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USA

US-Parlamentarier stärken Widerstand von Grönland gegen Trump

«Nicht konstruktiv»: US-Parlamentarier stärken Grönlands Widerstand gegen Trump

17.01.2026, 12:0618.01.2026, 09:45

Vor geplanten Demonstrationen gegen die US-Regierung in Dänemark und Grönland haben mehrere US-Parlamentarier ihre Unterstützung des Widerstands gegen Donald Trump bekräftigt. «Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter», sagte der demokratische Senator Chris Coons während einer Pressekonferenz in der dänischen Hauptstadt. «Meiner Meinung nach sollte damit diese Diskussion beendet sein.»

US-Präsident Trump hatte wiederholt gesagt, dass die Vereinigten Staaten das grösstenteils von Eis bedeckte Grönland übernehmen wollen. Trump begründet dies mit Sicherheitsbedenken wegen einer Bedrohung durch China und Russland in der Region. Ländern, die gegen sein Vorhaben eintreten, drohte er zuletzt mit Strafzöllen.

Coons bezeichnete die Aussagen als «nicht konstruktiv». Die derzeitige Behandlung Dänemarks könnte der Beziehung beider Länder nachhaltig schaden. Wie könne den USA vertraut werden, wenn der Nato-Verbündete Dänemark im Stich gelassen werde, fragte der den Bundesstaat Delaware vertretende Coons. Die Delegation kündigte an, mit US-Aussenminister Marco Rubio Kontakt aufnehmen zu wollen.

Die elf Parlamentarier, die nach Dänemark gereist waren, versuchten zu verdeutlichen, dass Trumps Vorhaben in den USA auch auf Widerstand stosse. Zwar gehörten zu der Gruppe nur zwei Vertreter von Trumps republikanischer Partei. Dies sei aber kein Zeichen dafür, dass sich die Republikaner in Gänze nicht für das Thema interessierten oder schon für eine Seite entschieden hätten, sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski.

Erkundungsmission mit Bundeswehrsoldaten

Auf Grönland waren am Freitagabend Soldaten und weitere Militärangehörige aus europäischen Nato-Staaten um Deutschland eingetroffen. Das Bundeswehr-Team und seine Verbündeten sind für eine Erkundungsmission vor Ort und sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin Bedingungen für gemeinsame Militärübungen prüfen – das Ziel ist, für mehr Sicherheit zu sorgen. Unter anderem Norwegen, Schweden, Finnland, Grossbritannien, Frankreich und die Niederlande schicken Teams.

In der Hauptstadt Nuuk soll heute wie auch in Kopenhagen demonstriert werden. «Wir fordern die Achtung des Selbstbestimmungsrechts Grönlands und die Achtung des grönländischen Volkes. Dies ist nicht nur ein Kampf für Grönland, sondern auch für die ganze Welt», sagt Poul Johannesen, Initiator der grönländischen Bürgerinitiative «Hände weg von Kalaallit Nunaat». (hkl/sda/dpa)

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38 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Steibocktschingg
17.01.2026 13:19registriert Januar 2018
Schön gibt es Kritik auch aus den USA, nur: Wieso so harmlos formuliert? Wie wäre es mit deutlicherer Sprache? Und wo sind all die anderen?

Der Typ soll impeached werden und danach seine ganze Bande ebenfalls bis niemand mehr übrig ist von der Faschistenbande. Und dann muss der Rest die USA reformieren und all das zerschlagene Geschirr weltweit zusammenkehren und flicken.

Währenddessen muss Europa unabhängiger und militärisch relevanter und stärker werden, denn niemand weiss wann uns die USA selbst im günstigsten Fall wieder in den Rücken fallen.
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Thom Mulder
17.01.2026 14:03registriert November 2014
Trump hat es wieder geschafft: Epstein ist momentan kein Thema mehr.
Das ist wohl das Einzige worum es dabei wirklich geht.
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Bonbonsai
17.01.2026 12:24registriert November 2023
Ach was solls? Wenn die Orangen auf Widerstand stösst, macht er erst recht, was er will. Weil er weiss, die Blind-dem Deppen-folgenden Reps stehen hinter ihm. Und die paar Abweichler werden dann am Telefon gestaucht.

Ganz trübe Aussichten, auch für Grönland!
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