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Burkina Faso: Rund 30 Tote bei Angriff auf Hotel in Burkina Faso



Bewaffnete Attentäter haben am Freitagabend ein bei Ausländern beliebtes Hotel in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou und ein Restaurant attackiert. Sie nahmen Geiseln und lieferten sich Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Dutzende Menschen kamen ums Leben.

Bei dem Anschlag wollen die mutmasslichen Täter mehr als zwei Dutzend Menschen getötet haben. Die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM) schrieb von 30 getöteten «Kreuzzüglern». Das meldete die US-Organisation Site, die Dschihadisten-Propaganda analysiert.

Ein Spitalmitarbeiter hatte in der Nacht zum Samstag gesagt, es seien rund 20 Menschen bei der Attacke in dem westafrikanischen Land getötet worden. Das Innenministerium teilte später mit, Feuerwehrleute hätten auf der Terrasse des Restaurants zudem zehn Tote entdeckt.

Sicherheitskräfte begannen Augenzeugen zufolge gegen Morgen mit der Erstürmung des Hotels. In zwei Gruppen bahnten sie sich den Weg in den Haupteingang. Dabei hätten sie Regierungsangaben zufolge 33 Geiseln aus der Gewalt von Islamisten befreit. Darunter sei auch Arbeits- und Sozialminister Clement Sawadogo, teilte Kommunikationsminister Remis Dandjinou über Twitter mit. Der Einsatz gegen die Extremisten dauere an.

Teile der Lobby des fünfstöckigen Gebäudes standen in Flammen. Die schwer bewaffneten Attentäter hatten zuvor das Luxushotel «Splendid» gestürmt und sich darin verschanzt. Zu dem Angriff bekannte sich die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi).

Ausgangssperre verhängt

Zahlreiche Menschen flohen aus der Umgebung. Vor dem Vier-Sterne-Hotel an der zentralen Kwame-Nkrumah-Allee standen ein Dutzend Fahrzeuge in Flammen. Frankreichs Botschafter Gilles Thibault teilte über Twitter mit, es sei eine Ausgangssperre von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens (Ortszeit) verhängt worden.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) aktualisierte nach dem Anschlag seine Reisehinweise für Burkina Faso. Auf seiner Internetseite wies das EDA darauf hin, wer sich in dem Land aufhalte, solle sich über die Medien auf dem Laufenden halten, Anweisungen der lokalen Behörden verfolgen und mit dem Reiseveranstalter in Kontakt bleiben.

Burkina Faso ist für gewöhnlich friedlich, doch gab es im angrenzenden Mali in den vergangenen Jahren wiederholt Überfälle militanter Islamisten auf von westlichen Ausländern frequentierte Hotels. Zuletzt griffen am 20. November mehrere Bewaffnete ein Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako an. Dabei wurden 20 Menschen getötet, darunter 14 Ausländer. (sda/dpa/afp/reu)

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