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Prämien 2016: Steigen die Krankenkassenprämien wieder stärker?



Heute Donnerstagnachmittag gibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Krankenkassenprämien für das kommende Jahr bekannt. Laut Schätzungen sollen die Prämien 2016 um 5 bis 6 Prozent ansteigen - und damit noch stärker als 2015.

Um 14.30 Uhr treten Bundesrat Alain Berset und BAG-Direktor Pascal Strupler vor die Medien, um die neuen Prämien zu erläutern. Um wie viel sie steigen dürften, haben Vergleichsdienste errechnet: comparis.ch schätzt einen Anstieg von 4.9 Prozent in der Grundversicherung, bonus.ch geht gar von einer durchschnittlichen Prämienerhöhung von 6.5 Prozent aus.

Für das Jahr 2015 betrug der durchschnittliche Anstieg der Krankenkassenprämien bereits 4 Prozent - dies war der stärkste Anstieg seit 2012.

Junge müssen wohl mehr zahlen

Laut den Vergleichsdiensten müssen wohl vor allem junge Erwachsene künftig tiefer in die Tasche greifen. Auf diese Altersgruppe komme laut Hochrechnung ein Plus von 5.2 Prozent zu, schrieb comparis.ch in einer Mitteilung von vergangenem Donnerstag. Bonus.ch rechnete am Dienstag sogar mit einem Anstieg von 6.7 Prozent.

Zudem gelte: Je höher die Franchise, desto höher der Aufschlag, hiess es bei comparis.ch. Beide Vergleichsdienste gehen zudem davon aus, dass die Prämien in ländlichen geprägten Kantonen der Ost- und Innerschweiz am meisten steigen. In städtischen Kantonen hingegen liege die Erhöhung unter dem Schnitt. Zudem müssten Versicherte mit alternativen Versicherungsmodellen mehr zahlen als solche mit einem Standardmodell.

Kommen all diese Faktoren zusammen, könnte der Aufschlag happig werden: «Für manche Versicherten wird es wohl auch in diesem Jahr eine Erhöhung im zweistelligen Prozentbereich geben», schrieb comparis.ch.

Die Hochrechnung von comparis.ch stützt sich auf die provisorischen Prämien von Krankenkassen, bei denen über zwei Drittel der Versicherten die Grundversicherung abgeschlossen haben. Bonus.ch berechnet seine Schätzungen aufgrund von 120'000 Prämien, welche die Versicherungen dem Portal zukommen liessen. Diese Versicherer sollen 60 Prozent der Schweizer Versicherten repräsentieren. (sda)

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