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Sarg-Protest gegen Israel-Auftritt am ESC in Wien geplant

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Sarg-Protest gegen israelischen Auftritt am ESC in Wien geplant

11.05.2026, 13:5411.05.2026, 13:54

Zum Auftritt des israelischen Teilnehmers Noam Bettan im Halbfinale des Eurovision Song Contests am Dienstag sind Protestaktionen für den Ausschluss des Landes vom ESC geplant. Am Nachmittag werden unter dem Motto «Keine Musik für Hinrichtungen. Kein Glitzer über dem Blutvergiessen» symbolisch Särge aufgestellt.

epa12945851 Israel's Noam Bettan attends the Opening Ceremony at the 'Turquoise Carpet' for the 70th Eurovision Song Contest (ESC) in Vienna, Austria, 10 May 2026. The Grand Final of ES ...
Noam Bettan nimmt für Israel am Eurovision Song Contest tei.Bild: keystone

Die Särge werden von Aktivistinnen und Aktivisten der «Plattform Palästina Solidarität Österreich» ab 16.30 Uhr abgelegt. Die Gruppe kritisiert, dass «Israel trotz seiner Verbrechen die Möglichkeit erhält, sich diese Woche in Wien als demokratische und friedliche Regenbogennation feiern zu lassen».

Am Freitagnachmittag (15. Mai) ist der «Song Protest» geplant. Angemeldet ist die Veranstaltung für 1000 Personen. Dieser Tag ist auch der Nakba-Gedenktag, der eine zentrale Rolle beim «Song Protest» einnehmen wird. Dabei wird an die Flucht und Vertreibung von etwa 700'000 bis 750'000 Palästinenserinnen und Palästinensern während der Gründung des Staates Israel und des ersten Arabisch-Israelischen Krieges 1948 erinnert.

«Mit lauten Stimmen bringen wir eine Alternative auf die Bühne», hiess es seitens der Organisatoren. Unter diesen Stimmen ist auch der Musiker Dinis Mota, der als portugiesischer Beitrag gehandelt wurde, aber bereits im Vorfeld angab, wegen der Teilnahme Israels nicht beim ESC antreten zu wollen. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem von Roger Waters von Pink Floyd und Michael Barenboim, dem Konzertmeister des West-Eastern Divan Orchestra.

Die Demonstration ist weiterhin für 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Erwartet werden neben Personen aus Österreich auch Aktivistinnen und Aktivisten aus dem nahen Ausland. Konkrete Anfragen gab es bisher etwa aus Slowenien und der Slowakei. (dab/sda/apa)

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