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Papst Franziskus empfängt Leuthard zu Privataudienz



Bundespräsidentin Doris Leuthard ist am Samstag im Vatikan von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen worden. Die Audienz anlässlich der Vereidigung der Päpstlichen Schweizergarde habe 27 Minuten gedauert, meldete die italienische Nachrichtenagentur ANSA.

Das Gespräch sei in sehr herzlichem und familiärem Rahmen geführt worden. Leuthard und Franziskus hätten sich ohne Übersetzer auf italienisch unterhalten und dabei viel gescherzt. Besonders warmherzig habe sich der Papst gegenüber Leuthards Mutter gezeigt, die ebenfalls bei der Audienz zugegen war.

Zur Schweizer Delegation, die den Papst traf, zählten auch Ständeratspräsident Ivo Bischofberger und der Landammann von Obwalden, Franz Enderli, als Vertreter des diesjährigen Gastkantons der Vereidigung der Päpstlichen Schweizergarde.

Geschenke ausgetauscht

Nach der Audienz hätten die katholische Bundesrätin und der Pontifex Geschenke ausgetauscht, schrieb ANSA. Leuthard habe Franziskus ein Buch über Bruder Klaus sowie eine «Doris Leuthard»-Rose überreicht. Rosen schenke sie normalerweise Frauen, sagte Leuthard zu ihrem Gastgeber. «Aber diese möchte ich Ihnen geben.»

Der Papst revanchierte sich, wie bei solchen Besuchen üblich, mit einer Medaille, auf der der Heilige Martin zu sehen ist, und Ausgaben seiner Apostolischen Schreiben «Evangelii gaudium» und «Amoris laetitia» sowie der Enzyklika «Laudato si'».

Im Anschluss an das Treffen mit Franziskus traf sich Leuthard gemäss einer Mitteilung des Vatikans mit Erzbischof Paul R. Gallagher, dem Aussenminister des Vatikans.

Die offiziellen Gespräche hätten die Herausforderungen für Europa mit Blick auf die Migration und den Populismus, die Umwelt, die Suche nach Frieden im Mittleren Osten und die Prävention von gewalttätigem Extremismus zum Thema gehabt. Auch sei über die guten bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Vatikan gesprochen worden.

Leuthard trifft 40 neue Gardisten

Am Nachmittag wollte Leuthard der Vereidigung der Päpstlichen Schweizergarde beiwohnen. Im Anschluss an die Vereidigung stand ein Treffen zwischen Bundespräsidentin Leuthard und den 40 neu vereidigten Gardisten auf dem Programm.

Am Freitag hatte die Bundespräsidentin in Rom Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni sowie Infrastruktur- und Verkehrsminister Graziano Delrio getroffen. Dabei ging es um bilaterale, europapolitische und internationale Themen. (sda/ans)

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