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Zwei Astronauten meistern ersten Ausseneinsatz des Jahres



Der erste Ausseneinsatz des Jahres bei der Internationalen Raumstation ISS verläuft routiniert: Bei mehrstündigen Aussenarbeiten haben zwei US-Astronauten wichtige Wartungsarbeiten verrichtet.

Nach gut sechs Stunden im freien Weltall kletterten ISS-Kommandant Shane Kimbrough und Astronautin Peggy Whitson am Freitag wieder zurück durch die Schleuse in den Aussenposten der Menschheit, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

Die beiden Astronauten montierten unter anderem drei neue Lithiumionen-Batterien. Dafür entfernten sie alte Nickel-Wasserstoff-Zellen. Diese waren mehr als zehn Jahre im Einsatz und sollen nicht mehr verwendet werden, wie die Agentur Tass meldete.

Da Kimbrough und Whitson ihre geplanten Arbeiten etwa eine Stunde früher als erwartet erledigt hatten, gab ihnen die Bodenkontrolle weitere Wartungsaufgaben. Unter anderem verlegten sie ein Netzwerkkabel und demontierten eine Aussenlampe. Auf Bildern im Internet war zu sehen, wie Kimbrough und Whitson sich in ihren weissen Raumanzügen an Griffen an der Aussenwand der ISS entlang hangelten.

«Peggy und Shane managen ihren Ausstieg perfekt», schrieb ihr französischer Kollege Thomas Pesquet von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA bei Twitter. «Ein Ausseneinsatz ist Teamarbeit», meinte er. Pesquet hatte ihnen zuvor beim Anziehen der Anzüge geholfen.

Am kommenden Freitag (13.1.) sollen Kimbrough und Pesquet die Arbeiten bei einem weiteren Ausseneinsatz fortsetzen. Für Pesquet wird dies der erste Ausstieg in den Weltraum in seiner Karriere sein. Er veröffentlichte bei Twitter mehrere Fotos, auf denen er bereits den Raumanzug für seinen Einsatz kommende Woche testete. Pesquet war Mitte November gemeinsam mit Whitson vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS gestartet.

Älteste Frau im All

Kimbrough arbeitete zum dritten Mal im freien Weltall, für Whitson war es bereits der siebte Ausseneinsatz. Whitson dürfte bei ihrer für den 15. Mai geplanten Rückkehr zur Erde den Rekord für den längsten Aufenthalt eines US-Bürgers im All aufstellen. Den bisherigen US-Rekord hält der Astronaut Jeff Williams mit 534 Tagen. Die 56-Jährige Biologin Whitson ist zudem die älteste Frau im All.

Neben Kimbrough, Whitson und Pesquet arbeiten derzeit auch die russischen Kosmonauten Andrej Borissenko, Sergej Ryschikow und Oleg Nowizki in dem fliegenden Labor rund 400 Kilometer über der Erde. Zum orthodoxen Weihnachtsfest am Samstag gratulierte der russische Patriarch Kirill den Kosmonauten und bezeichnete sie als Helden.

Es sei bemerkenswert, dass sich die internationale Besatzung der ISS für die «Sache des Friedens» einsetze. Weihnachten sei ein Fest des Friedens, das jeder mit seinen Nächsten verbringe, betonte das Kirchenoberhaupt. Die Raumfahrer auf der ISS gehörten für die ganze Welt zu den Nächsten, weil sie den Planeten aus dem Weltraum sähen. (sda/dpa)

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