DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wie viele das wohl verstanden haben? Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt die Regeln für Weihnachtsfeiern.
Wie viele das wohl verstanden haben? Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt die Regeln für Weihnachtsfeiern.
Bild: keystone

Massnahmen-Chaos in der Schweiz? Guck dir mal die Weihnachtsregeln in Deutschland an 😵

Nicht nur bei uns, auch bei unseren Nachbarn herrscht Verwirrung um die geltenden Corona-Massnahmen. Diese Regeln gelten in Deutschland für die Weihnachtszeit.
16.12.2020, 19:1816.12.2020, 19:23

Wer denkt, der Schweizer Föderalismus sei schuld am Massnahmen-Wirrwarr, der dürfte beim Blick über die Landesgrenzen erleichtert sein, denn: Unseren deutschen Nachbarn geht es nicht besser. Seit Mittwoch hat Deutschland seine Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionszahlen nochmals deutlich verschärft und für die Weihnachtsfeiern wurde eine Sonderregelung erlassen. Diese zu verstehen, ist allerdings nicht ganz einfach.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

So schreibt die Bundesregierung in ihrem Massnahmenpapier: «In Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Infektionsgeschehen werden die Bundesländer vom 24. Dezember bis zum 26. Dezember 2020 – als Ausnahme von den sonst geltenden Kontaktbeschränkungen – während dieser Zeit Treffen mit 4 über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis, also Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen zulassen, auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder 5 Personen über 14 Jahren bedeutet.»

1 Satz bestehend aus 82 Wörtern. Die Bundesregierung dürfte sich mit dieser umständlich beschriebenen Regelung keinen Gefallen getan haben. Die deutschen Berichterstatterinnen sind seit deren Publikation darum bemüht, die Regelung mit Rechenbeispielen herunterzubrechen.

So schreibt der der «Spiegel»: Dechiffriert bedeutet es: 1. Erlaubt sind an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen über 14 Jahren. 2. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. 3. Erlaubt werden sollen eigentlich nur Treffen im engsten Familienkreis. Weil der aber formal schwer einzugrenzen ist, hat die Politik verschiedene Personenkreise konkret genannt: «Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige».

Statista, das deutsche Statistik-Portal, versucht mit einer Grafik für Klarheit zu sorgen. Ob es das einfacher macht?

Auch wer die aktuellen Regelungen verstanden hat; eine Planungssicherheit für die Weihnachtsfeier ist damit nicht gegeben. Denn die Regelung gilt laut Beschlusspapier «in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsgeschehen». Sollten die Infektionszahlen weiter ansteigen, können die einzelnen Landesregierungen die Massnahmen nochmals ändern und verschärfen. (sar)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So sehen Weihnachten während der Pandemie aus

1 / 20
Skurrile Stockfotos: Weihnachten während der Pandemie
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Corona-Weihnachten mit Maddy & Dave

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie ein 33-jähriger Winterthurer die Impfskeptiker mit ihren eigenen Waffen schlug

Mit einer einfachen Wordpress-Seite und einem von A bis Z erfundenen Artikel über den «Sputim-Krankheitsverlauf» brachte es der 33-jährige Sasha zu über hunderttausend Views von Impfskeptikerinnen. Wie er die Szene hinters Licht führte.

«Ein Secondo, der in die Sek B ging, hat es mit fünf Stutz geschafft, Tausende von Leuten einen absoluten Quatsch-Artikel unterzujubeln», erzählt «Sputim» auf dem gleichnamigen Kanal in einem seiner YouTube-Videos. Was danach folgt, ist eine Abrechnung – und die akribische Erzählung seines Vorgehens.

Sputim heisst eigentlich Sasha, ist 33 Jahre alt, in Winterthur aufgewachsen und auf YouTube kein unbeschriebenes Blatt. In den 00er Jahren verzückte der Secondo die Video-Community mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel