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Der grosse Parlamentarier-Check: Wer ist der grösste Schwänzer? Wer der grösste Verlierer? 

Bild: KEYSTONE

Wenige Monate vor den Nationalratswahlen ist es Zeit für einen Leistungscheck: Wer hat geschwänzt? Wer konnte sich am häufigsten durchsetzen? Was die Auswertung sämtlicher 3934 Abstimmungen der laufenden Legislatur ergibt.



In genau fünf Monaten wählt die Schweiz ihre 200 Nationalräte und einen Teil ihrer 46 Ständeräte neu. Am Abend des 18. Oktobers werden wir wissen, wer in der Schweiz in den nächsten vier Jahren das Sagen haben und wie sich die Politik unseres Landes verändern wird. 

Fünf Monate vor der Wahl ist es deshalb Zeit, zu schauen: Wer hat an den meisten Abstimmungen unentschuldigt gefehlt? Wer hat im Nationalrat am häufigsten Abstimmungen verloren?

Die grössten Schwänzer

Nationalräte können sich bis zum Sitzungsbeginn aufgrund Mutterschaft, Unfall, Krankheit und seit 2014 auch wegen Todesfall im engen Familienkreis entschuldigen. Wer dies nicht tut, gilt unentschuldigt als abwesend und wird so protokolliert. Folgende Bilderstrecke zeigt, wer am häufigsten eine Abstimmung schwänzte.

Spitzenreiter unter den amtierenden Nationalräten ist SVP-Nationalrat und Walliser Staatsrat Oskar Freysinger. Mit 955 unentschuldigten Absenzen bei Abstimmungen im Nationalrat fehlte er an rund einem Viertel aller Entscheidungen. 

Zwei ehemalige Ratsmitglieder, die mittlerweile zurückgetreten sind, fehlten deutlich mehr als Freysinger: Peter Spuhler (SVP) fehlte an 43,9 Prozent aller Abstimmungen. SVP-Übervater Christoph Blocher gar an 992 Abstimmungen (35,63 Prozent) – und damit in absoluten Zahlen mehr als der Walliser Oskar Freysinger.

Häufig schwänzen heisst nicht, dass ein Politiker faul ist. Zur Arbeit im Parlament gehört unter anderem auch dazu, dass man sich in der Wandelhalle unterhält, Bündnisse aufbaut und Medienarbeit macht. 

Die grössten Streber 

Andere Nationalräte schaffen beides jedoch unter einem Hut. SVP-Nationalrätin Yvette Estermann oder SP-Nationalrätin Nadine Masshardt sind beide profilierte Politikerinnen. Trotz intensiver Medienarbeit gehören sie zu den fleissigsten im Bundeshaus. Estermann wurde gar 2013 für ihre tiefe Abwesenheitsquote mit dem «Gläsernen Parlament» von der Politplattform Politnetz.ch ausgezeichnet.

Die grössten Verlierer

Wenn die Nationalräte abstimmen, dann gehören sie nicht immer zu den Gewinnern. Oftmals verlieren sie eine Abstimmung. Wir haben ausgewertet, wer am häufigsten eine Abstimmung verloren hat.

Welche Partei wirst du bei den Nationalratswahlen im Oktober wählen?

Details zur Auswertung

Ausgewertet wurden sämtliche 3934 Abstimmungen im Nationalrat seit Legislaturbeginn im Dezember 2011 bis und mit Maisession 2015. Nicht ausgewertet wurden jene Nationalräte, die nicht mehr im Nationalrat sitzen. Ebenfalls diejenigen, die erst seit kurzem im Nationalrat sitzen. 

Die grössten Gewinner

Wo es Verlierer gibt, gibt es auch Gewinner. Auch hier stellten wir uns die Frage: Wer stimmt am häufigsten so wie die Mehrheit im Nationalrat?

