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Soldat bei Anti-Terror-Einsatz in georgischer Hauptstadt getötet



Bei einem Anti-Terroreinsatz in der georgischen Hauptstadt Tiflis ist am Mittwoch ein Soldat ums Leben gekommen. Der Beamte einer Spezialeinheit erlag seinen Schussverletzungen, wie ein städtisches Spital mitteilte.

Bei einer Razzia gegen Terrorverdächtige hatten diese laut Polizei das Feuer eröffnet. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, weitere Festnahmen sollten folgen.

Mehrere mutmassliche Anhänger einer «terroristischen Gruppe» hätten sich der Festnahme widersetzt, «eröffneten das Feuer mit automatischen Waffen und warfen Handgranaten auf die Anti-Terror-Einheit», sagte Nino Giorgobiani, Sprecherin der georgischen Sicherheitskräfte.

Vorläufigen Informationen zufolge seien die Angreifer keine georgischen Staatsbürger, wohl aber «Mitglieder einer terroristischen Vereinigung», sagte Giorgobiani. «Es wurden Ermittlungen sowohl in Georgien als auch im Ausland eingeleitet, um die verbrecherischen Verbindungen der Verdächtigen aufzudecken.»

Zwei Verletzte

Der georgische Fernsehsender Rustawi-2 berichtete, zwei weitere Mitglieder der Sicherheitskräfte seien mit Schussverletzungen ins Spital gebracht worden.

Bilder des Senders zeigten eine brennende Hochhauswohnung in einem Vorort sowie Dutzende vermummte Soldaten und ein gepanzertes Fahrzeug am Einsatzort. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP hatte zuvor berichtet, es seien mehrere Explosionen und Schüsse zu hören gewesen.

In der jüngsten Vergangenheit hat es in Georgien keine grösseren Anschläge gegeben. Die georgischen Behörden gehen davon aus, dass sich rund 50 georgische Staatsbürger in Syrien und im Irak befinden und dort auf Seiten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpfen. Die meisten von ihnen seien ethnische Tschetschenen aus einem Tal im Nordosten des Landes.

Vor und unmittelbar nach dem russisch-georgischen Militärkonflikt 2008 hatte die Regierung in Tiflis russische Geheimdienste beschuldigt, Anschläge zu inszenieren. (sda/afp)

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