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Kabul will Zivilisten zum Schutz von Moscheen bewaffnen



Kabul will während des islamischen Trauermonats hunderte Zivilisten bewaffnen. Die vom Innenministerium rekrutierten Bürger sollen gemeinsam mit zusätzlich mobilisierten Soldaten und Polizisten die Moscheen vor Anschlägen schützen.

Die Ausbildung der dafür rekrutierten Zivilisten ist so gut wie beendet, deren Bewaffnung soll bald beginnen, wie Innenminister Wais Barmak am Mittwoch mitteilte. Allein im August waren bei zwei Anschlägen auf schiitische Moscheen in Afghanistan 61 Menschen getötet worden.

«Nach den jüngsten schlimmen Vorfällen sollte sich die Bevölkerung nicht darauf verlassen, allein von den Sicherheitskräften beschützt zu werden», sagte Vizepräsident Sarwar Danisch. Vor wenigen Tagen hatte bereits das afghanische Verteidigungsministerium den Vorschlag publik gemacht, rund 20'000 Zivilisten im Kampf gegen islamistische Aufständische zu bewaffnen.

Die grosse Mehrheit der afghanischen Bevölkerung ist sunnitischen Glaubens. Die rund drei Millionen Schiiten wurden zuletzt wiederholt gezielt von Kämpfern der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angegriffen - besonders häufig anlässlich religiöser Feste.

Der Trauermonat Muharram beginnt in dieser Woche, er ist im islamischen Kalender der erste Monat des Jahres. Höhepunkt ist am 30. September das Aschura-Fest, das Millionen Schiiten in aller Welt feiern. (sda/afp)

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