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cyman 18.05.2015 14:14
    Highlight Highlight Lustig: Bei den Schwänzern in der Top20 nur Männer, bei den "Strebern" viele Frauen:)
  • Angelo C. 18.05.2015 13:34
    Highlight Highlight Aha, der neugierige Petar hat da mal genauer hingeschaut, was ja auch durchaus erlaubt ist ;-)! Dass Industrielle oder Leute mit anspruchsvolleren KMUs mehr fehlen als manche Linke scheint mir systemimmanent zu sein. Man hat ja auch sonst noch existenzielle Belange, was ich solange als durchaus legitim empfinde, als dass wir kein Berufsparlament haben. Wesentlich ist vor Allem, dass Parlamentarier - egal ob bürgerlich oder links orientiert - dann vor Ort sind, wenn es um wirklich wichtige Entscheide von weitreichender Bedeutung geht, was längst nicht immer der Fall ist. Wobei schier permanent abwesende NR schon mal sanft auf ihre Verpflichtungen den Wählern gegenüber angesprochen werden dürfen.
    • Hans Jürg 18.05.2015 16:23
      Highlight Highlight Wer keine Zeit hat für sein Amt soll es jemandem überlassen, der Willens und fähig ist, die Arbeit, für die er gewählt wurde zu bewältigen.
  • nimmersatt 18.05.2015 12:46
    Highlight Highlight Besonders auffallend, neben der vorwiegend bürgerlichen Vertretung, ist, dass es sich bei den Meisten um medial sehr aktive Politiker handelt.
  • Adonis 18.05.2015 11:56
    Highlight Highlight Nach der Tabelle ist zu entnehmen, dass der grösste Teil der Watsonianer Leser S-peler sind. Richtig?
    • Petar Marjanović 18.05.2015 12:02
      Highlight Highlight Nein, dass derjenige Teil der Leserschaft, der abgestimmt hat, diese oder die andere Partei wählen wird. Die Abstimmung ist nicht repräsentativ und ist leicht manipulierbar.
  • Lowend 18.05.2015 11:48
    Highlight Highlight Schlimm wäre nur, wenn die svP bei den grössten Gewinnern, statt bei den grössten Schwänzern führen würde. Ansonsten zeigt die Führung der Mitteparteien bei den Abstimmungsgewinnern sehr schön, dass in der Schweizer Politik, trotz den kompromisslosen, polternden und bewusst unanständigen rechten 25%, noch immer der Anstand und der Versuch der Zusammenarbeit das politische Geschäft bestimmen und dass ist auch gut so!
  • Linus Luchs 18.05.2015 11:25
    Highlight Highlight Was soll dieses andauernde quantitative Vermessen der Politik? Ich will wissen, für welche INHALTE die Parlamentarier einstehen!
    Was sagt einer zur Beziehung zwischen Menschenrechten und Freihandelsabkommen? Was kann die Schweiz tun, um die Flüchtlingsdramen zu stoppen? Braucht es öffentlich-rechtliche Medien in einer Demokratie? Wie ist Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern zu erreichen? Wie ist die Kostenexplosion im Gesundheitswesen zu stoppen? An den Antworten zu solchen Fragen will ich herausfinden, welche Politikerinnen und Politiker für mich wählbar sind.
  • sauronswiss 18.05.2015 11:06
    Highlight Highlight Von den Gewinnern
    ( Abstimmungen gewonnen in%)
    sind fast ausschliesslich CVP-Politiker (und BDP).
    Mir erscheinen diese 80%+ als Wetterfahnenindikator.
    • Petar Marjanović 18.05.2015 11:21
      Highlight Highlight Oder: Mittepolitiker haben stets gut argumentiert, gut Kompromisse geschmiedet oder gut zugehört.
      #einfaktumzweiinterpretationen
  • oel 18.05.2015 09:52
    Highlight Highlight Fast alles Bürgerliche
    • Bijouxly 18.05.2015 10:47
      Highlight Highlight die linken haben sonst ja auch nichts anderes vor

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