Wahlen 2015 - GR NR TREND: Zitterpartie für Magdalena Martullo-Blocher in Graubünden
Bei den Nationalratswahlen im Kanton Graubünden sieht es nach 54 ausgezählten Gemeinden von total 125 nach einer Zitterpartie für SVP-Kandidatin Magdalena Martullo-Blocher und den Grünliberalen Josias Gasser aus.
Gemäss dem ersten Zwischenresultat würde der GLP-Mann Gasser seinen Sitz verlieren. Er ginge an die kleine bürgerliche Listenverbindung von BDP, CVP und FDP, die 46.31 Prozent der Stimmen hat. Profitieren würde die FDP, die vor vier Jahren ihren Sitz an die GLP verloren hatte. BDP und CVP würden ihren Sitz verteidigen.
Allerdings hat die SVP mit aktuell 28.31 Prozent der Stimmen intakte Chancen aufzuholen und den GLP-Sitz zu holen. Die SVP käme dann auf zwei Sitze. Profitieren würde Magdalena Martullo-Blocher, die dann zusammen mit dem bisherigen SVP-Nationalrat Heinz Brand nach Bern reisen würde.
Die Listenverbindung von SP und GLP kommt auf 25.38 Prozent der Stimmen. Damit würde die SP ihre Sitz verteidigen und die GLP ihren Sitz verlieren. Da aber die grossen Bündner Gemeinden, darunter Chur, noch nicht ausgezählt sind, können die Grünliberalen weiter hoffen.
Im Kanton Graubünden braucht es 16.7 Prozent der Stimmen für ein Vollmandat. Dem Kanton stehen fünf Sitze zu. Von den bisherigen kandidieren Martin Candinas (CVP), Josias Gasser (GLP), Heinz Brand (SVP) und Silva Semadeni (SP). (sda)
