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Razzien in linksextremer Szene in Deutschland wegen G20-Krawallen



In Deutschland führt die Polizei seit dem frühen Dienstagmorgen in mehreren Bundesländern Razzien gegen die linke Szene durch. Hintergrund sind die Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg.

Seit 6:00 Uhr laufe der Einsatz der Sonderkommission «Schwarzer Block», teilte die Hamburger Polizei mit. Ziel sei es, weitere Beweise zu sichern, sagte ein Sprecher. Es sei eine zweistellige Anzahl von Wohnungen der linken Szene durchsucht worden - in Hamburg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.

Die Durchsuchungen standen den Angaben zufolge im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Ausschreitungen während eines Polizei-Einsatzes im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld am Rande des G20-Gipfels. Von der deutschlandweiten Razzia erhoffe man sich Beweise für die Ermittlungen zu diesen Vorfällen, wie es weiter hiess.

Deutsche Bundespolizisten gingen damals gegen etwa 200 Demonstranten vor, weil sie nach eigenen Angaben unter anderem mit Steinen und Flaschen beworfen wurden. Medien hatten nach Auswertung eines Einsatzvideos dagegen berichtet, die Beamten seien lediglich mit drei Bengalos beworfen worden.

Das linke Hamburger Kulturzentrum «Rote Flora» sei bei dem Einsatz am Dienstag nicht durchsucht worden, so der Sprecher weiter. Es war nach den Krawallen am 7. Juli im Schanzenviertel in die Kritik geraten.

Einzelheiten zu den Razzien wollen der Präsident der Hamburger Polizei, Ralf Martin Meyer, und der Leiter der Soko «Schwarzer Block», Jan Hieber, am Mittag auf einer Medienkonferenz bekanntgeben. (sda/dpa/afp)

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