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Endspurt führt Trump und Clinton in die «swing states»



Am letzten Wahlkampfwochenende ringen die Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump um die Unterstützung der Staaten auf der Kippe, den «swing states». Am Freitag reisten beide in den sogenannten Rust Belt, eine Industrieregion im Nordosten der USA.

Während sich die Demokratin prominente Hilfe aus der Musikbranche holte, setzte der Republikaner weiter auf Verunglimpfungen seiner Gegnerin.

Nach Umfragen liegt Clinton immer noch vor Trump. In Cleveland, Ohio, einem Bundesstaat, den Clintons Vorgänger Barack Obama gewonnen hatte, liegt die 69-Jährige demnach allerdings fünf Prozentpunkte hinter Trump. Ihr Auftritt dort wurde von einem kleinen Konzert von dem Rapper Jay-Z und seiner Frau, der Sängerin Beyoncé, eingeleitet.

«Ich möchte, dass meine Tochter in dem Bewusstsein aufwächst, dass eine Frau unser Land anführt», sagte die Sängerin. Auch Clinton verwies auf die Chance, erstmals eine Frau an die Spitze der USA zu wählen, und interpretierte dies als nächsten Schritt im Kampf für die Bürgerrechte: Mit der Hilfe der Wähler könne eine Grenze «ein für allemal» durchbrochen werden, beschwor Clinton ihr Publikum.

Trump trat unterdessen in Hershey im Bundesstaat Pennsylvania auf, wo er auf seine Popularität bei weissen männlichen Arbeitern setzte. «Ich will, dass das ganze Washingtoner Establishment das hört: Wenn wir am 8. November die Wahlen gewinnen, werden wir den Sumpf trockenlegen», sagte der 70-Jährige. Clinton werde wegen ihrer E-Mail-Affäre strafrechtlich verfolgt werden.

Nach der Veröffentlichung einer elf Jahre alten FBI-Untersuchung um Clintons Mann Bill, der als Präsident den wegen Steuerhinterziehung angeklagten Marc Rich begnadigt hatte, war der Vorsprung der Demokratin immer weiter geschmolzen.

Zuvor hatte die Ankündigung des FBI für Wirbel gesorgt, die Untersuchungen um die Präsidentschaftskandidatin wieder aufzunehmen. Sie war wegen der Nutzung ihres privaten E-Mail-Kontos für dienstliche Kommunikation während ihrer Zeit als Aussenministerin in die Kritik geraten.

Am Samstag will Clinton Miami im swing state Florida, besuchen, bevor sie den Tag in Philadelphia, Pennsylvania, mit einem Konzert mit Katy Perry beendet. Trump reist über Tampa, Florida, durch die Bundesstaaten Colorado, North Carolina und Nevada. (sda/afp)

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