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Mindestens 24 Todesopfer durch Zyklon Idai in Simbabwe



Bei einem Zyklon im Osten Simbabwes sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 40 weitere Menschen galten nach Behördenangaben vom Samstag als vermisst, nachdem der Tropensturm «Idai» über die Region gezogen war.

Zahlreiche Häuser wurden beschädigt und Brücken von den Wassermassen davongespült, die Stromversorgung war teilweise unterbrochen. Ein Parlamentsabgeordneter in der Region Chimanimani berichtete, mindestens 25 Häuser seien von einer Schlammlawine fortgerissen worden.

Nach Angaben des Informationsministeriums in Harare sassen mehrere Menschen auf dem Gipfel eines Berges fest und warteten auf Rettung. Starker Wind hindere die Rettungshelikopter jedoch daran, hinaufzusteigen.

Bereits am Freitag waren im benachbarten Mosambik mindestens 19 Menschen durch den Wirbelsturm ums Leben gekommen. Mehr als eine halbe Million Bewohner der Stadt Beira waren ohne Strom.

Dutzende Tote in Mosambik und Malawi

«Idai» traf am Donnerstag kurz vor Mitternacht (Ortszeit) bei der Stadt Beira rund 1200 Kilometer nördlich von der mosambikanischen Hauptstadt Maputo auf Land. Es handelt sich um einen der stärksten tropischen Stürme der letzten 30 Jahre in dieser Region.

Bereits seit Monatsbeginn leidet Mosambik unter schweren Regenfällen. Schon vor dem Durchzug des Zyklon kamen dort mindestens 66 Menschen ums Leben. Im benachbarten Malawi starben wegen der Unwetter seit Monatsbeginn 56 Menschen, zehntausende wurden obdachlos.

Mosambik und Malawi gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Bereits seit mehreren Jahren herrschen dort im Wechsel lange Trockenzeiten und schwere Regenfälle mit verheerenden Folgen.

Schweiz schickt Hilfe nach Mosambik

Die Schweiz hilft in Mosambik mit Hilfsgütern und Experten. Ein Spezialistenteam werde nach Maputo reisen, um die Schweizer Botschaft vor Ort zu unterstützen, teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstag mit.

Die Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) werden demnach eine Lagebeurteilung vor Ort vornehmen und erste Soforthilfemassnahmen in den Bereichen Logistik, Notunterkünfte und Trinkwasser einleiten.

Zusätzlich sendet die Schweiz über das Wochenende 12 Tonnen Hilfsmaterial nach Mosambik: 1'000 Blachen, 500 Werkzeug-Kits für den Bau von Notunterkünften, Grossraumzelte. Davon werden gemäss EDA rund 500 Familien profitieren.

In der Lieferung seien auch 5 Mehrzweckzelte enthalten, die als Schulräume, Gesundheitszentren oder Lagerräume benutzt werden können. Mosambik ist ein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz. (sda/afp)

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