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AfD-Spendenaffäre: Das Geld kam von einem SVP-Gönner

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Alice Weidel hat unerlaubt Spenden aus dem Ausland erhalten. Die Spur führt nach Zürich.Bild: EPA/EPA

AfD-Spendenaffäre: Das Geld kam von einem SVP-Gönner

04.04.2019, 19:0904.04.2019, 19:09

Vor der Bundestagswahl 2017 erhielt die AfD eine Spende von 150'000 CHF aus der Schweiz. Weil Wahlkampfspenden aus einem Nicht-EU-Land in Deutschland illegal sind, schalteten sich die Bundestagsverwaltung und die Staatsanwaltschaft ein.

Nun hat ein Rechercheverbund bestehend aus Journalisten des WDR, NDR, der «Süddeutscher Zeitung» und Tamedia den Schweizer Spender ermittelt, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Es handelt sich mutmasslich um den in Zürich wohnhaften Immobilienunternehmer Henning Conle.

Die Famillie Conle ist auch in der Schweizer Politik mit Spendengeldern aktiv, wie die Zeitung schreibt. So wurde bei der 100-Jahr-Feier der Zürcher SVP Hennig Conle als «grosszügiger Sponsor» ausgewiesen.

Den Conles gehört unter anderem die Zürcher Immobilienverwaltung «Miwo». Dieser verwaltet über 2500 Mietwohnungen in der ganzen Schweiz. (leo)

Fahndungsvideo: Angriff auf AfD-Politiker Magnitz

Die Bundestagswahl 2017:

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Bundestagswahl 2017
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quelle: ap/ap / markus schreiber
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66 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Turrdy
04.04.2019 19:27registriert März 2018
AfD-Spender war auch SVP-Gönner.
Nein?
Doch.
Oooh!
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Lowend
04.04.2019 20:59registriert Februar 2014
So gesehen finanzieren die bösen linken Zürcher also über ihre extrem hohen Mieten die Politik der SVP, die bei jeder Gelegenheit gegen diese Städter kämpfen und ein anderer Teil der Miete geht direkt oder indirekt an die AfD in die angeblich ach so böse EU?

Mich wundert es langsam gar nicht mehr, warum die SVP gegen jegliche Transparenz bei der Parteienfinanzierung kämpft!
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DrFreeze
04.04.2019 19:29registriert November 2018
Von einem deutschen SVP Fanboy also. Verwundert nun nicht wirklich.
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«Antifaschistische Neurose»: Radikalismus-Experte zum Fall Quentin
Zwei linksextreme Gruppen aus Genf zeigen auf einem Transparent ihre «Unterstützung für die 11 von Lyon», also für die Verdächtigen, die im Rahmen der Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung des jungen französischen Nationalisten Quentin D. festgenommen wurden. Jean-Yves Camus, Experte für Radikalismus, ordnet ein.
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