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Renault schafft Gewinnsprung dank europäischer Autokonjunktur



Der französische Autobauer Renault hat im vergangenen Jahr von der brummenden europäischen Autokonjunktur profitiert. Dank kräftig gestiegener Verkäufe kletterte der Umsatz um knapp 15 Prozent auf 58.8 Milliarden Euro.

Auch ohne die seit Anfang Januar 2017 einbezogene russische Tochter Avtovaz wäre der Erlös um über 9 Prozent gestiegen, wie das Unternehmen am Freitag am Firmensitz in Boulogne-Billancourt mitteilte.

Unter dem Strich sprang der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um die Hälfte auf 5.1 Milliarden Euro, weil Renault zudem etwas profitabler arbeitete und die Beteiligung an Nissan deutlich mehr Gewinn abwarf. Die Franzosen sind mit Nissan durch Überkreuz-Beteiligungen verbunden.

Ghosn bleibt

Renault-Chef Carlos Ghosn soll auch die nächsten Jahre die Geschicke des französischen Autoherstellers lenken. Der Verwaltungsrat verlängerte den Vertrag Ghosns um vier Jahre - die Aktionäre müssen dies noch absegnen.

Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sagte der Nachrichtenagentur AFP, Ghosn habe einer Senkung seines Gehalts um 30 Prozent zugestimmt. Im vergangenen Jahr hatte der Staat sich gegen Ghosns Gehalt in Höhe von 7.25 Millionen Euro ausgesprochen, weil er es für zu hoch hielt. Der französische Staat ist mit 15 Prozent an Renault beteiligt.

Der Verwaltungsrat gab Ghosn auf, den Strategieplan Drive the Future umzusetzen, mit dem der Umsatz bis 2022 auf 70 Milliarden Euro gesteigert werden soll. Der Chef soll zudem die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi stärken und seinen Nachfolger aufbauen: Zum Stellvertreter ernannte das Aufsichtsgremium den für Wettbewerb zuständigen 54-jährigen Vorstand Thierry Bolloré.

Für das laufende Jahr rechnet Ghosn mit weiter steigenden Umsätzen. Dabei sind Währungseffekte ausgeklammert. Die operative Gewinnspanne, die im vergangenen Jahr von 6.4 auf 6.6 Prozent gewachsen war, soll weiter über 6 Prozent liegen.

Renault, Nissan und Mitsubishi verkauften im vergangenen Jahr zusammen 10.6 Millionen Autos und leichte Nutzfahrzeuge weltweit. Bei Nissan hatte Ghosn den Posten des Vorstandschefs im vergangenen Frühjahr abgegeben, blieb aber Präsident. Zudem führt er die Allianz. (sda/dpa)

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