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Sturmtief «Friederike» sorgt für Probleme im Flug- und Bahnverkehr

18.01.2018, 13:12

Höchste Alarmstufe und Verkehrschaos: Sturm «Friederike» hat Belgien und die Niederlande am Donnerstagmorgen getroffen. Nun wütet er in einem breiten Streifen über Deutschland.

Der Sturm erreichte in den Niederlanden in Böen Spitzengeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde. Dort war der Flug- und Zugverkehr zeitweilig eingestellt worden.

Vom Amsterdamer Flughafen Schiphol konnten nur vereinzelte Maschinen abfliegen, wie der Flughafen am Donnerstag mitteilte. Bereits am Vormittag waren 260 Flüge annulliert worden. Der Betrieb sollte am frühen Nachmittag wieder gestartet werden.

Auch die niederländische Bahn meldete Chaos. Durch den Wind würden Objekte und Bäume auf die Gleise und Züge geblasen, begründete das Unternehmen am Donnerstag die Einstellung des Verkehrs.

In Belgien forderte der Sturm ein Todesopfer. Eine Autofahrerin war von einem umfallenden Baum erschlagen worden. Sie war in ihrem Fahrzeug auf einer Strasse durch einen Wald südöstlich von Brüssel unterwegs, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete.

Wegen heftiger Winde stellte zudem der Hafen von Gent am Morgen den Betrieb ein. Betroffen waren etwa zehn Schiffe. Die Zugbrücke von Zelzate am Kanal von Gent zur Küste blieb laut Belga ebenfalls geschlossen, so dass Hochseeschiffe nicht passieren konnten.

Sturmtief in Deutschland angekommen

Mit schweren Böen und heftigem Regen ist das Sturmtief nun auch in Teilen Deutschlands angekommen und sorgt dort für grosse Behinderungen im Bahnverkehr. In Nordrhein-Westfalen wurde der Nah- und Fernverkehr komplett eingestellt.

In anderen Teilen Deutschlands gab es ebenfalls Einschränkungen. Teilweise drosselte die Bahn die Höchstgeschwindigkeit im Fernverkehr auf Tempo 140 und im Nahverkehr um 20 Prozent. Entsprechend komme es zu Verspätungen, teilte die Deutsche Bahn mit.

Auch in Deutschland strichen mehrere Flughäfen aus Sicherheitsgründen Flüge. Am Flughafen Düsseldorf fielen zehn Flüge aus.

Auf dem Flughafengelände seien Sicherheitsmassnahmen ergriffen worden, sagte ein Airport-Sprecher. So seien etwa Gepäckcontainer gesichert und die Flugzeughallen geschlossen worden. Auch am Flughafen München blieben einige Flieger am Boden.

Wetterdienst warnt vor Orkanböen

In einigen Bundesländern fiel der Schulunterricht aus. Im Westen Deutschlands und auf dem Brocken im Harz wehte der Wind am Vormittag besonders heftig - teils mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde.

In Regionen, in denen Orkanböen drohen, empfehlen die Meteorologen, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Sie warnen vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegeln und Schäden an Gerüsten und Hochspannungsleitungen.

«Friederike» wird der Vorhersage zufolge in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen und dem südlichen Niedersachsen über Nord- und Mittelhessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und am Nachmittag bis nach Sachsen und Südbrandenburg ziehen. Der Wetterdienst warnte vor orkanartigen Böen.

Auch Teile von Italien betroffen

Auch in weiten Teilen Italiens hat der heftige Sturm Schäden angerichtet und einen Menschen getötet. Ein Mann sei am Mittwoch mit seinem Bruder in der südlichen Stadt Crotone auf ein Dach geklettert, um es auf Sturmschäden zu prüfen, berichteten italienische Nachrichtenagenturen. Der Wind habe ihn umgeworfen, so dass er in den Tod stürzte.

In Norditalien waren unter anderem im Aostatal zahlreiche Skipisten wegen des starken Windes geschlossen. In Sizilien, bei Neapel und auf Sardinien war der Fährverkehr stark eingeschränkt. Zahlreiche Bäume knickten um und fielen auf Autos. (sda/afp/dpa)

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