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Weitere Schwerkranke aus syrischem Ost-Ghuta herausgebracht



Hilfsorganisationen haben zwölf weitere Schwerkranke aus der belagerten syrischen Rebellenbastion Ost-Ghuta bringen können. Beim Grossteil habe es sich um Kinder mit Mitgliedern ihrer Familien gehandelt.

Die meisten litten an Krebs. Sie sollten in die nahegelegene Hauptstadt Damaskus gebracht werden, sagte eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Syrien.

In der Nacht auf Mittwoch waren nach monatelagem Warten erstmals vier Schwerkranke aus Ost-Ghuta gebracht worden, unter ihnen drei Kinder. Das Rote Kreuz hoffte, weitere Kranke könnten die Rebellenbastion «bald» verlassen.

Am Mittwoch hiess es, insgesamt sollten 29 Schwerkranke aus der Region gebracht werden. Die Uno fordert, hunderte Menschen aus der Region herauszubringen.

Ost-Ghuta ist eines der letzten Gebiete in Syrien in der Hand von Rebellen. In der Region am Ostrand von Damaskus leben knapp 400'000 Menschen seit 2013 unter ständiger Belagerung durch die Regierungstruppen. Rund die Hälfte davon sind Kinder. Seit Jahren haben sie kaum noch Lebensmittel oder Medikamente.

Lange Liste von Schwerkranken

Bereits vor Monaten war eine Liste mit 500 schwerkranken Zivilisten erstellt worden. Allein seit November starben nach Uno-Angaben mindestens 16 Menschen von dieser Liste, weil sie nicht in Spitäler ausserhalb des belagerten Gebiets gebracht wurden.

Ost-Ghuta ist eine der vier sogenannten Deeskalationszonen in Syrien, auf die sich die Konfliktparteien bei Friedensgesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana einigten. Die Einrichtung dieser Schutzzone führte zwar zwischenzeitlich zu einem Rückgang der Kämpfe.

Die syrische Regierung von Machthaber Baschar al-Assad hielt aber an der Belagerung fest. Sie nahm Mitte November die Luftangriffe auf das Gebiet wieder auf.

In Syrien dauert der Bürgerkrieg seit 2011 an. Seitdem starben bereits mehr als 340'000 Menschen, Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben. (sda/afp)

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