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Syngenta-Übernahme vor weiteren Schwierigkeiten



Der chinesische Chemieriese ChemChina verzichtet auf Zugeständnisse, um die Bedenken von EU-Wettbewerbshütern bei der Übernahme des Schweizer Pflanzenschutzkonzerns Syngenta zu zerstreuen.

Alles sei noch offen, erklärte ein EU-Sprecher am Montag. Syngenta und ChemChina hatten bis zum Freitag Zeit, die Sorgen der Kartellwächter auszuräumen.

Nun kann die EU-Wettbewerbsbehörde Behörde die Transaktion entweder ohne Auflagen durchwinken oder aber eine vertiefte Untersuchung einleiten, die bis zu fünf Monate dauert. Für ihre entscheidung hat sie bis kommenden Freitag Zeit.

Die Syngenta-Aktien fielen um 10.20 Uhr bei klar überdurchschnittlichen Volumen um 8.3 Prozent auf 386.80 Franken zurück. Mit der Nachricht sei die Sorge gewachsen, dass die Syngenta-Übernahme scheitern könnte, hiess es

«Konstruktive Gespräche mit der EU dauern an», erklärte eine Syngenta-Sprecherin. Der Konzern werde am Dienstag bei der Berichterstattung zum Geschäftsgang im dritten Quartal weitere Angaben zum Stand des Genehmigungsverfahrens machen.

ChemChina hatte im März das offizielle Kaufangebot für Syngenta vorgelegt und bietet 465 Dollar in bar je Syngenta-Namensaktie sowie zudem eine Sonderdividende über 5 Franken. Die Angebotsfrist läuft bis zum 8. November 2016, kann aber, wie bereits mehrfach geschehen, auch noch verlängert werden.

Eine wichtige Hürde hat die Übenahme Mitte August genommen: Der Ausschuss für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) hatte den 43-Milliarden-Dollar-Deal freigegeben. Die Syngenta-Aktien waren daraufhin um 10 Prozent in den Bereich von 420 Franken nach oben geschossen, in welchem sie sich per Saldo bis am vergangenen Freitag bewegt hatten. (sda/reu/awp)

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