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Mindestens 27 Tote und dutzende Verletzte bei Zugunglück in Indien



Bei einem Zugunglück in Südindien sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen und 50 verletzt worden. Sieben Waggons und die Lok des Hirakand-Expresses entgleisten am späten Samstagabend in der Nähe des Bahnhofs Kuneru im Staat Andhra Pradesh.

Der Zustand von sieben Verletzten sei kritisch, teilten die Behörden am Sonntag mit. Der Sprecher der regionalen Eisenbahn, JP Mishra, sagte, viele Passagiere seien ums Leben gekommen, da die Waggons beim Entgleisen schwer beschädigt worden seien.

50 Verletzte seien in zwei nahe gelegene Spitäler gebracht worden. Rettungsteams versuchten, die in den Waggons eingeschlossenen Menschen zu befreien und Leichen zu bergen.

Der Zug war auf dem Weg von Jagdalpur nach Bhubaneswar, der Hauptstadt von Odisha. Der Zugverkehr auf der Küstenstrecke wurde nach dem Unglück ausgesetzt.

Der Zug hatte 22 Waggons. Der Grund für den Unfall sei unklar. Einige Behördenvertreter erklärten jedoch, möglicherweise habe ein Defekt der Bremsen oder aber Fahrlässigkeit des Zugführers den Unfall verursacht. Es sei eine Untersuchung angeordnet worden.

Ministerpräsident Narendra Modi kondolierte den Angehörigen der Opfer. Der Bahnministerium beobachte die Lage und arbeite daran, schnelle Hilfe zur Verfügung zu stellen, sagte er.

Bahn wichtigstes Fernverkehrsmittel

Die indischen Eisenbahnen befördern täglich geschätzt 20 Millionen Fahrgäste. Unfälle ereignen sich des Öfteren. Seit 2010 starben alljährlich Behördenangaben zufolge mehr als 25'000 Menschen bei Zugunfällen. Im November waren beim Entgleisen eines Zuges im Norden des Landes 146 Menschen ums Leben gekommen.

Die Bahn ist Indiens wichtigstes Fernverkehrsmittel. Das System ist jedoch veraltet und marode, oftmals fehlt es an den einfachsten Sicherheitsvorkehrungen. Premierminister Modi hatte bei seinem Amtsantritt vor gut zweieinhalb Jahren Investitionen in Höhe von 137 Milliarden Dollar zur Modernisierung des Bahnsystems angekündigt. (sda/afp/dpa)

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