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Wolf reisst 17 Schafe auf Bündner Alp ohne Herdenschutz



17 Schafe sind auf einer Alp im bündnerischen Maienfeld einem Wolfsriss zum Opfer gefallen. Fünf Tiere wurden vom Grossraubtier getötet, zwölf mussten wegen Bissverletzungen eingeschläfert werden. Die Alp ist behirtet, hat aber keinen Herdenschutz.

Ob die Alp Stürfis oberhalb des Bündner Rheintales in der Nacht auf Montag von einem Wolf oder von mehreren Wölfen aufgesucht wurde, ist unklar, wie Hannes Jenny vom Bündner Amt für Jagd und Fischerei zu einem Bericht der Lokalzeitung «Prättigauer und Herrschäftler» sagte. Ebenso unklar ist die Herkunft des Angreifers.

Sicher sei nur, dass es sich nicht um das Calandarudel gehandelt habe, erklärte Jenny. Maienfeld liege nicht in dessen Territorium. Der Angreifer könne aber ursprünglich vom Calandarudel abstammen.

Riss im üblichen Rahmen

Zahlenmässig gehört der Riss zu den grösseren der jüngeren Zeit. Die Dimension wird vom Herdenschutzbeauftragten des Landwirtschaftlichen Beratungszentrums Plantahof, Jan Boner, allerdings relativiert. Für eine Alp ohne Herdenschutz liege die Zahl der gerissenen Tiere «etwa im üblichen Rahmen», sagte er.

Ein Herdenschutz ist gemäss Boner auf der Alp Stürfis in Vorbereitung, aber noch nicht umgesetzt. «Der Wolf war schneller. Es war Pech», lautete sein Kommentar.

Auf der Alp Stürfis werden etwa 1500 Schafe geweidet. Damit zählt sie zu den grössten Bündner Alpen. (sda)

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