Gesellschaft & Politik
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Hongkongs führende Aktivisten bleiben vorerst auf freiem Fuss



In Hongkong bleiben drei führende Aktivisten der prodemokratischen Bewegung bis zu einem Gerichtsurteil am 5. August gegen Kaution auf freiem Fuss. Joshua Wong, Agnes Chow und Ivan Lam werden beschuldigt, nicht genehmigte Versammlungen organisiert und daran teilgenommen zu haben.

Die Vorwürfe wurden im vergangenem Jahr erhoben, nachdem Tausende Protestler eine Polizeiwache gestürmt hatten. Während Chow sich am Montag vor Gericht schuldig bekannte, plädierten Wong und Lam auf unschuldig.

In this Jan. 27, 2018, photo, Agnes Chow, center, a member of democracy Demosisto party, is accompanied by Joshua Wong, right, and Nathan Law, holds a notice from the Hong Kong government at a press conference in Hong Kong. After a security law for Hong Kong passed in China, prominent Hong Kong pro-democracy activists Wong, Chow an Law issued statements on Facebook on Tuesday, June 30, 2020, saying they would withdraw from the pro-democracy organization Demosisto. Wong said

Agnes Chow (Mitte), Joshua Wong (rechts) und Nathan Law sind Teil der pro-demokratischen Bewegung und Mitglieder der aufgelösten Demosisto-Partei. Bild: keystone

Seit mehr als einem Jahr erschüttern Proteste Hongkong. Sie richten sich gegen die prochinesische Führung in der chinesischen Sonderverwaltungszone sowie Chinas wachsenden Einfluss auf die ehemalige britische Kronkolonie. Politische Verfolgung sei nun ein Teil des Alltags in Hongkong, aber es sei nicht die Zeit zum Aufgeben, sagte Aktivist Wong am Montag im Gericht. «Jetzt ist es an der Zeit, dass die Welt Hongkong unterstützt.»

Seit dem 1. Juli gilt in Hongkong ein von China verfügtes Sicherheitsgesetz. Dieses richtet sich gegen Aktivitäten, die Peking als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht.

Aus Angst vor Verfolgung hatten Wong und Chow den Rückzug aus ihrer Partei Demosisto angekündigt, die sich daraufhin auflöste. Der bekannte Demokratie-Kämpfer Nathan Law hat Hongkong bereits verlassen. (sda/dpa)

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Bilder des Protestes in Hongkong vom Sonntag, 16. Juni 2019:

Die Megastadt Hongkong kommt nicht zur Ruhe

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gzdt 07.07.2020 10:09
    Highlight Highlight Xi Ping, die personifizierte Menschen- und Lebensfeindkichkeit!
  • rodolofo 07.07.2020 07:34
    Highlight Highlight Auf freiem Fuss mit Fussfessel...
    ("Arbeit macht frei!" lässt grüssen.)
  • benn 07.07.2020 07:32
    Highlight Highlight Vorbei ist es mit der Freiheit, die grosse Diktatur über nimmt allmählich und unterdrückt das Volk. Wer sich für die Freiheit wehrt wird inhaftiert und in Umerziehung später gesteckt oder verschwindet ganz! Traurige Entwicklung, die Bevölkerung tut mir leid!
  • TheKen 06.07.2020 23:04
    Highlight Highlight Serpentza und laowhy86 fand ich über die Jahre immer sehr informativ auf YT. Sie sind beide kürzlich über HK in die Staaten vor der CCP geflüchtet. Mit der CCP ist nicht zu spassen. Die Chinesen wollen nie das Gesucht verlieren, die Demos untergraben die Autorität der HK Regierung, das fällt zurück auf die CCP. Das werden sie nie dulden. Ein Kampf den die kleine Demokratie Bewegung in Hk nicht gewinnen kann. Das schmerzt.
  • bebby 06.07.2020 22:21
    Highlight Highlight Die drei Angeklagten haben das „Glück“, dass das neue Gesetz nicht rückwirkend gültig ist.
    Viel bedenklicher sind übrigens die neuen Kompetenzen der Polizeibehörde. Neu können sie laut SCMP auch Durchsuchungen durchführen, für die bisher eine richterliche Anordnung nötig war. Ebenso die Herausgabe von Informationen von Social Media verlangen (was de facto bei Facebook nicht durchsetzbar ist, wie auch die Behörden in Europa herausfinden mussten). Bin gespannt, ob HK bald hinter die chinesische Firewall muss. Also Wechat statt Whatsapp.

Aktivist Law flüchtet ins Ausland – vier Punkte zeigen, was in Hongkong gerade abgeht

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