Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Israel

Hunderte afrikanische Flüchtlinge in Israel treten in Hungerstreik



Israeli policemen and immigration officers arrest an African asylum seeker after spending the last two days protesting in an outdoor camp near the Nitzana border crossing with Egypt in the Negev Desert on June 29, 2014. Nearly 1,000 illegal African immigrants in Israel staged a march from Holot detention center towards the southern border with Egypt to protest against living conditions in the Holot detention center. The Israeli population and immigration office said that in late 2013 there were 53,646 African immigrants in Israel, 35,987 of whom were Eritrean, 13,249 Sudanese and the remainder from other countries. AFP PHOTO/OREN ZIV          ==ISRAEL OUT==

Bild: AFP

Hunderte afrikanische Flüchtlinge sind am Montag im Süden Israels in einen Hungerstreik getreten. Sie protestieren damit gegen einen gewaltsamen Polizeieinsatz nahe der Grenze zu Ägypten am Vortag, wie ihre Unterstützer mitteilten.

Demnach hatten die Beamten Sitzblockaden der Flüchtlinge aufgelöst, die damit seit Freitag auf die schlechten Lebensbedingungen in ihrem Lager in Holot aufmerksam machen wollten.

Das Unterstützungskomitee kritisierte, dass die Festnahmen «unmenschlich» und zudem zeitlich nicht begrenzt seien. Die Hungerstreikenden verurteilten in einer Erklärung die «Polizeigewalt» und riefen das UNO-Menschenrechtskommissariat auf, sie zu unterstützen.

Nach Angaben des israelischen Innenministeriums wurden bei dem Einsatz 779 Menschen in Gewahrsam genommen. Fünf Flüchtlinge und fünf Polizisten seien leicht verletzt worden. Die Festgenommenen müssen sich nun vor einer Untersuchungskommission verantworten, wie eine Ministeriumssprecherin erklärte.

Die Flüchtlinge seien verpflichtet, sich zweimal täglich in ihrem Lager zu melden und die Nacht in Holot zu verbringen, sagte die Sprecherin weiter. Wegen des Verstosses gegen diese Auflage drohten den Betroffenen Haftstrafen von bis zu drei Monaten. (whr/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter