DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wirbel so gross wie Menschen – der «Dreadnoughtus schrani» übertrifft alle bisherigen Dimensionen.
Wirbel so gross wie Menschen – der «Dreadnoughtus schrani» übertrifft alle bisherigen Dimensionen.
Bild: Jacqueline Larma/AP/KEYSTONE
Neuer Riesendinosaurier?

60 Tonnen schwer und noch nicht einmal richtig ausgewachsen

04.09.2014, 15:5304.09.2014, 17:07
No Components found for watson.rectangle.

Forscher in Argentinien haben einen der grössten Dinosaurier weltweit entdeckt. 26 Meter lang und etwa 60 Tonnen schwer war der bislang unbekannte Riese, schätzen die Wissenschaftler um Kenneth Lacovara von der Drexel Universität in Philadelphia (USA).

Dabei sei das Tier wahrscheinlich noch nicht einmal richtig ausgewachsen gewesen. Das Skelett sei das am besten erhaltene Exemplar aus der Gruppe der Titanosaurier, das bisher gefunden wurde, berichtet das internationale Forscherteam in den «Nature Scientific Reports».

Über 45 Prozent des Skelettes sind erhalten, damit können die Forscher das Skelett beinahe komplett rekonstruieren.
Über 45 Prozent des Skelettes sind erhalten, damit können die Forscher das Skelett beinahe komplett rekonstruieren.
Bild: Jacqueline Larma/AP/KEYSTONE
No Components found for watson.rectangle.

Skelett zu 45 Prozent erhalten

«Mit der Körpergrösse eines Hauses, dem Gewicht einer Elefantenherde und einem als Waffe einsetzbaren Schwanz dürfte sich Dreadnoughtus vor nichts gefürchtet haben», sagte Lacovara. Die Forscher gaben der Art den Namen «Dreadnoughtus schrani», nach den stark gepanzerten Kriegsschiffen zu Anfang des letzten Jahrhunderts und einem Sponsor der Ausgrabungen.

Das Tier gehört zu den pflanzenfressenden Sauropoden, genauer zur Gruppe der Titanosaurier. Zu diesen werden auch andere Riesensaurier aus Südamerika gezählt, wie etwa der riesige Argentinosaurus. Während von anderen aber nur jeweils einzelne Knochen gefunden wurden, ist das neue Skelett zu über 45 Prozent vollständig, bezogen auf den Körper sogar zu über 70 Prozent.

So stellen sich die Forscher des «Museum of Natural History» in Carnegie den Riesen vor.
So stellen sich die Forscher des «Museum of Natural History» in Carnegie den Riesen vor.
Bild: AP/Carnegie Museum of Natural History,

Fund soll Aufschluss über Lebensweise geben

Aus den Knochen kann fast das gesamte Skelett rekonstruiert werden, es fehlen lediglich viele Halswirbel und grosse Teile des Kopfes. Dies lasse eine gute Schätzung der Grösse zu, berichten die Forscher. Das Alter des Dinosauriers wird zwischen 84 und 66 Millionen Jahren geschätzt.

Die Knochenüberreste werden derzeit an der Universität in Philadelphia untersucht.
Die Knochenüberreste werden derzeit an der Universität in Philadelphia untersucht.
Bild: Jacqueline Larma/AP/KEYSTONE

Mittels dieses vollständigsten, je gefundenen Titanosauriers hoffen die Forscher, mehr über die Lebensweise der ausgestorbenen Riesen herauszufinden. Um so gross zu werden, mussten die Tiere riesige Mengen an Pflanzen vertilgen. 

Mit wenig Bewegung kamen die Riesen an enorme Mengen von Nahrung

Sie standen nach Vermutungen der Forscher sehr lange an einem Platz und balancierten ihren elf Meter langen Hals mit ihrem neun Meter langen Schwanz aus. «Ohne ihre Füsse zu bewegen, konnten sie so eine riesige Menge Blätter und Farne erreichen», sagte Lacovara.

Die Saurierknochen wurden zwischen 2005 und 2009 in Patagonien entdeckt. Sie werden derzeit noch an der Universität in Philadelphia untersucht. Im nächsten Jahr sollen sie in die Nähe ihres Fundortes zurückkehren, ins Museo Padre Molina in Rio Gallegas (Argentinien). (sda/dpa/lhr)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Indiana Jones' Vorbild war ein skrupelloser Grabräuber – das ist seine verrückte Story

Jahrzehnte vor dem Kinohelden Indiana Jones streifte Hiram Bingham III. durch den Dschungel auf der Suche nach Ruhm. Das historische Vorbild für den Super-Archäologen war allerdings eher ein Scharlatan.

Kein anderer Filmheld hat das Bild der Archäologie so geprägt wie Harrison Ford in der Rolle des Indiana Jones. Unzählige junge Zuschauer nahmen ihn sich in den Achtzigerjahren zum Vorbild – und beschlossen noch vor Ort im Kinosaal, später selber als Archäologe gegen Grabräuber und weitere Schurken aller Art kämpfen zu wollen.

Erfunden haben den charismatischen Altertumswissenschaftler Steven Spielberg und George Lucas. Unter anderem diente den beiden ein echter US-amerikanischer Historiker und …

Artikel lesen
Link zum Artikel