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Schweizer Mitarbeiterin von Hilfsorganisationen im Sudan entführt



Im Sudan ist eine Schweizerin entführt worden. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte am Sonntagabend, es habe Kenntnis von dem Fall in dem von internen Konflikten erschütterten Land.

«Unsere Vertretung vor Ort ist mit den lokalen Behörden in Kontakt. Abklärungen sind im Gang», erklärte EDA-Mediensprecher George Farago auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Schweiz verlange die sofortige und bedingungslose Freilassung der Entführten, betonte das EDA. Weitere Einzelheiten gab das Aussendepartement nicht bekannt.

Laut Berichten in sozialen Medien arbeitet die Frau für eine Schweizer Nichtregierungsorganisation, die sich um Kinder in Darfur kümmert.

Seit vielen Jahren im Sudan

Die UNO-Koordinatorin für humanitäre Angelegenheiten, Marta Ruedas, sagte, die Schweizerin lebe seit vielen Jahren im Sudan und sei am Samstagabend in der Nähe ihrer Wohnung im Norden Darfurs entführt worden. Die Frau arbeite nicht direkt für die Vereinten Nationen, aber bei vielen Gelegenheiten mit ihnen zusammen.

Die Entführung der Schweizerin geschah in der westsudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur. Dort tobt ein Konflikt zwischen der sudanesischen Armee, mit ihr verbündeten Milizen und Rebellen.

Dabei wurden nach UNO-Angaben seit 2003 schon mehr als 300'000 Menschen getötet. Mehr als 2.5 Millionen Menschen flohen vor den Kämpfen, die die Regierung in Khartum wiederholt für beendet erklärt hat. (sda/afp)

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