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Logistik: Panalpina wird vom österreichischen Kartellgericht gebüsst



Das österreichische Kartellgericht hat Millionenstrafen gegen vier Logistikunternehmen verhängt. Gebüsst wird auch die Schweizer Panalpina. Sie muss 2 Millionen Euro bezahlen - rund 2.2 Millionen Franken.

Eine noch höhere Strafe erhält die inzwischen insolvente österreichische Speditionsfirma Etransa. Sie hatte die gegen die Busse von 3.5 Millionen Euro vor dem Obersten Gerichtshof Österreichs Rekurs erhoben. Der Gerichtshof gab dem Rekurs allerdings nicht statt.

Mit 318'000 Euro gebüsst wird zudem der Logistikdienstleister Schenker, eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Bahn. Die ÖBB-Tochter Rail Cargo erhält eine Busse von 184'000 Euro, wie die österreichische Wettbewerbsbehörde (BWB) am Mittwoch mitteilte.

Ans Licht kam das Kartell aufgrund eines anderen Schweizer Unternehmens: Kühne+Nagel. Die Logistikfirma fungierte als Kronzeuge. Ihr sei «Bussgeldimmunität» zugestanden worden, teilte die Wettbewerbsbehörde mit. Kühne+Nagel habe nur eine untergeordnete Rolle in dem Kartell gespielt.

Aus der Mitteilung geht hervor, dass die Firmen zwischen 2005 und 2010 verschiedene Absprachen getroffen hatten. Es ging dabei um wiederkehrende Ausschreibungen eines österreichischen Kunden für den Transport von Stahlrohren in frühere GUS-Staaten.

Die im Kartell involvierten Firmen hätten die Transportmengen aufgeteilt, Absprachen über die Abwicklung von Teilstrecken getroffen sowie die Preise und die Aufteilung der erzielten Erlöse abgesprochen. (sda)

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