ist aber im föderalistischen Staat ein Ding der Unmöglichkeit...
  • Thom Mulder 21.08.2019 14:17
    Highlight Highlight Auf eins kann man Gift nehmen: Der Bundesrat tut garantiert nichts, was der Wirtschaft nicht entgegen kommt. Die Interessen der Bürger gelten hierzulande wenig.
    • Fairness 21.08.2019 15:36
      Highlight Highlight Genau so ist es, leider. Alles für die Wirtschaft inkl. Selbstbedienungsladen Gesundheitsindustrie und nichts für die Gesellschaft.
    • infomann 21.08.2019 15:48
      Highlight Highlight Du hast nicht ganz recht.
      Bei uns wird immer alles vom Nationalrat und Ständerat, verwässert oder abgelehnt.
      Dort sitzt die ganze Farmalobby, merkt euch dieser Personen und wählt sie im einfach nicht mehr.
    • mob barley 21.08.2019 18:07
      Highlight Highlight Tja. Das Volk kriegt den Bundesrat, den es verdient. Ein bürgerliches Parlament wählen und dann jammern, dass nur die Interessen der Wirtschaft vertreten werden? Sooo überraschend ist das nun auch nicht.

      Besser vor der Wahl überlegen, wen man da so wählt. Bald gibts die Chance zur Korrektur.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans007 21.08.2019 14:06
    Highlight Highlight Im Gesundheitswesen verdienen viel zu viele Leute viel zu einfach viel zu viel Geld. Diese werden sich zu wehren wissen und die ganze Sparübung wird im Sand verlaufen. Alles wie gehabt.

    Damit möchte ich nicht in Abrede stellen, dass viele für vernünftiges Geld sehr gute Arbeit mit viel persönlichem Einsatz leisten.
  • mrmikech 21.08.2019 14:02
    Highlight Highlight Parallelimport erlauben, dan löst das problem mit medikamentpreise sich von selbst.
  • Fairness 21.08.2019 13:53
    Highlight Highlight Nehmt mal die Aerzte in die Pflicht! Rundherum hört und sieht man, wie mehrere Aerzte Fehldiagnosen stellten, bevor endlich irgendeiner herausfand, wo das Problem wirklich war. Von verpfuschten Operationen hört man auch zu oft. Aerzte sollten mehr Haftung übernehmen und nicht aus 300 g zuviel gleich einen Risikopatienten machen. Angegliederte Physiozentren gehören verboten. Sportärzte produzieren sich so Kunden noch und noch. Und sonst querbeet aufräumen. Nicht immer nur das, wo all die Profiteure als Alibiübung zustimmen.
    • Thom Mulder 21.08.2019 14:22
      Highlight Highlight Stimmt. Es braucht enorm viel, bis ein Arzt oder Spital Konsequenzen zu fürchten hat.

      Und Krankenkassen weigern sich, sinnvollere, billigere Therapien od. Medis zu zahlen, mit der dummen Ausrede weil sie nicht auf der Liste stehen und treiben so die Kosten weiter in die Höhe.

      Krankenkassen zahlen Rechnungen ohne nachzuschauen, auch wenn man sie auf Fehler hinweist.

      Ärzte haben generell wenig Erfahrung. Fast immer heisst es: Man weiss halt nicht woher es kommt. Und dann wird herum probiert. Oft wird es dann noch schlimmer. Man zahlt hohe Arztkosten und deren Lernprozess noch dazu.
    • Finöggeli 21.08.2019 14:40
      Highlight Highlight Schau mal in andere Hochrisikobereiche: Stürzt ein Flugzeug ab, wird der Typ gegroundet bis feststeht warum. Sterben im Gesundheitswesen 100 Personen, schreibt man eventuell eine Studie. Jemand liest es vielleicht, vielleicht auch nicht. Alle Infos sind dezentral und unstrukturiert über Patienten abgelegt. Big Data: Zero. Übertragung von patientenspezifischen Infos zwischen verschiedenen Kliniken und Spitälern: Zero (Von einem Kanton zum nächsten sowieso nicht wegen Datenschutz). Viele Faktoren sind strukturelles Marktversagen und nicht Fehler eines Arztes.
    • Butschina 21.08.2019 14:41
      Highlight Highlight Angegliederte Physiozentren sind gut. Oft ist die Kommunikation zwischen Arzt, Therapeut und Patient so viel besser und fördert eine qualitativere Behandlung.
      Ein System wie in den USA wo jeder Arzt für alles verklagt wird verteuert das Gesundheitswesen nur. Zudem kann man bei vielen Dincen verschiedene Behandlungen machen. Das heisst nicht, dass ein scheitern immer ein Ärztepfusch ist. So zu denken ist viel zu einfach und ignoriert vieles.
    Weitere Antworten anzeigen
  • #Technium# 21.08.2019 13:46
    Highlight Highlight Haben denn bis jetzt in all den Jahren solche Maßnahmen sich bewährt? Die Kosten sind immer weiter gestiegen...
    • Amboss 21.08.2019 15:15
      Highlight Highlight Natürlich sind die Kosten weiter gestiegen. Und dennoch haben sich die diversen Massnahmen vielleicht doch bewährt und eine Einsparung gebracht.

      Und schau: Wenn es einfache Lösungen gäbe, hätte man die schon gefunden. Aber im Gesundheitswesen ist halt alles ein bisschen komplizierter...

5 Punkte, die zeigen, wie es um die psychische Gesundheit in der Schweiz steht

Knapp ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung leidet an einer oder mehreren psychischen Erkrankungen. Das kann von Ess- über Angststörungen bis zu Depression reichen. Ein Überblick.

Letzte Woche teilte das Bundesamt für Statistik Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 mit. Stress und psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz haben demnach 2017 zugenommen. 21 Prozent der Erwerbstätigen litten bei der Arbeit sehr oft unter Stress. 2012 waren es noch 18 Prozent.

Zugenommen haben die psychosozialen Risiken generell. Fast die Hälfte (49%) der gestressten Personen fühlen sich emotional erschöpft, was das Burn-out-Risiko erhöht.

Dies sind Vorboten von psychischen …

Artikel lesen
Link zum Artikel