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Haiti: UNO-Generalsekretär beunruhigt wegen politischer Krise in Haiti



UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich angesichts der politischen Krise in Haiti besorgt gezeigt. Er sei wegen der «zunehmenden politischen Ungewissheit» beunruhigt, erklärte ein Sprecher Bans am Dienstag.

Über seinen Sprecher rief er die beiden Kandidaten für die zweite Runde der Präsidentschaftswahl auf, «nach bestem Wissen und Gewissen» mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten. Es müssten möglichst schnell Massnahmen vereinbart und umgesetzt werden, um den Prozess zu beschleunigen.

Nach Fälschungsvorwürfen hatte die Wahlkommission die zweite Runde der Präsidentenwahl am Dienstag auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein neuer Termin für die Stichwahl, die eigentlich am 27. Dezember stattfinden sollte, wurde nicht festgelegt.

Präsident Michel Martelly, der selbst nicht erneut antreten darf, kündigte die Einrichtung einer Prüfkommission an, um über die weiteren Schritte zu entscheiden.

Eigentlich sollten die Kandidaten Jovenel Moise und Jude Célestin am 27. Dezember ins Duell um das höchste Staatsamt gehen, doch waren nach der ersten Runde am 25. Oktober Betrugsvorwürfe laut geworden. Die Opposition wirft der Regierung vor, Moise als Kandidaten der Regierungspartei bevorzugt zu haben.

Erst vor einer Woche protestierten in Port-au-Prince wieder tausende Menschen gegen die Ergebnisse der ersten Runde. (sda/afp)

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