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Falscher Alarm: Vermeintliche Bombe in Bern war ein Kunstgegenstand



Beim verdächtigen Gegenstand, den die Polizei Ende November im Berner Stadtzentrum sprengte, handelte es sich um einen Kunstgegenstand. Die kleine Figur aus Ton, Draht und Plastikklebeband war offenbar von Studierenden im öffentlichen Raum platziert worden.

Die Berner Kantonspolizei bestätigte am Freitag einen Bericht der Zeitung «Der Bund», wonach es sich beim Gegenstand um ein Kunstobjekt gehandelt hatte. Das Objekt sei «zum Zeitpunkt des Meldungseingangs» beschädigt gewesen, präzisierte Polizeisprecher Christoph Gnägi.

Der Gegenstand habe nicht unbedingt wie ein Kunstobjekt ausgesehen, «es sah so aus, wie auch Sprengstoff aussehen kann». Weil auch die Herkunft und die Beschaffenheit des Gegenstands unklar gewesen seien, hätten die Sprengstoffspezialisten eine Gefahr nicht ausschliessen können.

Laut «Bund» stammt das Objekt von Schülern des Orientierungsjahrs der Schule für Gestaltung in Biel. Diese hätte den Auftrag gehabt, Kunst im öffentlichen Raum zu platzieren. Der betreffende Schüler habe sich bei der Polizei gemeldet, gab ein Insider gegenüber der Zeitung zu Protokoll.

Grosseinsatz und Sprengung

Die Polizei bestätigte lediglich, dass «Hinweise zur Herkunft des Gegenstandes sowie der Urheberschaft» bestehen. Ob der Schüler mit einer Busse rechnen muss, liess Polizeisprecher Gnägi offen. «Grundsätzlich macht sich strafbar, wer mutwillig einen solchen Polizeieinsatz auslöst.»

Der verdächtige Gegenstand hatte am 25. November in Bern einen Grosseinsatz ausgelöst. Aus Sicherheitsgründen wurden kurz vor Feierabend mehrere Strassenabschnitte gesperrt. Eine Passantin hatte den Gegenstand kurz vor 16.40 Uhr entdeckt und einen Polizisten im Bahnhof Bern informiert.

Nach 19.15 Uhr wurde der Gegenstand von Spezialisten gesprengt. Bereits am nächsten Tag gab die Polizei Entwarnung. Aus polizeitaktischen Gründen gab sie damals aber keine Details zum «ungefährlichen Gegenstand» bekannt. (sda)

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